Wirtschaft in der Steiermark
Wirtschaft und Konjunktur 2009/2010
Aktuelle Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung in Österreich und der Steiermark
Wirtschaftsvergleich Steiermark - Niederösterreich
Ein statistischer Vergleich im Überblick anhand der Bevölkerung, Wirtschaftsstruktur und Arbeitslosigkeit
Ein Überblick über die wirtschaftliche Situation in der Steiermark
Die Steiermark: ein Überblick über die wirtschaftliche Situation
Das
Bruttoregionalprodukt ist das BIP auf regionaler Ebene. Die Auswertung dieser Daten ist relativ schwierig und langwierig, weil die regionale Zurechnung problematisch ist. Die hier vorliegenden Werte aus dem Jahr 2009 sind daher die aktuellsten.
Im Österreich gab es im Jahr 2009 einen Rückgang des BIPs in der Höhe von 7.928 Mio. Euro bzw. -2,8%. Im Bundesländervergleich hat 2009 Wien mit 72.063 Mio. Euro (-2,2%) das höchste Bruttoregionalprodukt (BRP). Die Steiermark liegt mit einem BRP von 34.395 Mio. Euro (-3,5%) auf dem vierten Platz. Das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 6.304 Mio. Euro hinter Vorarlberg mit 12.754 Mio. Euro.
Der
Anteil der Bundesländer am österreichischen BIP ist über die Jahre hinweg relativ konstant.
Die
Bruttowertschöpfung ergibt sich aus der Summe des gesamten Outputs abzüglich der Vorleistungen. Somit liegt der Unterschied zum BIP darin, dass weder die Steuern noch die Subventionen auf Güter und Dienstleistungen berücksichtigt sind. Die aktuellsten endgültigen Daten stammen aus dem Jahr 2008.
Der
Anteil von Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht (primärer Sektor) macht im Jahr 2008 2,8% (903 Mio. Euro) aus. Dieser Sektor verbuchte nach der seit 1997 erstmaligen Erhöhung im Jahr 2007 wieder einen Rückgang im Anteil, was an der verhältnismäßig sehr geringen Wachstumsrate von 0,4% (+4 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr liegt.
Laut aktueller WIFO-Schätzung (Mai 2011) stieg die
Bruttowertschöpfung im Jahr 2010 in Österreich um durchschnittlich 2,6% gegenüber dem Vorjahr. Die Steiermark konnte nach dem Rückgang im Jahr 2009 einen überdurchschnittlichen Anstieg von 3,4% der Bruttowertschöpfung verbuchen.
Weiters darf hier auf aktuelle Ergebnisse zu
regionalen Konjunkturindikatoren auf Bundesländerebene für das Jahr 2010 verwiesen werden (WIFO-Berechnungen, Mai 2011).
Aktuelle Ergebnisse:
3. Quartal 2011 (Veränderung gegenüber Vorjahresquartal)
Im Euroraum verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal und diese Entwicklung setzte sich dann auch im 3. Quartal 2011 fort (+0,2% gegenüber Vorjahr). In Österreich gab es im gesamten 3. Quartal 2011 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von +2,7% bzw. +0,3% gegenüber dem Vorquartal.
In der Steiermark stieg im 1. Halbjahr 2011 die
Bruttowertschöpfung um +4,8% gegenüber dem Vorjahr an.
Durch die nach wie vor positive Entwicklung des Außenhandels, konnte vor allem die Sachgüterproduktion profitieren. In der Steiermark stieg die Sachgüterproduktion im 3. Quartal 2011 erneut an. Der Produktionswert (Wert der abgesetzten Produktion) konnte um +11,6% gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert werden und liegt damit über dem Bundesschnitt von 11,3%.
Im Bauwesen kam es im 3. Quartal 2011 in der Steiermark zu einem Anstieg des Produktionswertes von +4,1% gegenüber dem Vorjahresquartal, die Entwicklung der technischen Produktion (GNACE) im Bauhauptgewerbe zeigt nur ein schwaches Wachstum (+0,4%).
Im Tourismussektor (Sommerhalbjahr 2011) gab es in der Steiermark bei den Ankünften (+4,7%) als auch bei den Nächtigungen (+2,7%) hohe Wachstumsraten. Im Mittel verbrachten die Gäste 3,2 Nächte je Aufenthalt in der Steiermark.
Bei den unselbständig Beschäftigten konnte im 3. Quartal 2011 eine Steigerung von 1,9% gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt werden (Österreich +2,1%). Im 4. Quartal gab es in der Steiermark ein Plus von 2,0% (Ö: +2,0%). Die Zahl der Arbeitslosen sank im 3. Quartal 2011 um -2,5% (Österreich: +0,5%) und im 4. Quartal um -0,3% (Ö: +1,6%).
Die Arbeitslosenquote (saisonbereinigt) betrug im 3. Quartal 2011 6,4% (Ö: 6,7%) und im 4. Quartal 6,5% bzw. 6,7%.
Wie das Bruttoregionalprodukt ist auch der regionale Außenhandel schwierig zu erheben, da z.B. Betrieb und Unternehmen nicht im gleichen Bundesland sein müssen. Aufgrund der Unsicherheiten fehlen entsprechende regionale Auswertungen der Statistik Austria.
Mit
Exporten in der Höhe von 13,6 Mrd. Euro ist die Steiermark in absoluten Werten das viertstärkste Bundesland nach Oberösterreich (25,9 Mrd. Euro), Niederösterreich (16,6 Mrd. Euro) und Wien (14,9 Mrd. Euro). Im Vergleich zum Vorjahr kam es in der Steiermark zu einem Anstieg der Exporte um 16,9% (Bundessschnitt: 16,7%). Den größten Anstieg verzeichnet das Burgenland mit 53,8%.
Die Steiermark wies im Jahr 2010
Importe in der Höhe von 8.939 Mio. Euro auf und liegt damit an fünfter Stelle, nach Wien, Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg. Im Vergleich zum Vorjahr kam es in der Steiermark zu einem Anstieg der Importe um 28,6%.
Auf
NUTS3-Ebene stammen die aktuellsten Daten zur Bruttowertschöpfung aus dem Jahr 2009.
Eine aktuelle Analyse der Entwicklung der NUTS-3-Regionen in der Steiermark finden Sie hier.
Primärer Sektor: Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Fischzucht
Sekundärer Sektor: Bergbau, Sachgütererzeugung, Energie- und Wasserversorgung, Bauwesen.
Tertiärer Sektor: Handel, Reparatur von KFZ und Gebrauchsgüter, Beherbergungs- und Gaststättenwesen, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, Kredit- und Versicherungswesen, Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, Unterrichtswesen, Gesundheits-,Veterinär- und Sozialwesen, Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen, private Haushalte.
Auf NUTS3-Ebene sind für die Steiermark für 2009 auch Daten zum
Bruttoregionalprodukt verfügbar.
Mehr Informationen zu diesen und weiteren Themenbereichen finden Sie aber auch im Heft
5/2011 der Steirischen Statistiken
Hier befindet sich der Link zum
Wirtschaftsatlas Österreich der Statistik Austria.
Zahlreiche Unternehmen sind jährlich dazu verpflichtet, ihre Leistungs- und Strukturdaten an STATISTIK AUSTRIA zu melden. Um die Meldung für die Unternehmen so einfach wie möglich zu gestalten, werden auf der Homepage von STATISTIK AUSTRIA unter
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Die neugestaltete Internetseite zur Leistungs- und Strukturstatistik finden Sie
hier.
Weitere Informationen zu den elektronischen Fragebögen finden Sie auf der Internetseite von
Statistik Austria.









