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Das war der 3. Pfingstdialog Geist & Gegenwart

"Der Geschmack Europas" - 2009

In der nunmehr dritten Auflage des steirischen Pfingstdialogs zeigte sich bereits bei der Eröffnung, dass sich diese Tage der interkulturellen Begegnung zu einer guten Tradition entwickelt haben. Den "offenen Dialog zu Fragen der Gegenwart und Zukunft über Grenzen hinweg als Impulsgeber für Reform- und Innovationsprozesse" verkündete bei der Begrüßung bereits Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, nachdem  "Hausherr" Diözesanbischof Egon Kapellari, Superintendent Hermann Miklas, Rektor Georg Schulz (Kunstuniversität Graz) sowie Bernhard Pelzl (JOANNEUM RESEARCH) diesen Dialog eingeleitet hatten.

Ebenso kurzweilig wie geistreich gestaltete sich das Auftakt-Referat des deutschen Bestseller-Autors Manfred Lütz ("Gott. Eine kleine Geschichte des Größten"). Der brillante Keynote-Speaker nahm in seiner fulminanten Rede Einblicke in die mitteleuropäische Geisteshaltung, vom einleitenden Kaiserschmarrn über den allgemeinen Gesundheitswahn bis zum Gottesbild von Atheisten.

Für die Besucherinnen und Besucher der Eröffnungsveranstaltung, unter ihnen Mit-Initiatorin Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, Landeshauptmann a.D. Waltraud Klasnic, 2. Landtagspräsidentin Walburga Beutl, Generalvikar Helmut Burkhard, Bischofsvikar Willibald Rodler, Styria International-Vorstand Klaus Schwaighofer, Klubobmann Christopher Drexler, Wirtschaftskammer-Direktor Thomas Spann und Messepräsidentin Helga Ranner sowie namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, war dies der verheissungsvolle Auftakt für horizonterweiternde Tage im Zeichen der interkulturellen Begegnung. Besonderer Wert wurde auf die Teilnahme der jüngeren Generationen gelegt: über hundert StipendiatInnen erhielten die Möglichkeit, am Pfingstdialog teilzunehmen; für sie gab es auch ein maßgeschneidertes Europa-Seminar.

 
von li nach re: Waltraud Klasnic, Manfred Lütz, Egon Kapellari, Hermann Schützenhöfer, Kristina Edlinger-Ploder, Hermann Miklas 
von li nach re: Waltraud Klasnic, Manfred Lütz, Egon Kapellari, Hermann Schützenhöfer, Kristina Edlinger-Ploder, Hermann Miklas
 

Was schon das Generalthema „Der Geschmack Europas" und die Liste der ReferentInnen und
DiskutantInnen im Vorfeld verheissen haben, wurde bei Impulsreferaten, den Foren und
Insiemegruppen, und nicht zuletzt bei den vielen Einzelgesprächen der Teilnehmerinen und Teilnehmer spürbar: Der Pfingstdialog bot auch dieses Jahr eine Plattform für einen spannenden und umfassenden Dialog.

Ein gemeinsamer Ansatz war deutlich zu erkennen: Der breite Wille, an Europa teil zu haben, die Gemeinschaft weiter zu entwickeln, interkulurelle Zugänge zu schaffen, und nicht zuletzt "Europa zu schmecken" steht außer Frage, auch wenn das Bewusstsein für die Herausforderungen, die es noch zu bewältigen gilt, stark ausgeprägt ist. Dies unterstreicht auch die Schlusserklärung, in der es heißt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Geist und Gegenwart sehen es als ihre Aufgabe an, ein Netzwerk für ein Europa der Humanität zu sein.

„Ein Kapitalismus ohne Menschlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit hat keine Moral und auch
keine Zukunft!", zeichnete der Münchner Erzbischof Reinhard Marx ein Bild, wie es uns in den
vergeangenen Monaten tagtäglich begegnet ist. Ein Ansatz, der auf breite Zustimmung traf und
durch verschieden Ansätze durch die Referenten erweitert wurde. Hans Staud, erfolgreicher
Unternehmer aus Wien, zeigt deutlich die engen Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher
Entwicklung und den dahinterstehenden Menschen auf: „Wie steht es mit der Haftung der Manager
auf Zeit? Aus der Perspektive von Klein- und Mittelunternehmen sowie der Bauern sei gesagt: Hier haften Familien persönlich." In globaler Sicht sieht auch der deutsche Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die weitere Entwicklung durchwegs positiv: „Die Tradition Europas, vereint in einer Werte- und
Wirtschaftsgemeinschaft, verleihen uns weltweit Attraktivität. Vielfalt in Einheit ist das
Geheimnis unseres Erfolges, aus dem Innovationen von morgen entstehen." Auch Hausherr
Diözesanbischof Egon Kapellari zeichnet ein ähnliches Bild: „Trotz vieler kultureller, politischer
und wirtschaftlicher Erosionen ist in den vergangenen Jahrzenhten viel getan worden, um
Europas Geltung im Welthorizont zu stärken".

Dem Anliegen von Geist & und Gegenwart, zu einem seriösen und nachhaltig wirkenden Dialog
über wichtige Fragen unserer Zeit mit dem Fokus Europa beizutragen, wurde die Veranstaltung
in allen Belangen gerecht. „Wir wollen eine sachlich fundierte Auseinandersetzung mit einem
sorgfältigen Abwägen von Pro- und Contra- Positionen fördern und demagogischen und
gefährlichen Simplifizierungen entgegenwirken", betont Landeshauptmann Stv. Hermann
Schützenhöfer abschließend.

Geist und Gegenwart ist eine Veranstaltung des Landes Steiermark in Partnerschaft mit der
Diözese Graz- Seckau und in Kooperation mit JOANNEUM RESEARCH sowie dem Club Alpbach
Steiermark.

 
Kontakt
A3 - Wissenschaft und Forschung 
A3 - Wissenschaft und Forschung
 

Kontakt:
Prof. Herwig Hösele, +43 676 86 66 3404
Abteilung 3 - Wissenschaft und Forschung
Burggasse 9, 8010 Graz

presse@geistundgegenwart.at
Externe Verknüpfung www.geistundgegenwart.at

 
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