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Beschäftigung in der Steiermark

Unselbständig Berufstätige
Unselbständig Berufstätige in der Steiermark 1990 - 2011 © LASTAT
Unselbständig Berufstätige in der Steiermark 1990 - 2011Unselbständig Berufstätige in der Steiermark 1990 - 2011
© LASTAT
 

Bis Ende 2007 konnten die Beschäftigten auf Bezirksebene nur durch Hochrechnung bzw. Schätzung des ÖIR auf Grundlage der Volkszählung 2001 und des Mikrozensus errechnet werden. Ab 2008 werden die unselbständig Beschäftigten auf der Bezirksebene vom AMS mit Hilfe von Sozialversicherungs- und AMS-Daten nach dem Wohnort und auf Bundesländerebene nach dem Arbeitsort berechnet.

Mit Jänner 2011 hat der Hauptverband die Beschäftigungsstatistik rückwirkend ab 2008 umgestellt. Die Klassifizierung der wirtschaftlichen Tätigkeit der Unternehmen (ÖNACE 2008) wird nun ausschließlich und immer aktuell auf Basis des Unternehmensregisters von Statistik Austria bestimmt. Durch diese Änderung wird ein Vergleich der revidierten Daten 2008 bis 2010 mit den Jahren davor verzerrt und dies ist daher bei der Betrachtung längerer Zeitreihen immer zu berücksichtigen.

Die Externe Verknüpfung unselbständig Berufstätigen umfassen alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten einschließlich Arbeitslose, Präsenzdiener und KarenzurlauberInnen. Im Jahresdurchschnitt 2011 gab es in der Steiermark (Wohnortkonzept) 475.668 unselbständig Beschäftigte (255.975 Männer und 219.693 Frauen).

 
Berufstätige/Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren

Für die Volkszählungsjahre 1981, 1991 und 2001 sowie für das Jahr 2009 (Daten der Abgestimmten Erwerbsstatistik zum 31.10.2009) lässt sich eine Gliederung der Berufstätigen (Erwerbspersonen) nach Wirtschaftssektoren auf Bezirksebene vornehmen. Sowohl Externe Verknüpfung absolut als auch Externe Verknüpfung relativ gesehen haben der primäre Sektor von 1981 auf 2009 fast um die Hälfte (12,5% Anteil 1981 und 6,4% Anteil 2009) und der sekundäre Sektor um über ein Drittel (42,2% Anteil 1981 und 26,8% Anteil 2009) verloren, während der tertiäre Sektor deutlich an Bedeutung gewonnen hat (von 45,4% im Jahr 1981 auf 66,9% im Jahr 2009). 

Durch die Abgestimmte Erwerbsstatistik (AEST) sind wieder aktuelle Zahlen zu Externe Verknüpfung Erwerbstätigen auf Bezirksebene nach Wirtschaftssektoren verfügbar. Laut AEST zum 31.10.2009 waren 6,7% der Erwerbstätigen (Beschäftigte) im primären, 27,3% im sekundären und 63,8% im tertiären Sektor tätig. 2,1% waren von der Arbeit temporär abwesend (Mutterschutz, Karenz, längerer Krankenstand usw.). Die Bezirken Murau und Radkersburg haben mit je 13,7% den höchsten Anteil im primären Sektor, der Bezirk Mürzzuschlag mit 36,9% den höchsten Anteil im sekundären Sektor und mit 82,1% Graz den höchsten Anteil im tertiären Sektor.

 
Berufstätige nach Stellung im Beruf

Darüber hinaus lässt sich für die Volkszählungsjahre und für das Registerzählungsjahr 2009 eine Gliederung der Berufstätigen nach Stellung im Beruf, d.h. in Selbständige, mithelfende Familienangehörige und Unselbständige, vornehmen. In Externe Verknüpfung absoluten wie auch in Externe Verknüpfung relativen Zahlen konnte zwischen 1981 und 2009 nur die Gruppe der Unselbständigen deutliche Zuwächse verzeichnen.

