Forschungspreise des Landes Steiermark
A3 - Wissenschaft und Forschung

- Forschungspreis und Förderungspreis des Landes Steiermark
Ausschreibung 2012: 20. Jänner bis 20. April 2012! - Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark
Ausschreibung 2012: 20. Jänner bis 20. April 2012!
Forschungspreis des Landes Steiermark für Simulation und Modellierung
Ausschreibung 2012: 27. Jänner bis 27. April 2012!
Rückblick auf den Spezialforschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologie- Ihre Ansprechpartnerin
- Die PreisträgerInnen 2003 bis 2010
- Die Preisträger 2011
Der Forschungspreis und der Förderungspreis des Landes Steiermark 2012 werden in der Zeit vom 20. Jänner bis 20. April 2012 ausgeschrieben!
- Um hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Forschung sichtbare Anerkennung zu verschaffen und sowohl anerkannte als auch junge steirische Wissenschafterinnen und Wissenschafter in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anzuregen, werden der Forschungspreis sowie der Förderungspreis des Landes Steiermark verliehen.
- Der Forschungspreis ist als Hauptpreis für eine anerkannte Wissenschafterin / einen anerkannten Wissenschafter sowie als Förderungspreis für eine junge Wissenschafterin / einen jungen Wissenschafter mit jeweils € 10.900,-- dotiert.
- Die Einreichungsmodalitäten werden in der "Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark" (Stück 3 vom 20. Jänner 2012) publiziert und sind auch auf vorliegender Webseite abrufbar:
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Förderungspreis des Landes Steiermark: AUSSCHREIBUNG 2012
Die Bewerbung erfolgt auf elektronischem Wege. DasANTRAGSFORMULAR ist vollständig auszufüllen und an Frau Maria Ladler, maria.ladler@stmk.gv.at, zu senden. Bewerbungen, die außerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.
- Bewerberinnen und Bewerber um den Forschungs- bzw. Förderungspreis des Landes Steiermark müssen die österreichische oder eine andere EU-Staatsbürgerschaft besitzen und im Land Steiermark geboren sein oder hier ihren ordentlichen Wohnsitz haben. Diesen sind Staatsbürgerinnen / Staatsbürger aus Staaten gleichgestellt, die Vertragsparteien des Übereinkommens zur Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind, soweit es sich aus diesem Übereinkommen ergibt.
- Für eine Diplomarbeit, Dissertation oder ein abgeschlossenes Lebenswerk wird kein Preis vergeben! Für Arbeiten, die bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurden und/oder zeitgleich bei einem anderen Bewerb eingereicht wurden, erfolgt ebenfalls keine Preiszuerkennung.
- Zulässig ist jedoch die Wiedereinreichung einer Arbeit, die für einen der vergangenen steirischen Forschungspreise bereits eingereicht wurde und mit keinem Preis ausgezeichnet wurde.
Der Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark 2012 wird in der Zeit vom 20. Jänner bis 20. April 2012 ausgeschrieben!
- Der Preis wird seit 1959 anlässlich des damaligen Gedenkens an den 100. Todestag Erzherzogs Johann von Österreich von der Steiermärkischen Landesregierung als Anerkennung und Würdigung für Arbeiten verliehen, die auf dem Gebiet der Geistes- und/oder Naturwissenschaften zur besseren Erkenntnis und Erforschung des Landes Steiermarkes beitragen. Er ist mit € 10.900,-- dotiert und soll Wissenschafterinnen und Wissenschafter in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anregen.
- Die Einreichungsmodalitäten werden innerhalb des Ausschreibungszeitraumes in der "Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark" (Stück 3 vom 20. Jänner 2012) publiziert und sind auch auf vorliegender Webseite abrufbar:
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Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark 2012: AUSSCHREIBUNG 2012
Die Bewerbung erfolgt auf elektronischem Wege. DasANTRAGSFORMULAR ist vollständig auszufüllen und an Frau Maria Ladler, maria.ladler@stmk.gv.at, zu senden. Bewerbungen, die außerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.
