Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Was ist das RAMSAR - Übereinkommen

Internationale Schutzgebiete nach der Ramsar-Konvention

Feuchtgebiete, wie z.B. Bäche, Flüsse, Seen, Quellen und Moore, sind ein wichtiger Teil im globalen Wasserkreislauf. Sie beherbergen eine Vielfalt an Lebensgemeinschaften und zeichnen sich durch ihre hohe ökologische Bedeutung, wie z.B. in der Artenvielfalt von Flora und Fauna, aus. Viele ihrer Funktionen kommen dem Menschen zugute.
Sie sind Trinkwasserreservoirs, tragen zur Verbesserung der Wasserqualität bei, verringern durch Speichern von Niederschlägen die Auswirkungen von Überschwemmungen und dienen vielfach als Erholungsräume. Feuchtgebiete zählen jedoch weltweit zu den gefährdetsten Lebensräumen.

Bei kaum einem anderem natürlichem Lebensraum mußten in den letzten Jahrzehnten derartige Flächenverluste hingenommen werden. Als Ursachen dieser Entwicklung sind vor allem wasserbauliche Maßnahmen, energiewirtschaftliche Nutzung, Entwässerung, Verbauung, Müllablagerungen, Eutrophierung, Nutzungsänderung und intensive Freizeitnutzung zu nennen. Zum Schutz von Feuchtgebieten wurde 1971 das "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung" in der iranischen Stadt Ramsar beschlossen.

Dieses Übereinkommen ist ein zwischenstaatlicher Vertrag, der die Rahmenbedingungen für die internationale Zusammenarbeit zum Schutz von Feuchtgebietslebensräumen festlegt. Ursprünglich war die Ramsar-Konvention auf den Schutz der ziehenden Wasser- und Watvögel ausgerichtet. Aufgrund der Ergebnisse nachfolgender Konferenzen der Vertragsparteien, liegen nun die Ziele des Ramsar-Übereinkommens im generellen Schutz wichtiger und seltener Feuchtgebiete. Vor allem dem Verlust und der fortschreitenden Beeinträchtigung von Feuchtgebieten soll Einhalt geboten werden. Zur Erfüllung der Ziele übernehmen die Vertragsparteien der Konvention eine Reihe von Verpflichtungen. Zu den wichtigsten Verpflichtungen zählen: Aufnahme von mindestens einem Feuchtgebiet in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung Förderung einer wohlausgewogenen Nutzung in den übrigen Feuchtgebieten Förderung der Erhaltung von Feuchtgebieten durch die Ausweisung von Schutzgebieten Förderung der Ausbildung in den Bereichen Management und Forschung Zusammenarbeit der Vertragsparteien bei der Umsetzung der mit der Konvention verbundenen Verpflichtungen.

Zur Bestimmung von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung wurden Kriterien festgelegt. Die Feuchtgebiete, die zumindest einem Kriterium entsprechen müssen, werden nach ihrer internationalen ökologischen, botanischen, zoologischen, limnologischen und hydrologischen Bedeutung ausgewählt. Derzeit stehen weltweit über 1000 Ramsar-Gebiete auf der Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Für "wohlausgewogene Nutzung" (wise use) wurde 1987 bei der Konferenz der Vertragsparteien in Regina (Kanada) folgende Definition festgelegt: "Unter wohlausgewogener Nutzung von Feuchtgebieten ist ihre nachhaltige Nutzung zum Wohle der Menschheit in einer mit dem Erhalt der Naturgüter des Ökosystems im Einklang stehenden Weise zu verstehen". Die Bestimmungen über die wohlausgewogene Nutzung gelten sowohl für die in der Liste stehenden Feuchtgebiete (Ramsar-Gebiete) als auch alle anderen Feuchtgebiete eines Vertragsstaates. Das "Feuchtgebietsinventar Österreich - Grundlagenerhebung" (s. Literaturliste) gibt einen ersten Überblick über Feuchtgebiete Österreichs, deren Bedeutung über den regionalen Bereich hinausgeht. Insgesamt wurden 357 Gebiete aufgenommen und beschrieben.

