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Generationenbericht Steiermark 2009/2010

Dr.in Kirsten Tangemann und LR.in Elisabeth Grossmann mit SchülerInnen © Markus Leodolter
Dr.in Kirsten Tangemann und LR.in Elisabeth Grossmann mit SchülerInnenDr.in Kirsten Tangemann und LR.in Elisabeth Grossmann mit SchülerInnen
© Markus Leodolter
 
Fakten
Die Gesellschaft verändert ihr Gesicht. Auch in der Steiermark sind Bevölkerungsrückgang, Abnahme der jüngeren Bevölkerung, deutliche Zunahme älterer Menschen und eine wachsende kulturelle Differenzierung zu beobachten.

• Das Durchschnittsalter der in der Steiermark lebenden Personen beträgt nun 42,3 Jahre (1.1.2010); Leoben ist dabei mit 45,8 Jahren der „älteste" Bezirk.

• In der Steiermark sind die obersteirischen Bezirke besonders von der Überalterung und Abwanderung betroffen, während der Zuwachs der Bevölkerung im Großraum Graz vor allem durch internationale Zuwanderung begründet ist.

• Familien- und Haushaltsstrukturen ändern sich: Mit der Zunahme der 1-Personen-Haushalte in der Steiermark auf 32% aller Haushalte ist die durchschnittliche Haushaltsgröße auf 2,4 Personen pro Haushalt gesunken. Fast 50.000 steirische 1-Personen-Haushalte (das sind knapp ein Drittel aller 1-Personen-Haushalte) entfallen auf die Altersgruppe der über 70-jährigen SeniorInnen.

• Am 1.1.2010 betrug die Belastungsquote 62,7, das heißt, dass auf 100 Personen im Erwerbsalter (20 bis 64 Jahre) 32,1 Kinder und Jugendliche (0 bis 19 Jahre) und 30,6 Ältere (65+) fallen.
Dieser Wandel stellt eine große gesellschaftliche Herausforderung dar, an deren Gestaltung alle Betroffenen mitwirken können.

Chance im Wandel: Das Potenzial der "Jungen Alten"

Derzeit liegt die Erwerbstätigen-Quote der 55- bis 64-Jährigen in Österreich mit 41,1% (2009) noch unter dem europäischen Durchschnitt (EU 46%). Nach der Pensionierung haben die so genannten „Jungen Alten" im Durchschnitt noch ein Drittel ihres Lebens vor sich, wovon ein Großteil aktiv und rüstig ist. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt die Förderung von Freiwilligenarbeit älterer Menschen zunehmend an Bedeutung. Dazu müssen seitens der Politik entsprechende unterstützende Rahmenbedingungen geschaffen werden, die zu Aktivitäten und Engagement einladen.

Moderne Generationenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die ressortübergreifendes Handeln erforderlich macht, damit die notwendigen Voraussetzungen für die Teilhabe älterer Menschen geschaffen und gesichert werden. Darüber hinaus bedarf es gezielter Bewusstseinsbildung, um ein differenziertes und positives Altersbild in der Öffentlichkeit zu entwickeln.

"Generationen" als Schwerpunkt des Ressorts Landesrätin Elisabeth Grossmann im Jahr 2011

Mit der Präsentation des Generationenberichtes Steiermark 2009/2010 und der Auftaktveranstaltung des Ressortschwerpunktes "Generationen" (im Jahr 2011) fällt der Startschuss zu weiteren Veranstaltungen in den Bezirken. Vorzeigebeispiele zum Zusammenleben von Jung und Alt sollen der Öffentlichkeit präsentiert, zusätzliche Initiativen gestartet werden - "ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen", sagt die Landesrätin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend, Elisabeth Grossmann. Wichtig sei gesellschaftlicher Zusammenhalt, "und kein Auseinanderdriften der Generationen".

 

Den Generationenbericht Steiermark 2009/2010 können Sie Externe Verknüpfung hier downloaden. (ca. 5MB)

 
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