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Informationen und Formulare

Auf diesen Seiten finden Sie Antrags-Formulare und
Informationen zu den einzelenen Themen-Bereichen.
Diese können heruntergeladen werden.

Steiermärkisches Behinderten-Gesetz

Die Steiermärkische Landesregierung hat
im Jahr 2004 ein Gesetz über Hilfe-Leistungen
für Menschen mit Behinderungen gemacht.
Seit 1. Juli 2004 gibt es das Steiermärkische Behinderten-Gesetz.
Die Abkürzung für das Steiermärkische Behinderten-Gesetz ist Stmk. BHG

Das Steiermärkische Behinderten-Gesetz wurde
in den letzten Jahren oft novelliert.
Novelliert heißt geändert.

Menschen mit einer Behinderung oder psychischen Beeinträchtigung
können um verschiedene Leistungen
nach dem Steiermärkischen Behinderten-Gesetz ansuchen.

Was für Leistungen gibt es über die Steiermärkische Behindertenhilfe?

  • Heilbehandlung
  • Versorgung mit Körper-Ersatzstücken
  • Erziehung und Schulbildung
    Früh-Förderung
  • Teilhabe an Beschäftigung in der Arbeits-Welt
  • Lebensunterhalt
  • Tages-Einrichtungen
  • Wohn-Einrichtungen
  • Übernahme der Entgelte in Pflege-Heimen
  • Mietzins-Beihilfe
  • Hilfe zum Wohnen
  • Freizeit-Gestaltung
  • Familien-Entlastung
  • Zuschuss für behinderten-gerechte Ausstattung von Kraftfahrzeugen
  • Zuschuss für notwendige bauliche Maßnahmen
    hier meint man bauliche Änderungen der Wohnung
    oder eines Wohn-Hauses
  • Reisekosten aufgrund einer Ladung durch eine Behörde
  • Härtefall
  • Übernahme der Fahrtkosten

Wer hat Anspruch auf diese Leistungen?

Menschen mit Behinderungen dürfen die Leistungen beantragen, wenn

sie eine dauerhafte körperliche Behinderung

sie eine Sinnes-Behinderung

sie eine psychische Beeinträchtigung

sie ein Kind mit einer Behinderung

sie den Hauptwohnsitz in Österreich

sie

 

 

Assistenz-Leistungen
Es kann um eine Übernahme der Kosten angesucht werden für:

  • Freizeit-Assistenz - ASS-F 
  • Familien-Entlastungsdienst - FED BHG
  • Wohn-Assistenz - ASS-W 
  • Persönliches Budget - PERS BUD

Hier ist zu beachten,
dass ein Teil von den Kosten selbst zu bezahlen ist.
Man sagt auch Selbstbehalt dazu.
Für manche Menschen ist es aber schwierig den Selbstbehalt zu bezahlen.
Diese Menschen können einen Antrag
auf Befreiung des Selbstbehaltes stellen.

Dieser Antrag wird von der zuständigen Behörde genau überprüft.
Die Behörde entscheidet dann,
ob man was zahlen muss oder nicht.

Beruf

Es kann um eine Übernahme der Kosten oder
auch um Zuschüsse angesucht werden für:

  • Tagesbegleitung und Förderung
  • Teilhabe an Beschäftigung in der Arbeits-Welt

Erziehung und Schule

Es kann um eine Übernahme der Kosten,
welche aufgrund der Behinderung entstehen angesucht werden für:

  • Früh-Förderung - FF und Familien-Begleitung 
  • heilpädagogische Kinder-Gärten
  • integrative Zusatz-Betreuung - IZB in Kinder-Gärten
  • Schule und Hort

Finanzielle Leistungen

Damit gemeint sind Unterstützungen in Form einer Geld-Leistung.
Wenn ein Mensch mit Behinderung,
noch zu Hause wohnt, 18. Jahre alt ist und
ein geringes Einkommen hat, kann er ansuchen um:

  • Lebens-Unterhalt
  • Wohnungs-Aufwand für die eigene Wohnung

Hier gibt es aber Richtsätze der Sozial-Hilfe.
Richtsätze sind Regeln, Gesetze.
Das Einkommen der jeweiligen Person,
darf nicht mehr als der Richtsatz sein.

Heilbehandlung und Hilfsmittel

Es kann um einen Kosten-Zuschuss angesucht werden für:

  • ärztliche Behandlungen
  • Therapien
  • Körper-Ersatz-Stücke
  • orthopädische Behelfe
  • technische Hilfsmittel
  • Dolmetsch-Leistungen in Gebärden-Sprache
  • Ankauf von Fahrzeugen, behinderten-gerechter Ausstattung und
    Umbau von Kraft-Fahrzeugen
  • behinderten-gerechter Umbau, barrierefreier Umbau der Wohnung
    oder des Wohn-Hauses

Wohnen

Wenn ein Mensch mit Behinderung 18. Jahre alt ist und
in einer eigenen Wohnung leben möchte,
kann er ansuchen für:

  • Mietzins-Beihilfe bei erheblicher körperlicher Beeinträchtigung 
    oder
  • Abdeckung vom Wohnungs-Aufwand
    wenn man Lebens-Unterhalt bekommt

In Einrichtungen

Wenn ein Mensch mit Behinderung in einer Einrichtung lebt,
kann er ansuchen für:

  • eine Übernahme der Kosten für Wohn-Einrichtungen
  • Übernahme der Kosten von Pflege-Heimen

Wer hat Anspruch auf diese Leistungen?

