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"Geist und Gegenwart" - Dialogreihe und Pfingstdialog

Geist und Gegenwart - Die Dialogreihe
Geist & Gegenwart © Land Steiermark
Geist & Gegenwart
© Land Steiermark
 

Das Land Steiermark setzt mit der Dialogreihe "Geist und Gegenwart" starke Impulse für eine offene und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen unserer Zeit - für die Vortrags- und Diskussionsabende werden entsprechend hochkarätige ReferentInnen gewonnen. Und es handelt sich um durchwegs spannende und top-aktuelle Fragen! Das von Wissenschaft und Forschung über Innovation und Entwicklung bis hin zu wirtschaftlichen Perspektiven (hier vor allem im europäischen Kontext) reichende Themenspektrum wird aufgrund des deutlichen Echos und der begeisterten Rückmeldungen eines breiten Publikums auch im Veranstaltungsjahr 2011/2012 fortgeführt.

  • Am 28. November 2011 wurde ein besonders spannendes Thema diskutiert: Die Fragen "Was ist Glück?" oder "Welchen Stellenwert hat Glück?" im individuellen und gesellschaftlichen Leben beschäftigen die Menschen zu allen Zeiten. Als Diskussionsleiter und Referent konnte niemand geringerer als der renommierte Philosoph Konrad Paul Liessmann gewonnen werden!
  • "Der ohnmächtige Patient" lautete das Thema der vierten Podiumsdiskussion des Jahres 2011 (12. September). Als Referent konnte Christoph Lohfert, Autor des Buches "Weil du arm bist, musst du früher sterben", gewonnen werden. → Externe Verknüpfung EINLADUNG [pdf]
  • Am 28. Juni 2011 wurden brisante und top-aktuelle Fragen zu einem menschenwürdigen Lebensende gestellt: "Aufgehoben oder Hin- und Hergeschoben?" → Externe Verknüpfung EINLADUNG [pdf]
  • Dem Thema "Geschichtsbezug und kulturelle Identität" war der zweite Dialog des Jahres 2011 (30. Mai) gewidmet. Dr. Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, sprach über die Funktion von Gedächtnisinstitutionen in unserer Gesellschaft. → Externe Verknüpfung EINLADUNG [pdf]
  • Am 21. März 2011 wurde das Beziehungsgeflecht zwischen "Islam und Demokratie" und insbesondere die Lesearten des Islam und deren Vereinbarkeit mit demokratischen Grundwerten in den Blick genommen: es referierte Prof. Dr. Mouhanad Khorchide. → Externe Verknüpfung EINLADUNG [pdf] 
  • "Ethik als Mode - eine Disputation" fand am 29. November 2010 (18:30, Aula der Alten Universität) statt. → Externe Verknüpfung FOLDER [pdf]
  • Am 28. Juni 2010 referierte der bekannte deutsche Jugendforscher und Autor der renommierten Shell-Jugendstudien Prof. K. Hurrelmann über das Thema "Warum sind junge Männer jeute Bildungsverlierer?"
  • Am 7. Juni 2010 wurde die "Styrian Science Study präsentiert;
  • Den Auftakt des Veranstaltungsreigens von "Geist & Gegenwart" im Jahr 2010 bildet der Vortrags- und Diskussionsabend mit Univ.-Prof. Dr. Helmut Denk, dem Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Helmut Denk, der viele Jahre das Institut für Pathologie in Graz leitete, sprach über die Position der traditionsreichsten und renommiertesten Top-Forschungs-Einrichtungen Österreichs.
  • Am 9. November 2009 erklärte Elke Heidenreich in der Abendveranstaltung „Lesen? Lesen!", warum wir lesen sollten;
  • Am 23. Juni 2009 referierte einer der führenden Klimaforscher, Herr Professor Hans Joachim Schellnhuber "über die Erfindung der Moderne";
  • Am 9. Februar 2009 sprach einer der profiliertesten Juristen und wichtigsten Hüter und Interpreten der österreichischen Bundesverfassung, Univ.-Prof. Dr. Gerhart Holzinger, Präsident des Verfassungsgerichtshofes.
     
    Nähere Informationen finden Sie unter Externe Verknüpfung http://www.geistundgegenwart.at/
 
Pfingstdialog 2011

Das alle 2 Jahre statt findende Pfingstsymposium „Geist und Gegenwart" bildet die inhaltliche Spitze und zugleich auch den veranstaltungstechnischen Höhepunkt von „Geist und Gegenwart". Das Pfingstsymposium 2011 (8. bis 10. Juni ) war diesmal dem Generalthema „Europa.Erzählen" gewidmet und versammelte rd. 200 bis 250 Gäste auf Schloss Seggau. Eine beachtliche Anzahl an renommierten ReferentInnen aus Wissenschaft, Forschung, Politik, Wirtschaft und vor allem aus der Literaturszene konnten für Vorträge und Gesprächsleitungen gewonnen werden.

