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Mentoring

 

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MENTORING VERSCHAFFT FRAUEN DEN ENTSCHEIDENDEN VORSPRUNG

Mentoring für Frauen ist eine Möglichkeit, festgefahrene Strukturen aufzubrechen und neue Wege zu beschreiten.
Für Frauen ist es immer noch erheblich schwieriger, in Führungspositionen aufzusteigen bzw. sich in besser bezahlte und mit höherem Sozialprestige versehene Berufs- und Hierarchiestufe zu etablieren. Tatsache ist, dass es Frauen nicht an Qualifikation mangelt, sondern die vorherrschenden Strukturen machen Frauen das Fortkommen im Beruf oft unmöglich. Dafür ist es notwendig, dass Frauen zunächst erkennen, dass es meist nicht an ihnen selbst liegt, wenn sie beruflich nicht vorankommen. Mit dem Konzept Mentoring sollen einige diskriminierende Faktoren ausgeglichen werden, mit denen Frauen täglich zu kämpfen haben. Frauen fehlen oft Rollenvorbilder oder systematische Karriereplanung zur eigenen Weiterentwicklung.


Mentoring wird als Methode eingesetzt, um Frauen durch Wissensweitergabe, Vermittlung und Vernetzung in beruflichen Umbruch- und Neusituationen wertvolle Informationen und Unterstützung zu bieten. Auch bleiben Frauen oft auf der Strecke, da sie durch zahlreiche Barrieren an ihrem Aufstieg in Führungspositionen gehindert werden. Mentoring-Programme können hier eine entscheidende Rolle spielen und großen Einfluss auf Aufstieg, Neueinstieg und Wiedereinstieg nehmen.


MENTORING - WAS IST DAS?


Mentoring ist keine Modeerscheinung, es ist im Grunde ein uralter Begriff, der in Wirklichkeit 3000 Jahre alt ist. Der Begriff „Mentor“ stammt aus der griechischen Mythologie. Mentor war ein Freund von Odysseus und wurde von diesem gebeten, sich als Erzieher, Berater und Förderer um Telemach, Odysseus Sohn, während der Abwesenheit seines Vaters zu kümmern. „Mentor“ wurde zu einem Synonym für einen allgemein geachteten und gebildeten Menschen, der für einen weniger erfahrenen, meist jüngeren Menschen als verantwortungbewusster/r ErzieherIn und BeraterIn fungiert. Telemach war also der erste „Mentee“. Aber nicht nur in der Mythologie spielt Mentoring eine Rolle, sondern ebenso in allen Kulturen, in allen Berufen und in allen Sparten gibt es erfahrenen Personen, sog. MentorInnen, die Jüngere, sog. Mentees. Beraten, begleiten und fördern.
Die erfahrungserprobtere Person gibt im Laufe dieser „Mentorschaft" gezielt Unterstützung durch Ratschläge, Gespräche und Erschließen neuer Kontakte. Mentorinnen sind also beruflich erfahrene und erfolgreiche Persönlichkeiten, die einer erfahrungsjüngeren Person für den vereinbarten Zeitraum Unterstützung geben, punktuell oder laufend, ihnen bei schwierigen Entscheidungen als GesprächspartnerInnen mit ihrer Lebensweisheit helfen, ihnen neue Kontakte ermöglichen und zukünftig vielleicht beruflich wichtige Bekannte oder GeschäftspartnerInnen vorstellen.
Die „protegierte" Sichtbarmachung einer Mentee im gleichen Unternehmen, innerhalb einer Branche oder einer Partei gehört dabei zu einem wichtigen Element, das jedoch einer Durchsetzung von Mentoringprogrammen in Österreich im Vergleich mit anderen Ländern bisher im Wege stand - „Vitamin B" ist oft verpönt, v.a. bei der beruflichen Weiterentwicklung von Frauen.



MENTORING FÜR FRAUEN ALS INSTRUMENT AUF DEM WEG ZUR CHANCENGLEICHHEIT

Mentoring für Frauen als Instrument auf dem Weg zur Chancengleichheit
Dass Mentoring längst nicht „ungerechtfertigtes Etablieren durch Protektion" bedeutet, sondern begleitende Unterstützung und notwendige Förderung von Frauen, spricht sich mittlerweile herum - und Frauen nutzen den neuen Weg zur Stärkung der eigenen Kompetenzen potentielle Fähigkeiten durch Vorbildlernen und Erfahrungsaustausch.


Dass es sich tatsächlich um eine gegenseitige Austauschbeziehung handelt, bestätigen Umfrageergebnisse nach abgeschlossenen Mentoringbeziehungen:

  • Mentorinnen ziehen persönlichen Gewinn v.a. aus der Reflexionsmöglichkeit in ihrer Mentoringbeziehung (eigener Werdegang, persönliche Stärken, erzielter Erfolg)
  • Oft kommt es zu einem Entwicklungsschub für die eigene Persönlichkeit, z.B. im Führungsverhalten (Einfühlungsvermögen, Kommunikationsverhalten, Offenheit)
  • Eine Mentoringbeziehung kann z.B. auch erfolgreichen Männern wichtige Einblicke in das Arbeitsleben von Frauen vermitteln und sie für die bestehende Ungleichheit sensibilisieren

Die Gestaltung der Beziehung hängt von den Wünschen der Mentee und den Rahmenbedingungen der Mentorinnen ab. Da es sich - im Gegensatz zu Coaching und anderen käuflichen Beratungsleistungen - um eine rein freiwillige und unbezahlte Beziehung handelt, die in der Privatzeit oder Unternehmensabhängig in der Dienstzeit erfolgt, ist die Bandbreite und Unterschiedlichkeit der Umsetzung einer Mentoringbeziehung sehr groß.

Mentoring-Programme haben durch ihre Struktur immer ein Ablaufdatum, meist dauern sie zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Ob die persönliche Beziehung nach Ablauf des Programms weiter geführt wird, bleibt den Partnerinnen selbst überlassen. Durch die Begrenzung soll verständlicherweise einerseits Entlastung für die Mentorinnen stattfinden, die schließlich unentgeltlich Verantwortung übernehmen und außerdem die Unabhängigkeit der Nachwuchskraft gefördert werden.


Allgemeine Hintergrundinformationen zum Thema Mentoring seitens des Referates Frau-Familie-Gesellschaft
Externe Verknüpfung (PPT-Präsentation, 3.962 KB)

 

 

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