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Aufenthaltsbewilligung - Verlängerung

Allgemeine Informationen

Der Verlängerungsantrag für eine Aufenthaltsbewilligung muss rechtzeitig - frühestens jedoch drei Monate - vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des Aufenthaltstitels eingebracht werden. Danach gelten Anträge als Erstanträge.

Achtung! Anträge, die nach Ablauf des Aufenthaltstitels gestellt werden, gelten nur dann als Verlängerungsanträge, wenn

  • die Fremde bzw. der Fremde gleichzeitig mit dem Antrag glaubhaft machen kann, dass sie bzw. er durch ein unabwendbares oder unvorhersehbares Ereignis gehindert war, den Verlängerungsantrag rechtzeitig zu stellen und sie bzw. ihn kein Verschulden oder nur ein geringer Grad des Versehens trifft und
  • der Antrag innerhalb von zwei Wochen nach Wegfall des Hindernisses gestellt wird.

Zusammen mit dem Verlängerungsantrag kann bis zur Erlassung des erstinstanzlichen Bescheides auch die Änderung des Aufenthaltszweckes des bisherigen Aufenthaltstitels oder die Änderung des Aufenthaltstitels beantragt werden.

Aufenthaltsbewilligungen werden grundsätzlich jeweils für ein Jahr verlängert.

Voraussetzungen

Eine Aufenthaltsbewilligung kann verlängert werden, wenn

  • die allgemeinen Voraussetzungen für die Erteilung von Aufenthaltstiteln weiterhin vorliegen und 
  • die Voraussetzungen für den jeweiligen Aufenthaltszweck gegeben sind.

Fristen

Der Verlängerungsantrag muss vor Ablauf der Gültigkeit der Aufenthaltsbewilligung, frühestens jedoch drei Monate vor diesem Zeitpunkt, gestellt werden.

Zuständige Stelle

Für die Antragstellung und die Erteilung des Aufenthaltstitels:

die Niederlassungsbehörde, die für den Wohnsitz der Fremden oder des Fremden örtlich zuständig ist:

  • der Landeshauptmann oder
  • die von ihm ermächtigte Bezirksverwaltungsbehörde:
    • Bezirkshauptmannschaft
    • in den Statutarstädten: der Magistrat
    (ausgenommen Stadt Graz: hier ist das Amt der Steiermärkischen Landesregierung - Abteilung 3 zuständig) 

Verfahrensablauf

Die Fremde oder der Fremde muss die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung persönlich bei der zuständigen inländischen Niederlassungsbehörde beantragen. Die Niederlassungsbehörde überprüft, ob die Fremde oder der Fremde die Voraussetzungen für die Erteilung einer Verlängerung erfüllt, und hat folgende Entscheidungsmöglichkeiten:

  • Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
    Die zuständige Niederlassungsbehörde verlängert die Aufenthaltsbewilligung und informiert die Antragstellerin oder den Antragsteller darüber. Die Fremde oder der Fremde muss die Aufenthaltsbewilligung persönlich bei der zuständigen inländischen Niederlassungsbehörde abholen. Für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung wird eine neue Karte ausgestellt.
     
  • Ablehnung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
    Liegen die Voraussetzungen für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht vor, teilt die Niederlassungsbehörde dies der Antragstellerin oder dem Antragsteller mit. Danach prüft das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl die Möglichkeit einer Aufenthaltsbeendigung.

Erforderliche Unterlagen

  • gültiges Reisedokument (z.B. Reisepass)
  • Lichtbild, das nicht älter als ein halbes Jahr sein darf (Größe: 45 x 35 mm)
  • eventuell: Heiratsurkunde, Partnerschaftsurkunde, Scheidungsbeschluss bzw. -urteil mit Rechtskraftstempel, Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft mit Rechtskraftstempel, Urkunde über die Adoption, Nachweis oder Urkunde über das Verwandtschaftsverhältnis, Sterbeurkunde
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine ortsübliche Unterkunft wie beispielsweise Mietverträge, bestandsrechtliche Vorverträge oder Eigentumsnachweise
  • Nachweis über einen Krankenversicherungsschutz (Pflichtversicherung oder eine entsprechende Versicherungspolizze), der alle Risiken abdeckt
  • Nachweis des gesicherten Lebensunterhalts (Lohnzettel, Lohnbestätigungen, Dienstverträge, Bestätigungen über Pensions-, Renten- oder sonstige Versicherungsleistungen, Nachweis über Investitionskapital oder eigenes Vermögen in ausreichender Höhe)
  • beruft sich die Antragstellerin bzw. der Antragsteller auf Leistungen oder die Leistungsfähigkeit eines verpflichteten Dritten, muss darüber jeweils ein Nachweis vorgelegt werden