Diese Grundlagenerhebung kann als erster Schritt für das von den Konferenzen der Ramsar-Vertragsstaaten geforderte "Nationale Feuchtgebietsprogramm" gesehen werden. Die Kenntnis der Feuchtgebiete und ihrer Werte spielt als Teil des "wise use concepts" (Konzept zur wohlausgewogenen Nutzung) eine wichtige Rolle. © 1997 Umweltbundesamt Feuchtgebiete, wie z.B. Bäche, Flüsse, Seen, Quellen und Moore, sind ein wichtiger Teil im globalen Wasserkreislauf. Sie beherbergen eine Vielfalt an Lebensgemeinschaften und zeichnen sich durch ihre hohe ökologische Bedeutung, wie z.B. in der Artenvielfalt von Flora und Fauna, aus. Viele ihrer Funktionen kommen dem Menschen zugute. Sie sind Trinkwasserreservoirs, tragen zur Verbesserung der Wasserqualität bei, verringern durch Speichern von Niederschlägen die Auswirkungen von Überschwemmungen und dienen vielfach als Erholungsräume. Feuchtgebiete zählen jedoch weltweit zu den gefährdetsten Lebensräumen. Bei kaum einem anderem natürlichem Lebensraum mußten in den letzten Jahrzehnten derartige Flächenverluste hingenommen werden.

Als Ursachen dieser Entwicklung sind vor allem wasserbauliche Maßnahmen, energiewirtschaftliche Nutzung, Entwässerung, Verbauung, Müllablagerungen, Eutrophierung, Nutzungsänderung und intensive Freizeitnutzung zu nennen. Zum Schutz von Feuchtgebieten wurde 1971 das "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung" in der iranischen Stadt Ramsar beschlossen. Dieses Übereinkommen ist ein zwischenstaatlicher Vertrag, der die Rahmenbedingungen für die internationale Zusammenarbeit zum Schutz von Feuchtgebietslebensräumen festlegt. Ursprünglich war die Ramsar-Konvention auf den Schutz der ziehenden Wasser- und Watvögel ausgerichtet. Aufgrund der Ergebnisse nachfolgender Konferenzen der Vertragsparteien, liegen nun die Ziele des Ramsar-Übereinkommens im generellen Schutz wichtiger und seltener Feuchtgebiete. Vor allem dem Verlust und der fortschreitenden Beeinträchtigung von Feuchtgebieten soll Einhalt geboten werden. Zur Erfüllung der Ziele übernehmen die Vertragsparteien der Konvention eine Reihe von Verpflichtungen. Zu den wichtigsten Verpflichtungen zählen:
Aufnahme von mindestens einem Feuchtgebiet in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung Förderung einer wohlausgewogenen Nutzung in den übrigen Feuchtgebieten Förderung der Erhaltung von Feuchtgebieten durch die Ausweisung von Schutzgebieten Förderung der Ausbildung in den Bereichen Management und Forschung Zusammenarbeit der Vertragsparteien bei der Umsetzung der mit der Konvention verbundenen Verpflichtungen.

Zur Bestimmung von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung wurden Kriterien festgelegt. Die Feuchtgebiete, die zumindest einem Kriterium entsprechen müssen, werden nach ihrer internationalen ökologischen, botanischen, zoologischen, limnologischen und hydrologischen Bedeutung ausgewählt. Derzeit stehen weltweit über 1000 Ramsar-Gebiete auf der Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Für "wohlausgewogene Nutzung" (wise use) wurde 1987 bei der Konferenz der Vertragsparteien in Regina (Kanada) folgende Definition festgelegt: "Unter wohlausgewogener Nutzung von Feuchtgebieten ist ihre nachhaltige Nutzung zum Wohle der Menschheit in einer mit dem Erhalt der Naturgüter des Ökosystems im Einklang stehenden Weise zu verstehen". Die Bestimmungen über die wohlausgewogene Nutzung gelten sowohl für die in der Liste stehenden Feuchtgebiete (Ramsar-Gebiete) als auch alle anderen Feuchtgebiete eines Vertragsstaates.
Das "Feuchtgebietsinventar Österreich - Grundlagenerhebung" (s. Literaturliste) gibt einen ersten Überblick über Feuchtgebiete Österreichs, deren Bedeutung über den regionalen Bereich hinausgeht. Insgesamt wurden 357 Gebiete aufgenommen und beschrieben. Diese Grundlagenerhebung kann als erster Schritt für das von den Konferenzen der Ramsar-Vertragsstaaten geforderte "Nationale Feuchtgebietsprogramm" gesehen werden. Die Kenntnis der Feuchtgebiete und ihrer Werte spielt als Teil des "wise use concepts" (Konzept zur wohlausgewogenen Nutzung) eine wichtige Rolle. © 1997 Umweltbundesamt

 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons