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Reformpoolprojekte

Im Rahmen des Reformpools, der aus Mittel der Sozialversicherung sowie des Landes Steiermark finanziert wird, werden Projekte umgesetzt. Ziel dieser Projekte ist die Erhöhung der Effektivität und Effizienz des Gesundheitswesens in gesamtwirtschaftlicher Sicht sowie soll eine nachhaltige Wirkung unbedingtes Ziel sein.

Generell soll die Umsetzung von Reformpoolprojekten zu einer besseren und kostengünstigeren Leistungserbringung führen, die vor allem dem Wohl der Patientinnen und Patienten zu Gute kommt. Grundsätzlich soll durch Proformpool-Projekte die Nahtstelle zwischen den einzelnen Sektoren verbessert werden.


Themenbereiche für Reformpoolprojekte

Projekte und AnsprechpartnerInnen in der Geschäftsstelle

 

Links zu Reformpoolprojekten:
Externe Verknüpfung Integrierte Versorgung Schlaganfall



 


Reformpoolprojektinformationen:

 
Themenbereiche der Reformpoolprojekte
• Projekte der Integrierten Versorgung (insbesondere die Versorgung von Diabetes-PatientInnen,
   von Schlaganfall-PatientInnen, von PatientInnen mit koronaren Herzkrankheiten, von PatientInnen
   mit nephrologischen Erkrankungen und das Entlassungsmanagement);
• Projekte, die Leistungsverschiebungen zwischen dem intra- und extramuralen
   Bereich zur Folge haben;
• Pilotprojekte zur sektorenübergreifenden Finanzierung des ambulanten Bereichs;
• Projekte, die bereits während der Laufzeit der Vereinbarung gemäß 
   Art. 15a B-VG (BGBl. I Nr. 73/2005)
   beschlossen wurden; zur Fortsetzung dieser Projekte sind die bereits
   dafür vereinbarten Mittel bereitzustellen.
 
Projekte und AnsprechpartnerInnen

Für folgende Reformpoolprojekte wurde in der Gesundheitsplattform ein Durchführungsbeschluss gefasst:

Nephrologische Versorgung in der Steiermark
   Auskünfte: GF DI Harald Gaugg, +43 (0)316 877-4854,
                     GF Dr. Gert Klima, +43 (0)316 877-5567,
   gfst@stmk.gv.at

Pilotprojekt zur sektorenübergreifenden Finanzierung des ambulanten Bereichs: MR-Institut Stolzalpe
   Auskünfte: Michaela Schröttner, +43 (0)316 877-5578,
   michaela.schroettner@stmk.gv.at

„Herz.Leben"
   Auskünfte: Ing. Johannes Strohriegel, +43 (0)316 877-5576,
   johannes.strohriegel@stmk.gv.at

Disease Management Programm „Therapie Aktiv" für Diabetes mellitus Typ 2 in der Steiermark
   Auskünfte: Ing. Johannes Strohriegel, +43 (0)316 877-5576,
   johannes.strohriegel@stmk.gv.at

Integrierte Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in der Steiermark
   Auskünfte: Dr. Johannes Koinig, +43 (0)316 877-5547,
   johannes.koinig@stmk.gv.at

Integrierte Versorgung für koronare Herzkrankheit und/oder Aortenstenose in der Steiermark
   Auskünfte: Dr. Johannes Koinig, +43 (0)316 877-5547,
   johannes.koinig@stmk.gv.at

Projekt Rückenschmerz ade - ein leitlinienorientiertes, interdisziplinäres Behandlungskonzept
   Auskünfte: Mag.a Lydia Springer, +43 (0)316 877-5942,
   lydia.springer@stmk.gv.at

Best-Practise-Modell vernetztes teleunterstütztes Management chronischer Wunden
   Auskünfte: Ing. Johannes Strohriegel, +43 (0)316 877-5576,
   johannes.strohriegel@stmk.gv.at

 

 
Nephrologische Versorgung in der Steiermark
Aufbauend auf der Analyse der nephrologischen Versorgung und Konzeptentwicklung zur Verbesserung der Versorgungssituation von PatientInnen mit terminalem Nierenversagen in der Steiermark durch die Joanneum Research Forschungsgesellschaft (Phase I des Projekts „Nephrologische Versorgung in der Steiermark") wurde 2008 die Phase II des Projekts durchgeführt. Ziel war die Restrukturierung der nephrologischen Versorgung in der Steiermark.

