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Heizkostenzuschuss

Allgemeine Informationen

Die Steiermärkische Landesregierung gewährt einkommensschwachen Haushalten einen einmaligen Heizkostenzuschuss in Höhe von 120 Euro.

Die Anträge sind bei dem zuständigen Gemeindeamt, Stadtamt, Servicecenter oder Servicestellen der Stadt Graz  einzubringen. Dieses ermittelt das anrechenbare monatliche Haushaltseinkommen und leitet dann die Anträge elektronisch an die Abteilung 11 - Soziales weiter. Sind die Voraussetzungen erfüllt, werden die Zuschüsse aus den Mitteln des Sozialressorts des Landes Steiermark an die Antragstellerin bzw. an den Antragsteller überwiesen.

Rechtsgrundlage sind die "Richtlinien für den Heizkostenzuschuss des Landes Steiermark (Einmalzuschuss für die Heizperiode 2017/2018)". Diese Richtlinien finden Sie unter dem Punkt "Richtlinien".

Fristen

Der Antrag auf Heizkostenzuschuss kann ab 15. September 2017 bis zum 22. Dezember 2017 beim Gemeindeamt, Stadtamt, Servicecenter oder Servicestellen der Stadt Graz eingebracht werden.

Zuständige Stelle

Amt der Steiermärkischen Landesregierung Abteilung 11 Soziales, Arbeit und Integration

Sozialservicestelle: 0800 / 20 10 10

Erforderliche Unterlagen

  • Einkommensnachweis aller im Haushalt lebenden Personen
  • Meldebestätigung aller im Haushalt lebenden Personen

Kosten

Die Antragstellung ist kostenlos.

Zusätzliche Informationen

  • Pro Haushalt kann nur ein Antrag gestellt werden.
  • Bewohnerinnen bzw. Bewohner von Schüler- bzw. Studentenheimen und sonstigen Heimen sowie von Alten- und Pflegeheimen wird kein Heizkostenzuschuss gewährt.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf einen Heizkostenzuschuss.
  • Heizkostenzuschüsse, die von der Gemeinde gewährt werden, sind nicht zu berücksichtigen.
  • Die Anträge werden stichprobenartig geprüft.
  • Personen, die einen Anspruch auf Wohnunterstützung haben, erhalten keinen Heizkostenzuschuss.

Richtlinien

(1) Zweck der Förderung

Durch diesen einmaligen Heizkostenzuschuss sollen einkommensschwache Haushalte in der Steiermark, welche von den Preissteigerungen für Energiepreise betroffen sind, finanziell unterstützt werden.

 

(2) Umfang und Höhe der Förderung

Pro Haushalt kann EIN Ansuchen gestellt werden. Anträge können ab 15. September 2017 in der Wohnsitzgemeinde, in den Stadtämtern, Servicecentern und Servicestellen der Stadt Graz gestellt werden. Als Haushalt gilt eine in sich abgeschlossene Wohneinheit, die über einen eigenen Koch-, Schlaf- und Sanitärbereich verfügt. Das Erfordernis eines eigenen Sanitärbereiches entfällt, wenn sich der Wasseranschluss außerhalb der Wohneinheit befindet. Der Zuschuss wird in Form einer Einmalzahlung für die Heizperiode 2016/2017 gewährt. Die Höhe des Zuschusses beträgt  120 Euro für alle Heizungsanlagen.

 

(3) Antragsberechtigung

Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist, dass der/die AntragstellerIn zumindest seit 1. September 2017 den Hauptwohnsitz in der Steiermark hat. Wenn MitbewohnerInnen im Haushalt angeführt sind, welche für die Ermittlung der Fördergrenzen zu berücksichtigen sind, müssen auch die angeführten MitbewohnerInnen an der angegebenen Adresse seit 1. September 2017 ihren Hauptwohnsitz haben. Ausgenommen von der Antragsberechtigung sind BewohnerInnen von Schüler-, Studenten- und sonstigen Heimen sowie von Alten- und Pflegeheimen und AsylwerberInnen.

Grundsätzlich keinen Anspruch auf Heizkostenzuschuss haben auch all jene Personen, die einen Anspruch auf die "Wohnunterstützung" haben (Hauptmietvertrag).

 

(4) Einkommen

Voraussetzung für die Gewährung eines Zuschusses ist, dass das anrechenbare monatliche Haushaltseinkommen (= anrechenbares Gesamteinkommen sämtlicher im Haushalt "hauptwohnsitzgemeldeter" Personen) die in Punkt 5. festgelegten Einkommensobergrenzen nicht übersteigt.

