"Ernährung und Gesundheit"
Das Strategiefeld und seine Themenschwerpunkte
Bund/Bundesländerkooperation
In den letzten Jahren ist der Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit einem großen Teil der Bevölkerung bewusst geworden, allerdings sind die kausalen Zusammenhänge sowie der Beitrag der Ernährung zur Gesundheitsvorsorge schwierig und zu wenig wissenschaftlich belegt. In letzter Zeit geht es vor allem um die Erzeugung der Lebensmittel, ihrer Herkunft und Qualität. Den gemeinsamen Fragen gelten auch Auswirkungen der Umweltbelastungen durch die Lebensmittelproduktion sowohl auf die Lebensmittel als auch auf die gesamte Produktionskette.
Nach heutigem Wissenstand besteht ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit. Noch ist wenig über die Zusammenhänge zwischen Konsum und Qualität sowie den damit verbundenen physiologischen Auswirkungen von Lebensmittel auf den Organismus bekannt.
Man weiß heute, dass bestimmte mit der Nahrung aufgenommene sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (Phytohormone,etc.) physiologisch wirksam sind. Über die Zusammenhänge und möglichen Auswirkungen die mit der Aufnahme dieser Stoffe verbunden sind, ist nur Teilwissen vorhanden. Der Identifizierung von Lebensmittelbestandteilen, die eine Hauptrolle bei der Erhaltung und Verbesserung des Gesundheitszustandes und des Wohlbefindens spielen, stellen daher eine wichtige Aufgabe dar.
Produktentwicklungen („functional food“ ), die die Anreichungen und Zugabe solcher Stoffe zum Inhalt haben, werfen die Frage auf inwieweit diese zukünftig Einfluss auf die Volksgesundheit nehmen.
Die Zugabe und Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitaminen, Antioxidatien, Mineralstoffen sowie anderen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen (Phytohormone, etc.) ist in einem gesamtheitlichen Kontext zu betrachten und der tatsächliche Bedarf zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang sind Untersuchungen der Auswirkungen von unterschiedlichen Anbaumethoden (biologisch, konventionell) sowie Pflanzenzüchtungen auf die Änderungen der Qualität und Quantität von sekundären Pflanzeninhaltsstoffe in Primärprodukten (Obst, Gemüse, etc.) durchzuführen.
Besseres Verständnis der Zusammenhänge zwischen der Lebensmittelproduktion (Erzeugung, Sicherheit und Qualität der Produkte) und den gesundheitlichen Auswirkungen sowie dem Gesundheitswert von Lebensmitteln.
Aufbau von Wissen über Zusammenhänge von Qualität und Quantität von, als Nahrungsmitteln genutzten, Pflanzen mit deren Anbau und/oder Züchtung an Hand von physiologisch wirksamen Inhaltsstoffen.
Untersuchungen von heimischen Pflanzen bezüglich deren Nutzung zur Gewinnung ernährungsphysiologisch interessanter Inhaltsstoffe.
Ersatz von künstlichen Lebensmittelzusatzstoffen durch pflanzliche (Antioxidantien, Farbstoffe, Emulgatoren, etc.).
Erarbeitung von Studien die Zusammenhänge von sekundären Lebensmittelinhaltsstoffen und deren ernährungsphysiologischen Auswirkungen zum Inhalt haben.
In den letzten Jahren hat sich die Sensibilität für die Gesundheitsbeeinflussung durch Nahrungsmittel erhöht, wobei hier besonders die Produktionsform (biologisch, konventionell, gentechnisch verändert) und die Rückstandbelastungen die kritischen Faktoren darstellen.
Ziele:
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Sicherung der wissenschaftlichen Produktionsgrundlage für ernährungsphysiologisch wertvolle Lebensmittel von gleichbleibend hoher Qualität bei schonender Ressourcennutzung
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Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für wirksame und effiziente Evaluierung und Bewertung der Lebensmittelsicherheit
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Verbesserung der Methoden zur Qualitätssicherung auf allen Produktionsebenen sowie zur Prozesslenkung und Evaluierung und Bewertung derselben
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Verbesserung der Herkunftssicherung und Nachverfolgbarkeit.
Der Beitrag der Ernährung zur Gesunderhaltung und Gesundheitsvorsorge wird immer mehr erkannt. Einzelnen Lebensmitteln werden spezifische Eigenschaften hierfür zugeordnet, die aber derzeit nicht ausreichend wissenschaftlich belegt sind.
Ziele:
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Erhöhung des Wissensstandes über den gesundheitsrelevanten Beitrag einzelner Lebensmittel
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Wissenschaftliche Grundlagen einer verbesserten Ernährungsberatung bzw. die zu einem verbesserten Ernährungsverhalten führen
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Entwicklung von Strategien zur Akzeptanz einer gesunden Ernährung speziell von ausgewählten Bevölkerungsgruppen.
Jede Erzeugung von Lebensmitteln hat Auswirkungen auf die Ökosystemkette, die sich daraus ergebenden Konsequenzen auf die Gesundheit sind im einzelnen zu wenig bekannt.
Ziele:
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Durch umweltfreundliche und ressourcenschonende Produktionsverfahren soll eine Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Lebensmittelerzeugung sowie der gesamten Produktionskette erreicht werden.
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Die wissenschaftlichen Untersuchungen eines gesamtheitlichen Ansatzes der Produktionskette haben die Vertriebssysteme und die Verpackung zu umfassen.