Folgende Arbeitspakete wurden bearbeitet:
1. Entwicklung klarer Regeln, zu welchem Zeitpunkt und unter
    welchen Bedingungen PatientInnen mit terminalem Nierenversagen
    auf die Warteliste für eine Nierentransplantation gesetzt werden.
    Dies beinhaltet eine Regelung der Verantwortlichkeiten und die
    Definition medizinischer Richtlinien sowie die Definition eines
    Ablaufprozesses zur präoperativen Diagnostik.
2. Entwicklung einer verbindlichen Richtlinie, wann und unter welchen
    medizinischen Aspekten PatientInnen mittels Hämodialyse
    therapiert werden sollen;
    Implementierung von Überweisungsempfehlungen im Sinne eines
    integrierten Versorgungskonzepts;
    Festlegung eines geeigneten organisatorischen Ablaufs bis zur
    Bewilligung dieser Therapie.
3. Entwicklung der notwendigen Maßnahmen zur Anhebung des
    Anteils an PatientInnen mit Peritonealdialyse;
    verbindliche Festlegung medizinischer Richtlinien;
    Definition der strukturellen Notwendigkeiten.
4. Fertigstellung eines PatientInnenschulungsprogramms für
    PatientInnen in der präterminalen Phase (ca. sechs Monate vor
    endgültigem Nierenversagen) zur Vorbereitung auf eine
    Nierenersatztherapie und Schaffung der notwendigen strukturellen
    Voraussetzungen. Ergänzend dazu wird auch Informationsmaterial
    für die PatientInnen erstellt, das bei den betreuenden ÄrztInnen
    aufgelegt werden kann.
5. Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Forcierung der
    dezentralen Nachsorge nach einer Nierentransplantation am LKH-
    Univ.Klinikum Graz.

Die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Arbeitspakete erfolgte durch FachexpertInnen aus allen relevanten Versorgungsbereichen in der Struktur kleiner Arbeitsgruppen.

 
Pilotprojekt zur sektorenübergreifenden Finanzierung des ambulanten Bereichs: MR-Leistungen Stolzalpe
Lt. Vereinbarung gem. Art. 15 a B-VG über die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens, LGBl.Nr. 55/2008 dient der Reformpool der Förderung von Pilotprojekten zur sektorenübergreifenden Finanzierung des ambulanten Bereichs. Bis zur Entscheidung über eine sektorenübergreifende Finanzierung des ambulanten Bereichs sind für diese Projekte seitens des Landes und der Sozialversicherung die jeweils vereinbarten Mittel einzubringen.

Seit April 2007 ist am LKH Stolzalpe ein Magnetresonanztomograph (MRT) mit offenem System in Betrieb. Da wiederholt im Großgerätebereich aus Kostengründen Verschiebungen zu Lasten der PatientInnen vorgenommen wurden, sollte erstmalig durch ein Pilotprojekt zur sektorenübergreifenden Finanzierung des ambulanten Bereichs eine einheitliche Abgeltung im ambulanten Bereich (Leistungen der Spitalsambulanz und des extramuralen Bereichs) vorgenommen werden. Start des Projekts bzw. der sektorenübergreifenden Abgeltung ambulanter Leistungen war der 1. März 2008. Das Projekt soll in dieser Form bis zu einer endgültigen Entscheidung über eine Umstellung des Abrechnungssystems im ambulanten Bereich (Artikel 9 Abs. 4 der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG) laufen.

Im Rahmen des Projekts werden Leistungen an Versicherten der unter dem Geschäftsausschuss der Stmk. Krankenversicherungsträger zusammengefassten Versicherungsträger zu gleichen Teilen durch die Sozialversicherung und den Gesundheitsfonds abgegolten. Die ambulanten Untersuchungen an PatientInnen, die aus dem niedergelassenen Bereich zugewiesen werden sowie an spitalsambulanten PatientInnen, die bei einer Gebietskrankenkasse eines anderen Bundeslandes versichert sind, werden in diesem Pilotprojekt nicht gesondert abgegolten.

 
„Herz.Leben"
Kardiovaskuläre und zerebrale Erkrankungen sind die Haupttodesursachen in Österreich und verursachen nicht nur großes menschliches Leid, sondern auch enorme finanzielle Belastungen für das Gesundheitssystem. Einer der modifizierbaren Risikofaktoren für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen ist die arterielle Hypertonie.
Das Projekt „Herz.Leben" baut auf einem evaluierten, strukturierten Hypertonie-Behandlungs- und Schulungsprogramm auf, das eine Intensivierung der antihypertensiven Therapie unter aktiver Miteinbeziehung der PatientInnen in ihre Behandlung zum Ziel hat.