 
Erwerbsquoten

Die allgemeine Erwerbsquote (lt. Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung), das ist der Anteil der Erwerbspersonen insgesamt an der Gesamtbevölkerung (wobei die Präsenz- und Zivildiener nicht berücksichtigt sind), hat eine steigende Tendenz. Sie erhöhte sich für die Steiermark seit 2006 von insgesamt 49,8% auf gesamt 52,1 % im Jahr 2011(2010: 51,6%). Bei den Männern stieg die Erwerbsquote von 55,7% im Jahr 2006 auf 57,3% im Jahr 2011. Bei den Frauen kam es zu einer Zunahme von 44,3% im Jahr 2006 auf 47,1% im Jahr 2011.

Die Erwerbstätigenquote (lt. Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung) der 15- bis 64-hrigen Frauen betrug im Jahr 2011 67,8% (2006:63,3%), die der Männer lag bei 77,7% (2006: 76,5%). Damit ergibt sich aufgrund des Rekordes bei den Frauen auch insgesamt ein neuer historischer Höchstwert von 72,8%! Diese Zahlen stammen aus dem Mikrozensus und sind daher nicht 1:1 mit jenen der Volkszählung/AEST 2009 auf Bezirksebene vergleichbar.

Im Rahmen der Volkszählungen sowie der AEST 2009 lassen sich weiters geschlechtsspezifische Externe Verknüpfung Erwerbsquoten auf Bezirksebene berechnen. Weiters liegen für das Jahr 2009 Externe Verknüpfung Erwerbstätigenquoten auf Bezirksebene sowie die Externe Verknüpfung Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen vor.

 
Unselbständig Beschäftigte (Produktivbeschäftigte)

2011 waren in der Steiermark 461.780 (2010: 451.364) Personen unselbständig produktiv beschäftigt, das sind um 2,3% oder 10.416 mehr als 2010. Zu den unselbständig produktiv Beschäftigten zählen alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten, ohne Präsenzdiener und Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen.

Im geschlechtsspezifischen Detail ergibt eine Zunahme um 6.334 bei den männlichen Erwerbstätigen (254.482) und eine Zunahme von 4.082 bei den Frauen (207.298), womit der Anteil der Frauen von 45% im Jahr 2010 gleich geblieben ist. 

Einschließlich der Präsenzdiener und Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen (13.888) mit einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis stieg die Gesamtbeschäftigung um 10.236 bzw. 2,2% auf 475.668 (im Vorjahr +1,1%).

9,1 % (2010: 8,3 %) der Erwerbstätigen sind 2011 Ausländer. Damit ist die Steiermark das Bundesland mit der geringsten Ausländerquote (Österreich: 2011 14,3%). 

 
Pendlerstatistik

Ebenfalls aus den Volkszählungsjahren stehen detaillierte Pendlerstatistiken zur Verfügung. Diese wurden nun erstmals durch die Ergebnisse der Abgestimmten Erwerbsstatistik zum 31.10.2009 ergänzt.  Insgesamt gibt es im Jahr 2009 337.124 Auspendler in der Steiermark. Der Anteil der Auspendler (in % der Beschäftigten am Wohnort) stieg im Jahr 2009 auf 58,8%, der Anteil der Einpendler (in % der Beschäftigten am Arbeitsort) erhöhte sich auf 58,5%.

Externe Verknüpfung Hauptergebnisse zur Pendlerstatistik

Externe Verknüpfung Aus- und Einpendler in % der Beschäftigten

 

Detaillierte Ergebnisse auf Bezirksebene 

Im Externe Verknüpfung Vergleich zum Ergebnis der Volkszählung aus dem Jahr 2001 gab es 2009 insgesamt 7,5% mehr Erwerbstätige in der Steiermark. Den höchsten relativen Zuwachs konnte der Bezirk Graz-Umgebung (+13,9), vor Weiz (+12,8%) und Leibnitz (+11,0) erzielen. Zu einem Rückgang kam es in den Bezirkem Leoben (-2,3%) und Mürzzuschlag (-0,7%).

Bei den Erwerbstätigen (exkl. der temporär Abwesenden, wie ua. Karenz, Mutterschutz und längerem Krankenstand) kam es zu einem Anstieg von 2001 auf 2009 um durchschnittlich 8,1%. Im Bezirk Graz-Umgebung gab es mit 14,6% den stärksten Zuwachs, einen Rückgang gab es im Bezirk Leoben mit -2,0%.

