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Fachbereich Tierschutz und Tierseuchen

Afrikanische Schweinepest (ASP) in Tschechien

Ausbruchsort in Tschechien und gefährdetes Gebiet in Österreich © Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Ausbruchsort in Tschechien und gefährdetes Gebiet in Österreich
© Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Am 27.06.2017 wurde das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen nahe der Stadt Zlin in Tschechien diagnostiziert. ASP ist eine hochansteckende-, anzeigepflichtige Erkrankung der Wild- und Hausschweine mit oft tödlichem Ausgang. Ein Auftreten der Seuche bringt erhebliche Handelsrestriktionen für die Schweineindustrie in der jeweiligen Region. Zum Schutz der österreichischen Schweinewirtschaft wurden Biosicherheitsmaßnahmen für Jagd und Schweinehaltung im nördlichen Niederösterreich erlassen. Zusätzlich werden in diesem Gebiet verendete Wildschweine und im Freiland gehaltene Hausschweine vermehrt auf das ASP-Virus untersucht.

Weitere Informationen:

Externe Verknüpfung Homepage AGES

Externe Verknüpfung Homepage KVG

Externe Verknüpfung ASP-Merkblatt für Jäger

Lumpy Skin Disease (LSD) - Hautknotenkrankheit

Klinik-LSD © Dr. Tsviatko Alexandrov
Klinik-LSD
© Dr. Tsviatko Alexandrov

Die LSD ist eine virusbedingte Erkrankung der Wiederkäuer, die (in Europa) primär Rinder betrifft. Der Erreger kann auf direktem oder indirektem Weg übertragen werden, wobei Vektoren (z.B. Stechmücken) eine maßgebliche Rolle spielen. Die Infektion mit dem LSD-Virus hat in ihrer klinischen Ausprägung erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen betroffener Tiere und führt zu massiven wirtschaftlichen Verlusten. Die LSD ist eine anzeigepflichtige Erkrankung, die aber auf den Menschen nicht übertragbar ist.

Die ursprünglich primär in Afrika endemische LSD breitet sich seit einigen Jahren fortschreitend über die Länder des Nahen Ostens (Ägypten, Israel, Libanon, Jordanien, Irak, ...) in Richtung Europa aus. Im August 2013 wurde die Erkrankung erstmals in der Türkei festgestellt und gilt dort inzwischen als endemisch. Im Sommer 2015 fand der erste Seuchenausbruch auf europäischem Gebiet, im griechischen Evros Delta nahe der türkischen Grenze, statt. Im Jahr 2016 traten die ersten Fälle bereits im April in Bulgarien und Mazedonien auf. Im Laufe des Jahres kamen noch weitere Ausbrüche in Griechenland, Albanien, Montenegro, dem Kosovo und in Serbien hinzu. Die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle in den o.g. europäischen Staaten und der Türkei belief sich damit bis Jahresende 2016 auf mehr als 1.100 Fälle.

Externe Verknüpfung LSD-Merkblatt für Tierärzte

Externe Verknüpfung LSD-Merkblatt für Landwirte

Externe Verknüpfung Artikel zur LSD im Vet journal

Nachweis von Blauzungenkrankheit in der Steiermark

BT-Sperrzone in Österreich © Amt der Steiermärkischen Landesregierung
BT-Sperrzone in Österreich
© Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue) ist eine durch Mücken übertragene Vriuserkrankung der Haus- und Wildwiederkäuer. Nach dem erstmaligen Auftreten der Erkrankung im Jahr 2008 und der anschließenden Pflichtimpfung aller heimischen Rinder-, Schaf-, und Ziegenbestände erlangte Österreich im Jahr 2011 wieder den im internationalen Handel mit Zuchttieren wichtigen Status „Amtlich frei von Bluetongue". Ausgehend von Griechenland hat sich seit 2013 ein neuer Bluetongue-Serotyp (BTV4) über Bulgarien und Rumänien bis nach Kroatien und Ungarn ausgebreitet. Aufgrund dieser Entwicklung wurde in Österreich ein intensives Überwachungsprogramm in Form von monatlichen Blutuntersuchungen durch Amtstierärzte in Rinderbeständen etabliert.

Aufgrund BTV-positiver Proben im Jahr 2016 wurden  BT-Sperrzonen in Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland eingerichtet. Während die Sperrzonen in der Steiermark und dem Burgenland im Jänner 2018 wieder aufgehoben wurden, bleibt die Sperrzone in Kärnten, da der letzte Fall erst ein Jahr zurückliegt, weiterhin bestehen. Dies bringt Einschränkungen für den Tierverkehr da Rinder, Schafe, Ziegen, Kameliden und Wildwiederkäuer nur unter bestimmten Bedingungen aus der Sperrzone in freies Gebiet verbracht werden dürfen.

Externe Verknüpfung BT-Verbringungsoptionen aus der Sperrzone-Rind

Externe Verknüpfung BT-Verbringungsoptionen aus der Sperrzone-Schaf/Ziege

 
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