Durch Information über nicht-medikamentöse und medikamentöse Therapieoptionen sowie durch Anleitung zur eigenständigen Therapiekontrolle mittels regelmäßigen Blutdruckselbstmessungen soll ein bleibender Langzeiteffekt bezüglich der notwendigen Blutdruckeinstellung im Bereich der Normwerte erzielt werden.

Die im Rahmen des Projekts notwendigen Schulungen werden sowohl von ÄrztInnen für Allgemeinmedizin, niedergelassenen InternistInnen sowie ÄrztInnen in Spitalsambulanzen und Ambulatorien durchgeführt.
Geschult werden PatientInnen mit diagnostizierter arterieller Hypertonie mit oder ohne medikamentöse Vortherapie und Blutdruckwerten von 160/95 mm HG und darüber oder Blutdruckwerten von 140/90 mm HG und darüber und einer Risikoklasse laut New Zealand Risk Scale von 15% und darüber.

 
Disease Management Programm „Therapie Aktiv"
Mit diesem Disease Management Programm (DMP) soll für PatientInnen mit der gesicherten Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 insbesondere eine Vermeidung von Symptomen der Erkrankung einschließlich der Vermeidung neuropathischer Symptome sowie eine Reduktion des erhöhten Risikos für kardiale zerebrovaskuläre Morbidität und Mortalität einschließlich Amputationen erreicht werden. Ebenso sind die Vermeidung oder die Hinauszögerung von diabetesbedingten Folgeerkrankungen wie Sehbehinderung, Niereninsuffizienz oder diabetisches Fußsyndrom Ziele des DMP.
Im Rahmen des DMP werden PatientInnen von geschulten DMP-ÄrztIn nach definierten Kriterien ausgewählt und in das Programm eingeschrieben. Die Einschreibung in das DMP erfolgt, um eine kontinuierliche Betreuung der PatientInnen sicher zu stellen. Die/der DMP-ÄrztIn erbringt Leistungen im Zuge der Erst- sowie der Weiterbetreuung für die eingeschriebenen PatientInnen. Mit den PatientInnen werden Zielvereinbarungen abgeschlossen. Um eine möglichst hohe Betreuungsqualität für die DMP-PatientInnen zu gewährleisten, haben die ÄrztInnen auch bestimmte strukturelle Voraussetzungen zu erfüllen. Zentrales Element der Qualitätssicherung ist der Dokumentationsbogen. Dieser Dokumentationsbogen enthält anamnestisch-medizinische Parameter sowie Angaben zu Therapie, Zielvereinbarung und Lebensqualität. Die Dokumentation wird durch die/den DMP-ÄrztIn durchgeführt. Der Dokumentationsbogen stellt auch die Grundlage für die Honorierung der/des DMP-ÄrztIn dar. Die Schulung der DMP-ÄrztInnen erfolgt durch die Ärztekammer. Die DMP-Administration wird durch die Steiermärkische Gebietskrankenkasse wahrgenommen.
Besonderes Augenmerk wird auf PatientInnen mit diabetischem Fußsyndrom gelegt. Zur Versorgung des diabetischen Fußsyndroms wird derzeit ein Versorgungsebenen übergreifendes Modell erarbeitet, in dem PatientInnen vom niedergelassenen Bereich nach einheitlichen Kriterien in Diabetische Fußambulanzen überwiesen und dort bis zur Abheilung des Ulcus versorgt werden. Am Weltdiabetestag, dem 14. Nov. 2009, wurden die Fußambulanzen im LKH-Univ.Klinikum Graz, im LKH Hörgas, im Marienkrankenhaus Vorau sowie im Fachärztezentrum der Stmk. Gebietskrankenkasse in Betrieb genommen. Die Fußambulanz am LKH Bruck hat im Herbst 2010 gestartet. Zwischen den Besuchen in der Diabetischen Fußambulanz erfolgt die Wundversorgung durch niedergelassene ÄrztInnen oder die Hauskrankenpflege. Nach Abschluss des Behandlungsfalls in der Diabetischen Fußambulanz erfolgt die Weiterversorgung im niedergelassenen Bereich.
 
Integrierte Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in der Steiermark
Als Schlaganfall (auch Zerebraler Insult oder Gehirnschlag) wird eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns bezeichnet. Es handelt sich in der Mehrheit der Fälle um eine akute Mangeldurchblutung eines bestimmten Gehirnareals, seltener um eine Gehirnblutung.