- Bewerberinnen und Bewerber um den Forschungs- bzw. Förderungspreis des Landes Steiermark müssen die österreichische oder eine andere EU-Staatsbürgerschaft besitzen und im Land Steiermark geboren sein oder hier ihren ordentlichen Wohnsitz haben. Diesen sind Staatsbürgerinnen / Staatsbürger aus Staaten gleichgestellt, die Vertragsparteien des Übereinkommens zur Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind, soweit es sich aus diesem Übereinkommen ergibt.
- Für eine Diplomarbeit, Dissertation oder ein abgeschlossenes Lebenswerk wird kein Preis vergeben! Für Arbeiten, die bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurden und/oder zeitgleich bei einem anderen Bewerb eingereicht wurden, erfolgt ebenfalls keine Preiszuerkennung.
- Zulässig ist jedoch die Wiedereinreichung einer Arbeit, die für einen der vergangenen steirischen Forschungspreise bereits eingereicht wurde und mit keinem Preis ausgezeichnet wurde.
Bei offenen Fragen steht Ihnen die zuständige Referentin, Frau Maria Ladler, jederzeit und gerne zur Verfügung.
- Maria LADLER
maria.ladler@stmk.gv.at
Tel.: 0316 / 877-2003
Fax: 0316 / 877-3998
Abteilung 3 - Wissenschaft und Forschung
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Trauttmansdorffgasse 2, 8010 Graz

© Land Steiermark
- Erzherzog-Johann Forschungspreis des Landes Steiermark 2011:
em. o. Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Karl Acham (Institut für Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz)
für die eingereichte Arbeit:
,,Kunst und Wissenschaft aus Graz, 3 Bde. Wien-Köln-Weimar: Böhlau 2007-2011‘‘
Die drei unter dem Reihentitel „Kunst und Wissenschaft aus Graz" zwischen 2007 und 2011 erschienenen und von Karl Acham herausgegebenen Bände beziehen sich in 111 Beiträgen, davon 29 vom Herausgeber, auf die Themenbereiche
• Naturwissenschaften, Medizin und Technik;
• Kunst und Geisteswissenschaften;
• Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.
Sie umspannen den Zeitraum vom 15. bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert, beginnend mit dem Astronomen Kepler, dem Architekten Fischer von Erlach, dem Musiker Fux, dem Mediziner Auenbrugger, dem Orientalisten Hammer-Purgstall, den Juristen Zeiller und Jenull, dem Geologen Mohs, den Technikern Engerth und Tesla, den Philosophen Riehl und Meinong, sowie den Sozialwissenschaftlern Gumplowicz und Schumpeter - um nur einige besonders bedeutsame zu nennen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem im Jahr 1811 gegründeten Joanneum als der innovativsten Institution im steirischen Kulturleben geschenkt, es kommen aber auch aktuelle wissenschaftstheoretische und wissenschaftspolitische Fragen zur Sprache. - Das mit zahlreichen Illustrationen und Literaturhinweisen versehene Sammelwerk macht deutlich, daß Graz einmal zu den herausragenden kulturellen Zentren Europas zählte, obschon die mit der Gegenreformation verbundenen Protestantenvertreibungen einen ungeheuren künstlerischen und intellektuellen Aderlass bewirkten - dem vergleichbar, was die rassistischen und politischen Verfolgungen des 20. Jahrhunderts für das österreichische Kulturleben bedeuteten. Stolz auf eine große Vergangenheit ist allerdings zu wenig. So dürfen auch jene zehn Forscher, denen während, vor oder nach ihrer in Graz ausgeübten Tätigkeit der Nobelpreis zuerkannt wurde, wie eine ganze Reihe namhafter Künstler und Gelehrter auch, nicht zum Anlass der eitlen Selbstbespiegelung oder der genüsslichen Nostalgie werden. Vielmehr sollte uns der Rückblick auf sie und andere dazu verhelfen, die Denkweisen und die Umstände ins Auge zu fassen, die solche großen Leistungen hervorbrachten, um danach auch in einer veränderten Welt dazu beizutragen, in ihrem Geist Ähnliches möglich zu machen.
