Privilegiertes uniformiertes Grazer Bürgerkorps
Das Grazer Bürgerkorps wurde 1280 unter König Rudolf 1. von Habsburg durch Grazer Bürger gegründet, mit dem Ziel, an der Selbstverteidigung des städtischen Gemeinwesens mitzuwirken.
Als zunehmend stehende Heere diese Aufgaben übernommen haben, war das neue Ziel, während der Abwesenheit der Garnison Graz für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Im 18. Jahrhundert wurde das Bürgerkorps einheitlich militärisch uniformiert und seine Ausbildung und Ausrüstung der kaiserlichen Armee angeglichen, und zu Verteidigungszwecken dem Militärkommando unterstellt.
Die Rettung des Glockenturmes und des Uhrturmes auf dem Schlossberg ist der Initiative des Bürgerkorps zu verdanken. Die Franzosen wollten die Grazer Festung (Okt. 1809), die im Zuge des Krieges nicht genommen wurde (dank Mjr. Hackher), schleifen. Korpsmitglieder waren es, die mit großen Geldopfern 4.500 Gulden an die Franzosen zahlten, damit die Bauten von einer Zerstörung verschont blieben.
Eine weitere wichtige Aufgabe des Bürgerkorps war es, zu großen Paraden in „Wehr und Waffen“ auszurücken. Im ersten Weltkrieg stellte das Bürgerkorps eine Freiwilligenkompanie (260 Mann), die als 3.Kompanie des IR27 im Frontabschnitt Plöckenpaß eingesetzt wurde.
In der 2. Republik wurde es im Jahre 1952 wieder gegründet.
Wahlspruch
„Für Treue, Mut und Bürgersinn“