Schlaganfälle stehen in der Todesursachen-Statistik nach der koronaren Herzkrankheit und bösartigen Tumoren an dritter Stelle und gehören zu den häufigsten Ursachen von Invalidität im höheren Lebensalter. Jedes Jahr erleiden in der Steiermark rund 6.500 Menschen einen Schlaganfall. Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an, etwa 50% aller Schlaganfälle ereignen sich in der Altersgruppe der über 75-Jährigen. Aber auch junge Menschen können einen Schlaganfall erleiden.

Das seit März 2007 laufende Reformpoolprojekt „Integrierte Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in der Steiermark" hat als Ziel, eine bestmögliche Versorgung betroffener PatientInnen in der Steiermark zu gewährleisten. Dazu ist es notwendig, beginnend beim Auftreten eines Schlaganfalls den gesamten Versorgungsprozess zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. Daraus leiten sich sechs Forderungen ab:
1. Erkennen des Schlaganfalls in der Bevölkerung und durch
erstversorgende Personen;
2. „Schlaganfall=Notfall" - bei Verdacht rascher Transport in eine
Stroke Unit;
3. Ehest mögliche qualifizierte Erst-Diagnose und entsprechende
Akutbehandlung;
4. Unmittelbar anschließende Früh-Rehabilitation für PatientInnen,
die von dieser profitieren;
5. Möglichst lückenlose bedarfsgerechte Rehabilitation;
6. Adäquate Nachsorge durch AllgemeinmedizinerInnen
und ggf. mobile Dienste sicherstellen.

Das Projekt ist in fünf Phasen gegliedert. Die definierten Aufgaben wurden in den Arbeitsgruppen „Notfallmanagement", „Diagnostik & Behandlung", „Rehabilitation", „Nachsorge" und „Daten" bearbeitet. In den einzelnen Arbeitsgruppen wurde eine bestmögliche Vorgehensweise nach Auftreten eines Schlaganfalls mit allen Beteiligten abgestimmt. Dazu wurden zahlreiche Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. (Schlaganfallchecklisten, PatientInneninformationsfolder, Plakate,...)

 
Integrierte Versorgung für Abklärung und Behandlung koronarer Herzkrankheit und/oder Aortenstenose in der Steiermark
Als koronare Herzkrankheit bezeichnet man Durchblutungsstörungen der Herzmuskulatur. Ursache dafür sind Verengungen oder Verschlüsse der Blutgefäße im Herzen. Ihre klinischen Manifestationen Herzinsuffizienz, -infarkt und -rhythmusstörungen gelten derzeit als führende Todesursachen im deutschsprachigen Raum. Auch die demografisch bedingte Zunahme der Aortenstenose stellt eine Herausforderung für die Zukunft dar.

Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit sind Rauchen, Störung des Fettstoffwechsels, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, familiäre Belastung, sowie bestehende Arterienverkalkung. Männer sind früher - ab dem 65. Lebensjahr - verstärkt gefährdet. Bei Frauen beginnt die Zeit verstärkter KHK-Gefahr ab dem 75. Lebensjahr. Das Leitsymptom der KHK sind Schmerzen in der Brust (Druckgefühl, Engegefühl, Brennen hinter dem Brustbein; Ausstrahlungen sind möglich in den Zahn- und Kieferbereich, in den Rücken sowie in die linke Schulter sowie linke Hand) bei körperlicher Anstrengung, seelischer Belastung oder Kälte. Seltener, aber dennoch nicht ungewöhnlich ist in diesem Zusammenhang Atemnot.

Obgleich die Steiermark in der Versorgung der KHK in den letzten Jahren ein sehr hohes Qualitätsniveau erreicht hat, stellt diese Erkrankung nach wie vor eine Herausforderung für alle Anbieter von Gesundheitsdiensten dar. Ziel ist es, für PatientInnen mit symptomatischer chronisch stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) und/oder Aortenstenose (AST) die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Daraus leiten sich folgende Anforderungen ab:
1. Erkennen der KHK/AST PatientInnen - vor allem bei Frauen - durch die AllgemeinmedizinerInnen;
2. Richtiges Weiterleiten der KHK/AST PatientInnen an
    FachärztInnen oder Kardiologische Zentren durch die
    AllgemeinmedizinerInnen;
3. Evidenzbasierte diagnostische Abklärung und Weiterleitung
    durch FachärztInnen;
4. Evidenzbasierte Veranlassung von Interventionen (PCI, CABG,
    medikamentöse Therapie) bei PatientInnen mit KHK/AST;
5. Möglichst lückenlose bedarfsgerechte kardiologische Rehabilitation;
6. Adäquate Nachsorge und Langzeitbetreuung durch
    AllgemeinmedizinerInnen und gegebenenfalls Sicherstellung
    mobiler Dienste.