Die Erwerbstätigenquote (Anteil der Erwerbspendler an der Bevölkerung) stieg von 43,9% im Jahr 2001 um +2,6% auf 46,5% im Jahr 2009. Nur im Bezirk Graz-Stadt kam es zu einem Rückgang der Erwerbspendlerquote (-1,3%), in allen anderen Bezirken gab es eine Erhöhung der Erwerbstätigenquote. Der höchste relative Zuwachs wurde im Bezirk Weiz mit +5,5% erzielt, vor Radkersburg und Hartberg mit jeweils +5,3%.

Der Anteil der Auspendler aus dem Bezirk an den Erwerbstätigen am Wohnort stieg in der Steiermark um insgesamt +0,9%, im Bezirk Graz-Umgebung gab es mit -6,2% den stärksten Rückgang von 2001 auf 2009, in Graz mit +4,0% die stärkste Erhöhung. Beim Anteil der Einpendler in den Bezirk sticht der Bezirk Radkersburg mit +11,3% am stärksten hervor, insgesamt erhöhte sich der Anteil in der Steiermark um +0,6% von 29,6% im Jahr 2001 auf 30,2% im Jahr 2009.

 

Ergebnisse 2009 für die Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen auf Bezirksebene

Die Erwerbstätigenquote (Anteil der Erwerbspendler an der Bevölkerung) der 15- bis 64-Jährigen beträgt in der Steiermark bei den Männer 73,6% und bei den Frauen 61,8%. Die höchste Erwerbstätigenquote findet sich sowohl für Frauen (66,5%) als auch für Männer (81,0%) im Bezirk Weiz, die niedrigste in Graz mit 57,9% für Frauen und 65,0% für Männer.

Die höchste Auspendlerquote (Anteil der Auspendler aus Wohngemeinde an den Erwerbspendlern) gibt es mit 80,5% (Männer 81,3%; Frauen 79,5%) im Bezirk Graz-Umgebung, die niedrigste in Graz mit 21,0% (Männer 25,2%; Frauen 16,4%). Die höchste Bezirksauspendlerquote (Anteil der Auspendler aus dem Wohnbezirk an den Erwerbspendlern) weist auch hier der Bezirk Graz-Umgebung mit durchschnittlich 54,5% auf.

Die höchste Bezirks-Einpendlerquote (Anteil Einpendler aus einem anderen Bezirk der Steiermark an den Erwerbstätigen) gibt es in Graz mit 41,3% (Männer 43,1%; Frauen 39,4%), die niedrigste im Bezirk Murau mit 6,9% (Männer 9,5%; Frauen 3,8%).

In der Steiermark sind 49,5% der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung Frauen. Der Anteil der weiblichen Erwerbspendler liegt bei 45,2% und jener der weiblichen Erwerbstätigen am Arbeitsort bei 45,8%, wobei hier der Bezirk Radkersburg mit 53,1% den höchsten Anteil aufweist und der Bezirk Graz-Umgebung mit 41,8% den geringsten. Bei den Auspendlern hat der Bezirk Graz-Umgebung mit über 45% den höchsten weiblichen Anteil, der niedrigste findet sich in Graz mit 37,0%. Bei den Einpendlern liegt der Bezirk Radkersburg mit einem weiblichen Anteil von über 50% klar an 1. Stelle. An letzter Stelle liegt hier der Bezirk Mürzzuschlag (mit 39,2% bei Einpendlern und 29,2% bei den Bezirkseinpendlern).

 

Nachfolgend finden Sie die tabellarisch aufbereiteten Ergebnisse der Pendlerstatistik 2009 für die Altersgruppe der 15-64-Jährigen aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Bezirk:

Externe Verknüpfung AEST 2009 - Pendler am Wohnort (absolut)

Externe Verknüpfung AEST 2009 - Pendler am Arbeitsort (absolut)

Externe Verknüpfung AEST 2009 - Pendlerquoten (in %)

Externe Verknüpfung AEST 2009 - Reihung nach Quoten (Aus- und Einpendler)

Externe Verknüpfung AEST 2009 - Anteil der Frauen (in %)

 
Weitere Informationen zum Thema Arbeitsmarkt entnehmen Sie unserer aktuellen Publikation Externe Verknüpfung Arbeitsmarkt 2011.
 
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