Die wichtigsten Details wurden in ein Memorandum (Schlusserklärung 2011) gegossen:

Der biennal abgehaltene Pfingstdialog „Geist & Gegenwart" auf Seggau dient auch immer der
Standortbestimmung des „Projekts Europa", seiner Chancen, Hoffnungen, aber auch Gefährdungen
und Probleme, seiner Entwicklungen und Herausforderungen. Es muss nüchtern festgestellt werden: Die Problemstellungen und Herausforderungen für das „Projekt Europa" sind seit dem ersten Pfingstdialog 2005 nicht geringer und kleiner, sondern eher mehr und größer geworden. Die Sorge um den EURO und die EU ist so groß wie in kaum einem Zeitraum davor. Finanz- und Währungspolitik, Migration, Energiepolitik, Demographie, globaler Wirtschaftswettbewerb, Klimaschutz, sozialer Zusammenhalt - diese Begriffe beschreiben einige der großen Aufgabenstellungen und Herausforderungen für Europa. Die 2008 ausgebrochene weltweite Finanzkrise, die zu schwerwiegenden weltwirtschaftlichen Konsequenzen geführt hat, zeigt: Einseitige materialistische Fortschrittskonzepte führen zu schweren Verwerfungen und sind kein tragfähiges Zukunftsmodell.

Wir erkennen bei der Diagnose des Projekts Europa im Juni 2011 folgendes Paradoxon: Die meisten
ExpertInnen und InsiderInnen sind überzeugt davon, dass eine intensivere europäische Zusammenarbeit, also mehr Europa notwendig ist, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu bewältigen. In der Bevölkerung der 27 Mitgliedsstaaten aber herrscht so viel Misstrauen und Europaskepsis wie zu kaum einem anderen Zeitraum zuvor, also eher die Befindlichkeit weniger Europa.
Diese Kluft gilt es zu überwinden. Die EU darf ihre Bürger nicht überfordern, das europäische
Paradoxon kann daher nur durch einen nachhaltigen, wirksamen und ehrlichen Dialog aufgelöst
werden, in dem sorgfältig argumentiert und Pro und Kontra abgewogen werden - mit Geduld und
Ausdauer.

Politik, Medien und Zivilgesellschaft, insbesondere auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften
haben eine besondere Verantwortung für diesen Dialog und das Gelingen des Projekts „Europa".
Der civis europaeus ist ein Mutbürger, der sich in seine eigenen Angelegenheiten einmischt, der aktiv
mitgestaltet und sich nicht resignativ zurückzieht. Es gilt daher entschieden gegen dumpfe Vorurteile, lähmenden Pessimismus, xenophobe Demagogie aufzutreten und für europäische Tugenden und Werte zu werben und in eine europäische Diskussion einzutreten, die nicht von nationalen Ressentiments und Interessen überlagert wird.

  • Es geht um eine Europäisierung der politischen Diskussion, um ein verstärktes gemeinsames europäisches Bewusstsein.
  • Es gilt nicht nur das Hirn sondern auch das Herz der Europäer zu erobern, Europa eine Seele zugeben, die aus vielen Erzählungen gespeist wird.
  • Offenheit, Toleranz, Zivilcourage, Solidarität, Nachhaltigkeit, Kreativität und Innovation sind europäischeTugenden und Werte, die einen wesentlichen Teil der europäischen Erzählungen ausmachen, diegelebt werden sollten und die den Reichtum der unvergleichlichen Vielfalt Europas, seiner Menschen und Kulturen auch im globalen Rahmen zum Tragen bringen sollen.
  • Der Reichtum und die Dynamik der Vielfalt Europas ist auch Resultat jahrhundertelanger Migration. Eine der größten Stärken Europas ist die der ständigen Kritik und Selbstkritik.
  • Die Steiermark ist ein guter Boden für den interdisziplinären, internationalen und interreligiösen Dialog zu wichtigen Fragen der Gegenwart und der Zukunft Europas über alle Grenzen hinweg.
  • Gerade im inspirierenden Ambiente von Seggauberg am Schnittpunkt der großen europäischen Kulturkreise - des Romanischen, des Slawischen, des Deutschen und des Magyarischen - verspürt „Geist & Gegenwart" auch einen ganz besonderen Auftrag für die Staaten, Regionen, Menschen und Kulturen Südosteuropas.
  • Mittel- und Zentraleuropa ist nicht nur durch den Donauraum und seine Metropolen
    und Staaten, sondern auch durch Graz, Marburg/Maribor, Laibach/Ljubljana, Agram/Zagreb, Sarajewo und Triest/Trieste/Trst, also durch Slowenien, Oberitalien, Kroatien und die Staaten des Westbalkans, definiert.
  • Daher hat „Geist & Gegenwart" den EU-Beitrittskurs Kroatiens immer unterstützt und stellt mit Genugtuung fest, dass dieser nun endlich in die Zielgerade kommt und dass auch in den anderen Ländern des Westbalkans erfreuliche Fortschritte und ermutigende Perspektiven sichtbar sind.
  • „Geist & Gegenwart" will eine Lobby und ein nachhaltig wirkendes Netzwerk für das faszinierende
    und fordernde „Projekt Europa", den europäischen Geist und die einzigartige Vielfalt der europäischen Erzählungen sein.

Externe Verknüpfung www.geistundgegenwart.at

Rückblick: Pfingstdialog 2009 "Der Geschmack Europas"

Rückblick: Pfingstdialog 2007 "Träume und Traumata"

 

 
Kontakt / Koordination

Abteilung 3 - Wissenschaft und Forschung
Prof. Herwig Hösele
Tel: +43 676 86 66 3404
Burggasse 9, 8010 Graz

E-Mail: presse@geistundgegenwart.at
Home: Externe Verknüpfung www.geistundgegenwart.at/ 

 

 
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