Die interne Projektleitung wurde in Kooperation von Land Steiermark und Sozialversicherung wahrgenommen. Diese wurde von einer externen Projektleitung unterstützt. Zudem wirkten im Projekt zahlreiche Kooperationspartner mit.

Das Projekt ist in fünf Phasen gegliedert. Um die Ziele zu erreichen wurden in der Phase 3 des Projekts die Detailplanung von Maßnahmen, Information, Schulungen, SOPs, Dokumentation und Datenauswertung und die Umsetzungsvorbereitung für den Pilotbetrieb vorgenommen. Dies erfolgte großteils in moderierten Arbeitsgruppen mit definierten Arbeitspaketen in den Arbeitsgruppen „Diagnostik und Behandlung", „Rehabilitation und Nachsorge" und „Daten".

Im Falle einer positiven Evaluierung des Projektes und der Entscheidung durch die Gesundheitsplattform kann die Integrierte Versorgung KHK/AST in der gesamten Steiermark umgesetzt werden.

 
Projekt „Rückenschmerz.ade - ein leitlinienorientiertes, interdisziplinäres Behandlungskonzept"
Rückenschmerzen zählen auch in Österreich zu den größten Gesundheitsproblemen innerhalb der Bevölkerung. Einerseits bewirken sie bei den betroffenen Personen eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität, andererseits führt die hohe Chronifizierungsrate zu hohen direkten und indirekten Kosten, wodurch enorme Belastungen des Gesundheitssystems entstehen. Das Auftreten von Rückenschmerzen in der erwachsenen Bevölkerung schwankt bei der Jahresprävalenz zwischen 15% und 40%, die Lebenszeitprävalenz liegt bei ungefähr 80%, wobei es eine Unterscheidung hinsichtlich der Ursache in spezifische und unspezifische Rückenschmerzen gibt. Die Prävalenz spezifischer Rückenschmerzen liegt bei 15%, die der unspezifischen bei 85%.

Ziele desProjekts:
• Verbesserung des Managements chronischer, unspezifischer
   Rückenschmerzen im Bezirk Hartberg durch ein leitlinienorientiertes
   Vorgehen (multimodales Behandlungskonzept)
• Überprüfung, ob sich die international und national publizierten
   Leitlinien bewähren und in der Praxis umsetzen lassen
• Reduzierung der Anzahl der PatientInnen mit chronifiziertem
   Rückenschmerz
• Effektivitäts- und Effizienzsteigerung in der Diagnostik und
   Therapie von Rückenschmerzen durch ein multimodales Diagnostik-
   und Behandlungsprogramm

Zur Erreichung der Ziele sollen zunächst jene PatientInnen mit einem bedrohlichen Krankheitsverlauf identifiziert werden und das im Rahmen des Projektes erstellte multimodale Behandlungsprogramm durchlaufen.

Eine Entscheidung zur Fortführung des Projekts ist derzeit noch ausständig.

 
Best Practise-Modell „Vernetztes teleunterstütztes Management chronischer Wunden" (Teleulcus)
Ziel des Projektes ist eine verbesserte Betreuung von PatientenInnen mit chronischen Wunden in einer abgestuften Versorgungsstruktur. Dabei sollen die medizinisch/ pflegerischen und organisatorischen Abläufe dokumentiert und ein abgestuftes einheitliches Behandlungskonzept entsprechend internationaler Qualitätsmanagementnormen entwickelt werden.

Als Projektpartner nehmen die Steiermärkische Krankenanstaltenges.m.b.H, die Steiermärkische Gebietskrankenkasse, die Ärztekammer Steiermark, das Rote Kreuz Steiermark, die Volkshilfe Steiermark, das Hilfswerk Steiermark sowie der Verein Sozialmedizinischer Pflegedienste teil.

Als erster Schritt wurden in der Region Nord-Ost die derzeit angewandten Behandlungsschemata der Krankenanstalten analysiert. Als weiterer Schritt wurde die Zusammenarbeit zwischen den Krankenanstalten LKH Mürzzuschlag-Mariazell, LKH Leoben/Eisenerz und LKH Bruck a.d. Mur, der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie am LKH-Univ. Klinikum Graz und den extramuralen medizinisch-/pflegerischen Versorgungsstrukturen (niedergelassene AllgemeinmedizinerInnen und FachärztInnen, Hauskrankenpflege) neu definiert und soll im Rahmen eines Pilotprojektes auf ihre Praktikabilität geprüft werden.

 
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