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Kleines Sanitärmuseum

Adresse: Adresse
Fettingergasse 13
8430 Leibnitz

Kontakt:
Telefon +43 3452 82047
Fax +43 3452 71157
Öffnungszeiten: Zeiten Mo. - Fr. 8:00 - 12:00 Uhr u. 13:00 - 16:00 Uhr, Sa.,So. u. Fei nach telefonischer Vereinbarung
Leiter: Leiter  Erika Haas
Themengebiete: Themen Handwerk und Gewerbe, Kulturkundliche Sammlung
Auszeichnungen: Auszeichnung 2007: Österreichischer Museumspreis - Anerkennung
Angebot:
kind Kindergerechtes Museum
extcafe Cafe/Restaurant in der Umgebung
Zugang:
behindert Behindertengerechtes Museum - Ja


Beschreibung:

Nach 30-jähriger Sammlungstätigkeit vor dem Hintergrund eines Installationsbetriebes öffnete die Leibnitzerin Erika Haas 1994 ihre Privatsammlung auch der Öffentlichkeit. Was sie - teils belächelt, teils verwundert beäugt - zusammengetragen hat, beschäftigt sich mit einem der wichtigsten Bedürfnisse der Menschen und wird von ihr als «Kleines Sanitärmuseum» bezeichnet. In zwei Räumen ihrer Wohnung zeigt sie die Entwicklungsschritte der menschlichen Hygiene ab 1683. Aus diesem Jahr datiert ihr ältestes Stück, ein barockes Zimmerklosett. Bis zur Jahrhundertwende tut sich auf diesem Gebiet wenig, sieht man von den Raffinessen der Papierunterbringung und Entleermöglichkeiten sowie den stilistischen Ausprägungen der Stühle von Empire und Biedermeier ab.

Noch 1840 galt dabei: Wer nicht öffentlich aufs Klo geht, ist abnorm! Erst das Englische Klosett mit Keramiksitzschüssel und Wasserspülung bringt die räumliche Abtrennung, die allerdings in unserem Gebiet erst sehr vereinzelt ab 1900 anzutreffen war. Dafür entstanden in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts prächtige Ausformungen der WC-Anlage, wie beispielsweise ein mit blauen Rocaillen und Blüten bemalter Toilettensitz mit passender Waschbeckengarnitur aus Znaim zeigt. Interessante Stücke kann die Sammlerin aber auch aus Ungarn, Frankreich und England präsentieren. Sogar die Toilette eines Reisezugwaggons ist hier zu finden.

Ebenso reichhaltig sind andere Gegenstände zur Körperhygiene vertreten: von der Waschgarnitur über die frühen Zinkbadewannen bis hin zur mit farbigen Blüten und Granatäpfeln dekorierten Emailbadewanne auf Löwenpranken und einem Gasdurchlauferhitzer darüber. Dienten anfangs Waschkrüge zur Reinigung der Hände, kamen auch an die Wand gehängte Lavabo-Behälter zur Anwendung ehe die Wasserleitung das Wasser bis in die Häuser brachte. Von 1871 findet sich das erste Musterblatt als Katalog für Armaturen. Weitere Musterblätter für diverse Sanitärgegenstände ab dem 19. Jahrhundert ergänzen den eindrucksvollen Ausflug in die Vergangenheit des scheinbar Alltäglichen, wobei der Blick auf die typische und altbekannte Bassena deutlich werden läßt, wie jung der heutige Sanitärstandart eigentlich ist.

Veranstaltungen:

Sonstiges: Lange Nacht der Museen

vom 06.10.2014 - 06.10.2014

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:

Stadtführung durch die Weinstadt Leibnitz