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Wärmepumpen - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Das Land Steiermark und der Steirische Umweltlandesfonds gewähren zur Förderung erneuerbarer Energieträger einen einmaligen Zuschuss für die Errichtung von neuen Wärmepumpen.

Mit der Förderung unterstützt das Land Steiermark den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und trägt an der Umsetzung der Energiestrategie Steiermark 2025 und zum Klimaschutz Steiermark bei.

Voraussetzungen

Die Förderung kann unter folgenden Voraussetzungen gewährt werden:

  • Registrierung vor Lieferung und Montage der Anlage
  • Förderungsantrag nach Errichtung der Anlage (innerhalb 9 Monate)
  • die Anlage ist von einem/einer zertifizierten Wärmepumpen-Installateur/in zu errichten 
  • Nachweis der Jahresarbeitszahl (JAZ) durch eine/n zertifizierte/n Wärmepumpen-Installateur/in mittels JAZcalc:
    • reiner Heizbetrieb JAZHeizung ? 4,0 oder
    • kombiniert Raumwärme und Warmwasser JAZGesamt ? 3,5
  • bei Luftwärmepumpen: max. Heizwärmebedarf am Standort (HWB SK): 70 kWh/m²a
  • Luftwärmepumpen nur in Kombi mit entsprechender Photovoltaik- oder Solaranlage bzw. bei Bestandsgebäuden eine bivalent alternativ betriebene Biomasse-Heizung
  • Installation eines Wärmemengen- sowie Stromzählers bzw. einer internen Wärmemengenbilanzierung sowie eines Volumenstrommessers mit Temperaturfühler inkl. Recheneinheit
  • Wärmeleistung der Wärmepumpe darf Heizlast des Gebäudes um nicht mehr als 20% überrschreiten
  • verwendeten Anlageteile und Komponenten sind ausschließlich neu
  • Heizungs-/Zirkulationspumpen mit einem EEI von max. 0,2 bzw. MEI >= 0,7
  • das zu versorgende Objekt bzw. die zu versorgende Anlage darf nicht an der Trasse eines bestehenden Fern-/Nahwärmenetzes aus erneuerbaren Energieträgern oder hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung liegen
  • gedämmte Verbindungsleitungen im Heizraum
  • die Altanlage ist außer Betrieb zu nehmen
  • Durchführung eines hydraulischen Abgleichs bei Neubauten
  • Energieberatung vor Errichtung der Anlage durch eine/n Ich tu´s-Berater/in www.ich-tus.steiermark.at bzw. www.energieberatung.steiermark.at 
  • Keine weiteren Förderungen bei derselben oder anderen Landesdienststellen
  • Kein Anspruch auf Förderungen seitens der Landwirtschaftskammer (Anlage als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs)
  • Einhaltung aller relevanten Gesetze, Bestimmungen und Normen

Fristen

Die Förderungsaktion gilt für Anträge, für die in der Zeit von 1. Jänner 2018 bis einschließlich 31. Dezember 2019 eine Registrierung erfolgt ist.

Beachten: Der Förderungsantrag muss innerhalb von 9 Monaten nach Registrierung von der Förderungswerberin bzw. vom Förderungswerber eingereicht werden.

Zuständige Stelle

Für die Antragstellung und Einreichung:

Steirische Energieagenturen
Informationen und Kontakt zu den Energieagenturen finden Sie hier: Ich tu's Einreichstellen.



Für die Gewährung der Förderung:

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 15 Energie, Wohnbau Technik, FA Energie und Wohnbau
Landhausgasse 7
8010 Graz
Tel: +43 (316) 877-3719
Fax: +43 (316) 877-4569
E-Mail: wohnbau@stmk.gv.at

Verfahrensablauf

Die Vergabe der Förderung für Wärmepumpen erfolgt in einem 2-stufigen Verfahren:

1. Registrierung

Vor Lieferung und Montage der Anlage muss die Registrierung der Maßnahme erfolgen. Diese kann entweder

  • online über das Registrierungsformular oder
  • schriftlich (per Brief, Fax, E-Mail) über das Download-Formular erfolgen bzw.
  • persönlich beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung abgegeben werden.

2. Förderungsauszahlung

Nach Errichtung der Anlage ( innerhalb 9 Monate ab Zuteilung der Registrierungsnummer) kann die Förderungsauszahlung über den Förderungsantrag (online oder in Papierform) bei einer der zuständigen Stellen beantragt werden.
Bei Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen erfolgt durch den Steirischen Umweltlandesfonds die Auszahlung des Förderungszuschusses an die Förderungswerberin bzw. an den Förderungswerber.

