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Dünnschichtdecke in Kaltbauweise (DDK) im Bereich der BBL Oststeiermark

Dünnschichtdecke in Kaltbauweise (DDK) im Bereich der BBL Oststeiermark

Dünnschichtdecken werden auf bituminösen Schichten aufgebracht um die Griffigkeit zu erhöhen, die Ebenheit zu verbessern oder vor allem ausgemagerte bituminöse Trag- und Deckschichten abzudichten, um den Unterbau einer Fahrbahn vor eindringendem Wasser zu schützen und somit eine kostenintensive Sanierung um einige Jahre hinauszuzögern.
Vorzugsweise werden sie in Zwei Lagen eingebaut.
Dünnschichtdecken sind nicht geeignet um die Tragfähigkeit einer Konstruktion zu erhöhen.
Für die Erzeugung einer DDK werden Gesteinsmischungen, Bitumenemulsion, Zement, Stabilisator und Wasser direkt in einem mobilen Mischer hergestellt, der über präzise Dosier- und Wiegeeinrichtungen verfügt.
Im Bereich der BBL OS wird eine DDK mit 5mm Größtkorn verlegt. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass mit dieser Mischung Mängel sehr gering auftreten und somit die beste Wirkung erzielt wird.
Im heurigen Jahr betrug die Einbaufläche knappe 80.000m2 DDK, dabei wurden Straßenabschnitte auf der B54, B64, B72, L401, L438; L444, L360, L353 saniert.
Insgesamt wurden rd. 1.800 to Splitt verarbeitet.
Damit eine DDK eingebaut werden kann muss die Unterlage standfest, tragfähig, eben, verformungsbeständig und sauber sein. Deshalb werden auf der vorhandenen FB eventuelle Ausbesserungsarbeiten durchgeführt, d.h. es werden Schadhafte Stellen herausgefräst und neu mit Asphalt profiliert.
Anschließend wird die gesamte FB mittels einer Feinfräsung abgefräst um Spurrinnen und letzte Unebenheiten zu beseitigen.
Vor dem Einbau der DDK wird die FB noch mittels Hochdruck gereinigt damit die Haftung auf der vorhandenen bituminösen Schichte gegeben ist.
Der Einbau der DDK Schichten erfolgt unter Verkehr. Die Absicherungsarbeiten werden von der jeweiligen Straßenmeisterei durchgeführt.
Der Einbau erfolgt zügig und die FB kann je nach Witterung nach ca. 20min wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Nach der Verkehrsfreigabe wird die Geschwindigkeit auf meist 70 km/h, dies wird von AN festgelegt, reduziert, bis die Einfahrtszeit, Zeit vom Einbau bis zum Zeitpunkt wo sich keine Körner mehr aus der DDK lösen, abgeschlossen ist.
Ist die Einfahrtszeit abgeschlossen kann der jeweilige Streckenabschnitt wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden und damit gerechnet werden das in den nächsten 8 -10 Jahren keine umfangreichen Sanierungsmaßnahmen anfallen.

Baubeginn der Arbeiten: 16.06.2014
Fertigstellungstermin: 16.09.2014
Bauaufsicht: Karl-Jürgen Dunst
Projektleitung: Wolfgang Wiesler

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