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Problemarten

Neophyten

   

Problemarten („Aliens")

 

Auslöser einer Neubesiedlung durch eine Problemart sind vielfach Standortveränderungen und damit verbunden Störungen in der Pflanzen- und Tiergemeinschaft.

Problemarten gehören zu den Neobiota.

Unter dem Begriff Neobiota werden alle nach 1492 unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen nach Österreich gelangten Organismen zusammengefasst.

Es gibt seit dem Jahr 2002 eine vom Umweltbundesamt erstellte Studie über Neobiota in Österreich, aus der nachfolgende Beschreibungen größtenteils übernommen wurden.

 

Pflanzenarten (Neophyten)

 

In Österreich wurden bis 2002 insgesamt 1.110 neophytische Gefäßpflanzen nachgewiesen, die den ca. 2.950 Gefäßpflanzenarten der Flora Österreichs gegenüberstehen.

Somit liegt der Anteil der Neophyten an der Gesamtflora Österreichs bei ca. 27%

Insgesamt 14 neophytische Gefäßpflanzen verursachen bedeutende wirtschaftliche Schäden. Vor allem die Landwirtschaft, auch die Forstwirtschaft, Gewässerinstandhaltung und gesundheitliche Aspekte werden von diesen Problemarten betroffen.

Für den Naturschutz problematisch sind 17 Arten der Neophyten Österreichs, die als invasive Neophyten in naturnahe Lebensräume eindringen. Dazu gehören z.B. folgende Arten: Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera), Götterbaum (Ailanthus altissima), Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum), Robinie oder falsche Akazie (Robinia pseudoacacia), Kanadische und Spätblühende Goldrute (Solidago canadensis, S. serotina), Aufrechte Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), Japan Knöterich (Fallopia japonica), Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) usw.

 

Tierarten (Neozoen)

 

Die Neozoen machen ca. 1% der gesamten österreichischen Fauna aus. Weniger als 10% dieser Arten (ca. 46) stellen aus naturschutzfachlicher Sicht eine Bedrohung der autochthonen Biodiversität dar. Für etwa 30% der Neozoen wird eine negative wirtschaftliche Bedeutung angenommen. Insgesamt wird die Zahl der in Österreich vorkommenden Neozoen in den untersuchten taxonomischen Gruppen auf 700 bis 800 Arten geschätzt.

Für den Naturschutz bedeutsame Veränderungen durch Neozoen werden vor allem von Wirbellosen verursacht, z.B. Amerikanische Flusskrebse (Pastifastacus leniusculus, Orconectes limosus) bedrohen als Krankheitsüberträger die einheimischen Flusskrebse.

Die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) dringt in naturnahe Standorte vor und ist für den Rückgang zahlreicher heimischer Schneckenarten verantwortlich.

Unter den Wirbeltieren sind z. B: Waschbär (Procyon lotor) und Marderhund (Nyctereutes procyonoides) als potenziell invasive Bedrohung der autochthonen Biodiversität zu erwähnen.

In Zukunft ist mit weiteren Neobiota zu rechnen. Die zunehmende Habitatfragmentierung, die prognostizierte Klimaerwärmung und die weitreichenden Veränderungen von Lebensräumen stellen einen, die Ausbreitung von Neobiota fördernden Faktor dar, ebenso der „time-lag" (d.h. die meist mehrere Jahrzehnte umfassende Zeitverzögerung zwischen erstmaligem Auftreten und vollständiger Etablierung in einem Gebiet).

 

Nachfolgende links beinhalten Beschreibungen und Maßnahmen zur Bekämpfung verschiedener Problemarten.

 

 

  Externe Verknüpfung http://www.neophyten.at/

  Externe Verknüpfung http://www.ubavie.gv.at/  

  Externe Verknüpfung http://www.issg.org/

  Externe Verknüpfung http://www.gisp.org/

  Externe Verknüpfung http://www.cps-skew.ch/

 

 

 

 
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