Erforderliche Unterlagen

  • Aktueller und vollständig ausgefüllter Förderungsantrag (mit Registrierungsnummer und Registrierungsdatum)
  • Bestätigungsblatt (unterfertigt durch den/die zertifizierte/n Wärmepumpen-Installateur/in, die Gemeinde und den/die Förderungswerber/in)
  • Bestätigung, dass kein Fernwärmeanschluss möglich ist
  • Rechnungen (Wärmepumpe, Wärmemengenzähler, Stromzähler)
  • Zahlungsnachweis
  • Fotos der gesamten Anlage
  • Heizwärmebedarfs-/Heizlastberechnung bzw. Energieausweis
  • Bestätigung bzw. Rechnung und Zahlungsnachweis der Energieberatung
  • JAZcalc-Berechnungsblatt durch zertifizierte/n Wärmepumpen-Installateur/in
  • Abnahmeprotokoll durch zertifizierte/n Wärmepumpen-Installateur/in

Gegebenenfalls sind weitere Unterlagen notwendig

  • Protokoll des Hydraulischen Abgleichs
  • Prüfbericht
  • Bestätigung der Landwirtschaftskammer
  • Bei nicht privaten Antragsteller/innen: De-minimis-Erklärung

Kosten

Die Antragstellung zur Förderung ist kostenlos. 

Zusätzliche Informationen

Die Förderungshöhe richtet sich nach folgenden Förderungssätzen

Grundwasser-Wärmepumpe

Grundförderung Förderung [in EUR]
Grundwasser-Wärmepumpe 3.900,-

 

Kesseltauschförderung beim Umstieg von auf Förderung [in EUR]
Kohle, Torf, Öl fossil, Flüssiggas Grundwasser-Wärmepumpe 5.400,-
Erdgas Grundwasser-Wärmepumpe 3.900,-
Biomasseheizung ohne automatische Beschickung, Wechselbrandkessel Grundwasser-Wärmepumpe 4.200,-
Biomasseheizung mit automatischer Beschickung Grundwasser-Wärmepumpe 3.000,-
Elektrodirektheizung Grundwasser-Wärmepumpe 3.900,-
Luftwärmepumpe Grundwasser-Wärmepumpe 3.000,-

 

Erd-Wärmepumpe Tiefensonde

Grundförderung Förderung [in EUR]
Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 3.300,-

 

Kesseltauschförderung beim Umstieg von auf Förderung [in EUR]
Kohle, Torf, Öl fossil, Flüssiggas Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 4.800,-
Erdgas Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 3.300,-
Biomasseheizung ohne automatische Beschickung, Wechselbrandkessel Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 3.900,-
Biomasseheizung mit automatischer Beschickung Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 2.400,-
Elektrodirektheizung Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 3.300,-
Luftwärmepumpe Erd-Wärmepumpe Tiefensonde 2.400,-

 

Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor

Grundförderung Förderung [in EUR]
Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 2.400,-

 

Kesseltauschförderung beim Umstieg von auf Förderung [in EUR]
Kohle, Torf, Öl fossil, Flüssiggas Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 3.600,-
Erdgas Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 2.400,-
Biomasseheizung ohne automatische Beschickung, Wechselbrandkessel Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 2.700,-
Biomasseheizung mit automatischer Beschickung Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 1.800,-
Elektrodirektheizung Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 2.400,-
Luftwärmepumpe Erd-Wärmepumpe Flächenkollektor 1.800,-

 

Luft-Wärmepumpe

Grundförderung Förderung [in EUR]
Luft-Wärmepumpe 900,-

 

Kesseltauschförderung beim Umstieg von auf Förderung [in EUR]
Kohle, Torf, Öl fossil, Flüssiggas Luft-Wärmepumpe 1.800,-
Erdgas Luft-Wärmepumpe 900,-
Biomasseheizung ohne automatische Beschickung, Wechselbrandkessel Luft-Wärmepumpe 1.200,-
Elektrodirektheizung Luft-Wärmepumpe 900,-

 

Zuschläge

Zuschläge

Förderung [in EUR]

Ausführung in Kombination mit einer hybriden Biomasseheizung 500,-
Grundwasser- oder Erd-Wärmepumpe in Kombination mit einer gefördernten solarthermischen Anlage bei Ein- und Zweifamilienwohnhäusern 500,-
Grundwasser- oder Erd-Wärmepumpe in Kombination mit einer geförderten solarthermischen Anlage bei Mehrfamilienwohnhäusern (ab 3 Wohneinheiten), Sondernutzung, unternehmerischer Nutzung 1.000,-

Schichtladespeicher + Frischwassermodul in Kombination mit einer geförderten solarthermischen Anlage

1.075,-

Frischwassermodul allein 200,-

hydraulischer Abgleich gemäß Anhang (Muster) bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern

200,-

hydraulischer Abgleich gemäß Anhang (Muster) bei bestehenden Mehrfamilienhäusern (ab 3 Wohneinheiten)

100,- je Wohneinheit

ergänzende Sanierungsmaßnahmen zur Effizienzsteiegerung am Heizsystem bei Bestandsgebäugen (z.B. Dämmung der Verteilleitungen außerdem des Heizraums in unbeheizten Räumen, Einbau von automatischen Thermostatventilen) max. 400,- bzw. max. 25% der zurechenbaren Investitionskosten 

Einbau neuer Heizungs-/Zirkulationspumpen gemäß Pkt. 6.2 lit e)::

Ein- und Zweifamilienhaus

max. 3 Pumpen

Mehrparteienwohnhäuser und Sondernutzung mit zentraler Warmwasserbereitung

max. 4 + 1 Pumpe

je Steigstrang

Mehrparteienwohnhäuser und Sondernutzung mit dezentraler Warmwasserbereitung

max. 2 + 1 Pumpe

je Steigstrang

 

85,- je Pumpe

Zuständigkeit

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