Zusätzlich müssen - abhängig vom Aufenthaltszweck -> insbesondere folgende Unterlagen vorgelegt werden:

"Aufenthaltsbewilligung - Rotationsarbeitskraft"

  • Sicherungsbescheinigung der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS) oder
  • Beschäftigungsbewilligung als Rotationsarbeitskraft (Nachweis über die Berechtigung der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers zur Beschäfitung der ausländischen Arbeitskraf) oder
  • Nachweis, dass ein Fall einer Betriebsentsendung vorliegt, für die keine Entsende- oder Beschäftigungsbewilligung erforderlich ist (Drittstaatsangehörige, die im Rahmen eines international tätigen Konzerns auf Basis eines qualifizierten konzerninternen Aus- und Weiterbildungsprogramms von einem ausländischen Konzernunternehmen nicht länger als 50 Wochen in das Headquarter in Österreich entsandt werden)

"Aufenthaltsbewilligung - Betriebsentsandte"

  • Sicherungsbescheinigung der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS) über die positive Arbeitsmarktprüfung und das Ersatzkraftverfahren oder
  • Beschäftigungsbewilligung als Betriebsentsandte/Betriebsentsandter (Nachweis über die Berechtigung der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers zur Beschäftigung der Betriebsentsandten/des Betriebsentsandten)

"Aufenthaltsbewilligung - Selbstständiger"

  • schriftlicher Werkvertrag über die Leistung einer bestimmten selbstständigen Tätigkeit, die länger als sechs Monate dauern wird

"Aufenthaltsbewilligung - Künstler"

  • Nachweis über die künstlerische Ausbildung oder Beschreibung der bisherigen künstlerischen Tätigkeit und
  • bei unselbstständiger künstlerischer Betätigung: Arbeitgebererklärung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz
  • bei selbstständiger künstlerischer Betätigung: schriftlicher Vertrag über die Leistung einer bestimmten selbstständigen Tätigkeit, die länger als sechs Monate dauert
  • es kann eine Haftungserklärung abgegeben werden

"Aufenthaltsbewilligung - Sonderfälle unselbstständiger Erwerbstätigkeit"

"Aufenthaltsbewilligung - Schüler"

  • schriftliche Bestätigung der Schule bzw. der nicht schulischen Bildungseinrichtung über die Aufnahme der Schülerin/des Schülers (ausgenommen Pflichtschule)
  • schriftlicher Nachweis der Schule oder der nicht schulischen Bildungseinrichtung über den Schulerfolg im vorangegangenen Schuljahr
  • bei minderjährigen Schülerinnen/Schülern: Nachweis über die Pflege und Erziehung durch eine volljährige natürliche Person mit Wohnsitz in Österreich
  • außerordentliche Schülerinnen/Schüler an öffentlichen Schulen oder Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht: schriftlicher Nachweis über die Aufnahme als ordentliche Schülerin/ordentlicher Schüler
  • Ee kann eine Haftungserklärung abgegeben werden

"Aufenthaltsbewilligung - Studierender"

  • Studienerfolgsnachweis
  • Eeforderlichenfalls: Aufnahmebestätigung der Universität, Fachhochschule, akkreditierten Privatuniversität, Pädagogische Hochschule, anerkannten privaten Pädagogischen Hochschule, des anerkannten privaten Studiengangs oder des anerkannten privaten Hochschullehrganges
  • es kann eine Haftungserklärung abgegeben werden

"Aufenthaltsbewilligung - Forscher"

  • Aufnahmevereinbarung der Forschungseinrichtung

 

Hinweis: Ob beglaubigte Übersetzungen aus anderen Staaten anerkannt werden, richtet sich nach den jeweiligen Verfahrensvorschriften. Zur Anerkennung der Dokumente kann beispielsweise eine Apostille erforderlich sein.

Hinweis: Muss eine fremdsprachige Urkunde im Original gemeinsam mit einer beglaubigten Übersetzung vorgelegt werden, darf die Übersetzung in der Regel nur von beeideten und gerichtlich zertifizierten Dolmetscherinnen und Dolmetschern vorgenommen werden. In die Liste der in Österreich beeideten und gerichtlich zertifizierten Dolmetscherinnen/Dolmetscher können sich auch Dolmetscherinnen/Dolmetscher aus anderen EWR-Mitgliedstaaten eintragen lassen.

Kosten

  • Gebühr: 100 Euro (bei Erwachsenen: 80 Euro bei Antrag, weitere 20 Euro bei Erteilung; bei Minderjährigen: 50 Euro bei Antrag, weitere 50 Euro bei Erteilung)
  • Personalisierungskosten (Abnahme Foto und Unterschrift): 20 Euro

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