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Der Eschenahorn

Eschenahorn 
Eschenahorn
Der Eschenahorn (Acer negundo) ist ein Laubbaum aus der Familie der Ahorngewächse (Aceraceae). Er wird in diversen gärtnerischen Varietäten angepflanzt, invasiv ist aber v.a. der Silbereschenahorn, Acer negundo variegatum.

Erscheinungsbild

Blatt 
Blatt
Blütenstand 
Blütenstand

Der Eschenahorn wächst oft mehrstämmig und erreicht meist nur eine Höhe von 6 Metern, höchstens aber 25 Metern. Die Blätter ähneln denen der Esche, sie sind unpaarig gefiedert.

 

 

 

Das gesamte Fiederblatt erreicht Ausmaße von 20 Zentimetern Länge und 15 Zentimetern Breite. Die einzelnen Blättchen sind auf der Unterseite oft heller und leicht behaart. Die Zweige sind kahl, glänzend und gerade bei jungen Trieben oft bläulich oder weißlich bereift. Die Pflanze ist zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Individuen. Die Blütenknospen sind seidig weiß. Die weiblichen Blütenstände bilden Trauben, die männlichen kurze, büschelige Rispen. Es werden Teilfrüchte mit Teilflügeln ausgebildet, bis zu 20000 pro Baum, diese reifen sehr früh.

Wuchsbedingungen

Der Eschenahorn ist anspruchslos, allerdings bevorzugt er sonnige bis halbschattige Plätze. Aber auch im Schatten gedeiht er, breitet sich dort allerdings eher seitlich denn nach oben aus. Er wächst auf Ruderalstandorten genauso wie in naturnahen Auwäldern. Er ist relativ resistent gegenüber allen in der Stadt auftretenden Faktoren, verträgt Trockenheit und Frost. Als ursprüngliche Auwaldpflanze verträgt er auch schwankende Wasserstände. Er kann ein Alter von etwa 50 Jahren erreichen, der Baum wird im Alter allerdings leicht brüchig.

Einbringungswege

Der Eschenahorn stammt aus Nordamerika, wo er vorwiegend einen seltenen Bestandteil von Auwäldern darstellte. Im Zuge der Besiedlung hat sich diese Pionierpflanze auch in ihrer ursprünglichen Heimat an Standorten ausgebreitet, wo sie natürlicherweise nicht vorkommt. Bereits im 17. Jahrhundert finden sich in der Literatur Erwähnungen des Baumes in europäischen Gärten, er wurde also als Zierpflanze eingeführt und seine heutige Ausbreitung geht v.a. auf von Menschen angepflanzte Exemplare zurück.

Bekämpfungsmaßnahmen

Ringelung 
Ringelung
Der Eschenahorn ist ein Neophyt und hat großes invasorisches Potential, trotzdem gibt es Gründe, die in manchen Fällen gegen eine Bekämpfung sprechen. Eine Verdrängung natürlicher Baumarten im Wald durch den Eschenahorn ist nicht sicher dokumentiert. Auch ist der Erfolg der Bekämpfung zweifelhaft, weil wegen der nunmehrigen Häufigkeit des Eschen-Ahorns in vielen Gebieten ständig mit nachkeimenden Samen zu rechnen ist. Als sinnvoll erweist sich eine Bekämpfung, um noch nicht betroffene Biotope vor einer Etablierung des Eschenahorns zu schützen. In diesem Fall müssen aber begleitend einheimische Bäume nachgepflanzt werden, um den Bestand zu schützen. Auf ein Fällen reagiert der Eschenahorn mit starkem Stockausschlag, daher empfiehlt sich hier das Ringeln. Dabei wird die Rinde im 1. Jahr, im Sommer, in einem breiten Band rund um den Stamm entfernt, nur ein schmaler Steg bleibt stehen. Dieser kann dann im nächsten Jahr entfernt werden. 2 Jahre nach der Ringelung kann der Baum schließlich gefällt werden. Durch diese Maßnahme wird der Saftstrom unterbrochen und der Baum entscheidend geschwächt und ein langsames Absterben eingeleitet.
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