Link zur Startseite

Forstassistent - Qualifikation - Anerkennung

Allgemeine Informationen

Die Ausübung des Berufes Forstassistentin/Forstassistent ist in Österreich nach den Bestimmungen des Forstgesetzes 1975 an bestimmte Qualifikationen gebunden. Somit gilt dieser Beruf in Österreich als reglementierter Beruf. Bürgerinnen/Bürger aus EU-/EWR-Mitgliedstaaten und der Schweiz sowie Personen mit Aufenthaltstitel mit unbefristetem Niederlassungsrecht können ihre ausländischen Befähigungs- und Qualifikationsnachweise für den im Herkunftsstaat erlernten selben Beruf von der zuständigen Behörde anerkennen lassen, womit der Zugang zum und die Ausübung des Berufes Forstassistentin/Forstassistent in Österreich gestattet wird. Die Anerkennung erfolgt auf Antrag und wird erforderlichenfalls von der Erbringung von Ausgleichsmaßnahmen (Eignungsprüfung oder Anpassungslehrgang) abhängig gemacht.

Voraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit EU, EWR, Schweiz oder Personen mit unbefristetem Niederlassungsrecht gemäß Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz
  • Geforderte Ausbildung: zehnsemestriges "forstwirtschaftliches" Studium (Diplomstudium oder Bachelor- und Masterstudium)

Im Fall, dass

  • die Ausbildungsdauer im Herkunftsstaat mindestens ein Jahr unter der für den Beruf der Forstassistentin/des Forstassistenten geforderten Ausbildungsdauer liegt,
  • sich die Fächer der Ausbildung im Herkunftsstaat hinsichtlich Dauer oder Inhalt wesentlich von jenen der Ausbildung in Österreich unterscheiden oder
  • der reglementierte Beruf im Herkunftsstaat berufliche Tätigkeiten nicht umfasst, die Bestandteil des obigen Berufes sind,

kann eine Anerkennung unter Vorschreibung von geeigneten Ausgleichsmaßnahmen (Anpassungslehrgang/Eignungsprüfung) erfolgen.

Fristen

Es sind keine besonderen Fristen zu beachten.

Zuständige Stelle

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung III/2

Verfahrensablauf

  • Der Antrag auf Gewährung des Zugangs zum und die Ausübung des Berufes Forstassistentin/Forstassistent bei gleichzeitiger Anerkennung der im Herkunftsstaat für denselben Beruf erworbenen Berufsqualifikationen ist schriftlich bei der zuständigen Behörde einzubringen. Die Nachweise über die erforderlichen persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sind dem Antrag beizulegen.
  • Binnen eines Monats bestätigt die zuständige Behörde der antragstellenden Person den Empfang der Unterlagen oder trägt gegebenenfalls die Behebung von Mängeln des Antrags auf.
  • Binnen vier Monaten ab Einlangen der vollständigen Unterlagen ist mit Bescheid über den Antrag zu entscheiden. Die zuständige Behörde kann dabei den Zugang zum und die Ausübung des Berufes Forstassistentin/Forstassistent gestatten, erforderlichenfalls von der Erbringung von Ausgleichsmaßnahmen (Eignungsprüfung oder Anpassungslehrgang) abhängig machen oder versagen. Die antragstellende Person hat das Recht, zwischen der Absolvierung eines Anpassungslehrganges und der Ablegung einer Eignungsprüfung zu wählen.
  • Gegen den Bescheid kann binnen vier Wochen ab Zustellung schriftlich eine Beschwerde beim Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft eingebracht werden. Über die Beschwerde entscheidet das zuständige Landesverwaltungsgericht.

Erforderliche Unterlagen

Dem Antrag sind folgende Dokumente im Original oder in Form beglaubigter Kopien, gegebenenfalls samt Übersetzung in deutscher Sprache anzuschließen:

  • Nachweis der Staatsbürgerschaft (Staatsbürgerschaftsnachweis, Reisepass oder

    Personalausweis) bzw. des unbefristeten Niederlassungsrechts
  • Wenn der Beruf im Herkunftsstaat reglementiert ist:
    • Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis, ausgestellt von zuständiger Behörde des Herkunftsstaates, der Angaben über die Gesamtdauer sowie die Struktur der absolvierten Ausbildung, die Inhalte/Ausbildungsfächer und die damit erlangten Berufsqualifikationen beinhaltet
    • Gegebenenfalls Nachweis der erlangten Berufserfahrungen
  • Wenn der Beruf im Herkunftsstaat nicht reglementiert ist, zusätzlich:
    • Nachweis, dass der Beruf mindestens zwei Jahre lang in den der Antragstellung vorhergehenden zehn Jahren ausgeübt wurde und Vorlage eines oder mehrerer Befähigungs- oder Ausbildungsnachweise, ausgestellt von zuständiger Behörde des Herkunftsstaates
    • Bescheinigung der Vorbereitung auf die Ausübung des betreffenden Berufs

Kosten

Folgende Kosten werden mit dem das Verfahren abschließenden Bescheid vorgeschrieben:

  • 14,30 Euro Eingabegebühr für den Antrag und
  • 3,90 Euro Beilagengebühr für jede Beilage, die dem Antrag anzuschließen ist

Rechtsgrundlagen

§§ 109, 109a Forstgesetz 1975 (ForstG)

Zuständigkeit

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).