- Forschungspreis des Landes Steiermark 2011:
Univ.-Prof. Dr.phil. Andreas Dorschel (Institut für Musikästhetik, Kunstuniversität Graz)
für die eingereichte Arbeit:
„Verwandlung. Mythologische Ansichten, technologische Absichten"
Um die Gegenwart und damit uns selber zu verstehen, müssen wir manchmal in die Vergangenheit schauen. Ideen kommen von weit her und leben auch von dem, was sie einmal waren. In modernen Gesellschaften ist oft und gern die Rede von ‚Transformationen‘ - zum Beispiel den ‚Transformationen‘ einer sozialen, politischen oder ökonomischen Ordnung. Mit ‚Transformation‘ meint man, dass nicht bloß etwas an einer Sache anders wird, sondern dass sie selber eine andere wird. Den Ausdruck hat schon die römische Kultur geprägt; in seinen beiden Bestandteilen stellt er die wörtliche Übersetzung des älteren griechischen Nomens ‚Metamorphose‘ dar. ‚Metamorphose‘ ist die Grundfigur des Mythos. Ihr Kompendium hat um die Zeitenwende ein Römer geschrieben, Ovid in seinen Metamorphosen. Die mythologische Idee der Metamorphose ist das erste von vier Konzepten der Verwandlung, die in überraschender Weise aneinander anknüpfen. Sie sind das Thema von Andreas Dorschels vergleichender Untersuchung Verwandlung. Mythologische Ansichten, technologische Absichten. Die weiteren großen historischen Fallstudien des Buches gelten der christlichen Vorstellung einer Transfiguration, dem Programm der Transmutation in der Alchimie, und dem Konzept der Transformation in der Biologie vom 19. Jahrhundert bis hin zu den aktuellen Entwicklungen der Gentechnologie. Der Umbau der Idee über 2000 Jahre hin lässt sich nicht ohne weiteres als Fortschritt beschreiben. Verloren hat die Idee der Verwandlung seit Ovid an Kraft, Vieldeutigkeit zu ertragen, Befremdendes auszuhalten und einer Mehrzahl von Perspektiven zugänglich zu sein.
- Förderungspreis des Landes Steiermark 2011
Dr.rer.nat. Tobias Eisenberg (Institut für Molekulare Biowissenschaften, Bereich Mikrobiologie)
für die eingereichte Arbeit:
„Induction of autophagy by spermidine promotes longevity", Nat Cell Biol 11, 1305-1314 (2009).
Im Zuge seiner Forschungsarbeit am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzenz-Universität Graz konnte Dr. Tobias Eisenberg in Zusammenarbeit mit Prof. Frank Madeo eine lebensverlängernde Wirkung des natürlich vorkommenden Polyamins Spermidin aufdecken. Spermidin findet sich nicht nur in allen menschlichen Körperzellen, sondern ist auch im Tier- und Pflanzenreich stark verbreitet und damit täglicher Bestandteil unserer Nahrung. Herr Eisenberg zeigte in seiner Arbeit, dass Spermidin die sogenannte Autophagie ankurbelt, einem ‚Aufräum-Prozess‘, der Zellen von geschädigten Bestandteilen befreit (z.B. defekte Proteine oder defekte Organellen wie Mitochondrien) und damit vor gefährlichen Schäden schützt. Dies führt nicht nur zur Langlebigkeit von Hefezellen, sondern verlängert ebenso die Lebensspanne von Würmern, Fliegen und menschlichen Immunzellen und vermindert Alters-bedingte Proteinschädigungen im Blut von Mäusen. Diese Ergebnisse könnten schon bald für die klinische Forschung höchst relevant werden, z.B. bei Alterserkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Diese Neurodegenerationen, dem Abbau von Nervenzellen durch Zelltod, entstehen -so vermutet man- durch Ablagerung von verklumpten Proteinen in Nervenzellen. Wie andere Studien zeigen, schützt eine Aktivierung der Autophagie in verschiedenen Tiermodellen vor Neurodegeneration. Der schützende Prozess der Autophagie steht aber auch im Zusammenhang mit vielen weiteren Krankheiten, wie z.B. Herz-Kreislauf Erkrankungen und Krebs, weshalb die pharmakologische Aktivierung von Autophagie als vielversprechender Therapieansatz zur Bekämpfung dieser Krankheiten diskutiert wird.




