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Bund/-Bundesländerkooperation: Nachhaltige Entwicklung

Abteilung 3 - Wissenschaft und Forschung

 

Verstand man in den neunziger Jahren unter Nachhaltiger Entwicklung meist nur eine erweiterte Form des Umweltschutzes, so hat sich in den letzten Jahren das „3-Säulen-Modell“ (Wirtschaft-Soziales-Um­welt) durchgesetzt. In Österreich wurde aufbauend auf den Nationalen Umweltplan (NUP) unter Federführung des Bundesministers für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Vorfeld des Europäischen Rates von Göteborg das Grünbuch „Österreichs Zukunft nach­haltig gestalten“ erstellt.

Informieren Sie sich hierzu auch unter: Externe Verknüpfung www.nachhaltigkeit.at

Das Grünbuch für ein nationales Leitbild für Lebensqualität, Standortqualität und Umwelt wurde im Frühjahr 2001 von ExpertInnen der Bundesministerien, der Sozialpartner und der Wis­senschaft erarbeitet. Die Hauptansatzpunkte bilden die Themen:

  • Lebensqualität in Österreich,
  • Langfristige Sicherung des Wirtschaftsstandortes in Österreich,
  • Vielfalt und Qualität der Lebensräume Österreichs,
  • Österreichs Verantwortung: eine aktive Rolle in Europa und der ganzen Welt.

Der Europäische Rat von Göteborg einigte sich auf eine Strategie für nachhaltige Entwicklung, die auf dem Grundsatz beruht, dass die Er­füllung der Bedürfnisse derzeitiger Generationen sicherzustellen sei, ohne dadurch die Erfül­lung der Bedürfnisse künftiger Generationen zu beeinträchtigen (Brundtland Report, RIO-Deklaration/Agenda 21). Hierzu ist es erforderlich, die Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik so zu gestalten, dass sie sich gegenseitig verstärken. Die Mitgliedstaaten wurden aufgefordert, eigene nationale Nachhaltigkeitsstrategien zu erarbeiten und umfassende nationale Konsultations­prozesse in diesem Bereich zu schaffen.

 
Österreichische Strategie
 

Die als Ergebnis dieses vom Europäischen Rat eingeforderten Prozesses vom Ministerrat am 30. April 2002 angenommene „Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung“

  • weist klare und langfristige Ziele für ein „Nachhaltiges Österreich“ aus, um eine kohärente Ausrichtung der sektoralen Politiken zu gewährleisten,
  • definiert effiziente Instrumente, Maßnahmen und Indikatoren zur Umsetzung der Strategie,
  • entwickelt institutionelle Innovationen, um diesen Prozess zu steuern und zu gestalten,
  • und hebt die Rolle von Bildung, Kommunikation und Information als wesentliche Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung hervor.

Mit der Neuorientierung der Bund/-Bundesländer-Kooperation auf "Nachhaltige Entwicklung" stellen Bund und Länder dieses bewährte Förderungsinstrument auf eine neue Basis: das Instrument wird zum föderalen Forum bei der Umsetzung der vom Ministerrat angenommenen „Österreichischen Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung“. Aus wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Sicht ist es dabei unumgänglich, Forschung und ihre Ergebnisverwertung in einer gemeinsamen Perspektive zu sehen.

 
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