 

Als anrechenbares Einkommen gilt:

  1. Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit: Das Monatsnettoeinkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit ermittelt sich aus einem Monatslohnzettel, nicht älter als 6 Monate und wird wie folgt berechnet: Laufende Lohnsteuerbemessungsgrundlage minus Lohnsteuer des aktuellen Lohnzettels mal 14 dividiert durch 12.
  2. Bei selbständiger Tätigkeit, Einkünften aus Gewerbebetrieb und Einkünften aus Vermietung und Verpachtung: Zur Ermittlung der Berechnungsgrundlage ist vom Durchschnitt der letzten drei Wirtschaftsjahre auszugehen, wobei der Gewinn, der nach Durchschnittssätzen (§ 17 EStG 1988) ermittelt wird, um 10 % zu erhöhen ist. Hierfür sind die Einkommensteuerbescheide dieser Jahre vorzulegen.
  3. Einkünfte aus einer Land- und Forstwirtschaft: Als Einkünfte sind 45 % des Einheitswertes lt. letztgültigen Einheitswertbescheid anzusetzen. Ist ein Teil oder die ganze Land- und Forstwirtschaft gepachtet, so wird der jährliche Pachtzins in Abzug gebracht. Ist ein Teil oder die ganze Land- und Forstwirtschaft verpachtet, so sind die erhaltenen Pachtzinse einkommenserhöhend zu berücksichtigen. EU-Förderungen sind den sonstigen Einkommen zuzurechnen (Jahresförderung:12).
  4. Pension (Alters-, Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits-, Witwen-, Halb-, und Vollwaisenpension): Das Einkommen ermittelt sich anhand des Pensionsnachweises des laufenden Jahres. Die Berechnung erfolgt wie unter Punkt 4 Abs.1.
  5. Unfallrente, Kriegsopferrente, Kriegsgefangenenentschädigung
  6. Kinderbetreuungsgeld, Bildungskarenzgeld und Wochengeld
  7. Teilzeitbeihilfe für unselbständige Erwerbstätige der Sozialversicherungsanstalt der Bauern und der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (Bestätigung durch die jeweiligen Sozialversicherungsanstalten)
  8. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Pensionsvorschuss (Bestätigung durch das Arbeitsmarktservice - AMS): Als Monatsnettoeinkommen gilt der Tagessatz multipliziert mit 365 dividiert durch 12.
  9. Kranken- bzw. Rehabilitationsgeld
  10. Einkünfte von ZeitsoldatInnen, jedoch ohne Taggeld und gesetzliche Abzüge (Bestätigung durch den Truppenkörper).
  11. Sozialhilfe, wenn die Leistung der Deckung des Lebensunterhaltes dient (somit nicht z.B. Spitalskosten).
  12. Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung
  13. Hilfe zum Lebensunterhalt nach §9 Steiermärkisches Behindertengesetz.
  14. Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung (Berechnung wie unter Ziffer 1).
  15. Erhaltene Unterhaltszahlungen für geschiedene EhegattInnen
  16. Erhaltene Alimentationszahlungen für Kinder
  17. Lehrlingsentschädigung
  18. Bundes- und Landesstipendien
  19. Studienbeihilfee
  20. Familienbeihilfe
  21. Kindergartenbeihilfe
  22. Taggelder von Präsenzdienern und Zivildienern

 

Als Einkommen gelten insbesondere nicht:

  1. Pflegegeld
  2. erhöhte Familienbeihilfe
  3. Ruhegeld für Pflegeeltern
  4. Pflegeelterngeld
  5. Einkommen von Personen, die aufgrund der Richtlinien der 24-Stunden-Betreuung des Bundes hauptwohnsitzlich gemeldet sind.
  6. Allfällige von der Gemeinde gewährte Heizkostenzuschüsse.

 

(5) Einkommensgrenzen

Als Einkommensgrenzen für die Gewährung des Heizkostenzuschusses gelten folgende Richtwerte:

für Ein-Personen Haushalte 1.185 Euro
für Ehepaare bzw. Haushaltsgemeinschaften 1.777 Euro
für jedes Familienbeihilfe beziehende im Haushalt lebende Kind     355 Euro

Die Einkommensgrenzen gelten auch für jene Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind.

 

(6) Antragstellung

Der Heizkostenzuschuss wird auf Antrag gewährt.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Gewährung des Heizkostenzuschusses.

Als Frist für die Antragstellung gilt der 22.12.2017. Die Eingabe des Antrages spätestens bis zu diesem Zeitpunkt beim zuständigen Gemeindeamt, Stadtamt, Servicecenter und den Servicestellen der Stadt Graz gilt als rechtzeitig. Die Gemeindeämter, Stadtämter bzw. Servicecenter und Servicestellen der Stadt Graz müssen die Anträge bis spätestens 29.12.2017 über das Stammportal an die A11 Soziales, Arbeit und Integration übermitteln.

Stichprobenartige Überprüfungen der Richtigkeit von Anträgen behält sich die Abteilung 11 Soziales, Arbeit und Integration vor.



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