  • Menschen mit einer dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung
  • Menschen mit einer Sinnes-Beeinträchtigung
  • Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung

Der Hauptwohnsitz muss in der Steiermark sein und
man muss die österreichische Staatsbürgerschaft haben.

  • EWR-Bürger oder EWR-Bürgerin haben einen Anspruch,
    wenn sie eine EU-Anmelde-Bestätigung haben.
    Für Kinder bis 12 Jahre gilt diese Einschränkung nicht.
    Kinder müssen in der Steiermark wohnen.
    EWR ist die Abkürzung für Europäischen Wirtschaftsraum.

Wenn man nicht die österreichische Staatsbürgerschaft hat,
muss man eine Bestätigung vorlegen,
dass man dauerhaft in Österreich bleiben darf.
 

Wann und Wo kann man einen Antrag für eine dieser Leistungen stellen?

Wenn man eine dieser Leistungen braucht,
kann ein Antrag bei der zuständigen Bezirks-Hauptmannschaft oder
beim Magistrat der Stadt Graz gestellt werden.
Die Abkürzung für Bezirks-Hauptmannschaft ist BH.
Die BH ist zuständig für alle Gemeinden in einem Bezirk.

  • Anträge können Sie auch mit der Post
    an die zuständigen Stellen senden.
  • Man kann aber auch ein Fax
    oder  eine Mail an die zuständigen Stellen senden.
  • Man kann einen Antrag in Form eines Schreibens
    oder mit einem Antrags-Formular stellen.
  • Sie können den Antrag selbst stellen.
    Es kann auch ein Vertreter oder eine Vertreterin den Antrag für Sie stellen.

Ein Vertreter oder eine Vertreterin
können ein Elternteil oder
ein Sachwalter oder eine Sachwalterin sein.
Oder es kann auch eine Person sein,
die eine unterschriebene Vollmacht von Ihnen hat.

Notwendige oder auch wichtige Unterlagen
sind zusammen mit den Anträgen
bei den zuständigen Stellen abzugeben oder
an diese weiter zu leiten.
Diese sind Unterlagen sind:

  • ein Ausweis mit einem Foto
  • den Nachweis, dass Sie die österreichische Staatsbürgerschaft haben.
  • wenn Sie nicht die österreichische Staatsbürgerschaft haben,
    müssen Sie eine Bestätigung vorlegen,
    dass Sie dauerhaft in Österreich bleiben dürfen.
  • wenn Sie Pflegegeld bekommen, den Pflegegeld-Bescheid.
  • Betätigungen vom Arzt oder Ärztin und Befunde über Ihre Behinderung.
  • wenn Sie einen Antrag auf Zu-Zahlung zu einer Therapie stellen,
    auch Therapie-Pläne und die Verordnung vom Arzt oder der Ärztin.
  • wenn Sie einen Antrag auf Mietzins-Beihilfe und
    Lebens-Unterhalt stellen:
    auch den Miet-Vertrag und
    die Vorschreibung wie viel Miete Sie bezahlen müssen
    eine Bestätigung, dass Sie die Miete bezahlt haben,
    und einen Nachweis, wie viel Einkommen Sie haben.
    Unter Einkommen versteht man zum Beispiel:
    Gehalt, Lohn, Pension, Familien-Beihilfe, Wohn-Beihilfe
  • wenn Sie einen Antrag auf das Persönliche Budget stellen,
    muss der Selbst-Einschätzungs-Bogen
    über Ihre benötigen Stunden vorgelegt werden.

Informationen

Das Behinderten-Gesetz in der Steiermark
Broschüre - Stand April 2013 - Externe Verknüpfung zum Herunterladen

Antrags-Formulare

Bezirks-Hauptmannschaften

Externe Verknüpfung Bruck-Mürzzuschlag

Externe Verknüpfung Deutschlandsberg

Externe Verknüpfung Graz-Umgebung

Externe Verknüpfung Hartberg-Fürstenfeld

Externe Verknüpfung Leibnitz

Externe Verknüpfung Leoben

Externe Verknüpfung Liezen

Externe Verknüpfung Murau

Externe Verknüpfung Murtal
zuständig für die Bezirke Judenburg und Knittelfeld

Externe Verknüpfung Südost-Steiermark
zuständig für die Bezirke Feldbach und Radkersburg

Externe Verknüpfung Voitsberg

Externe Verknüpfung Weiz

Persönliches Budget

Das spricht man so: Persönliches Büdschee.
Das ist Geld.
Diese Geld bekommen Menschen mit Beeinträchtigungen.
Mit diesem Geld bezahlen sie ihre Unterstützung.

Das ist wichtig beim Persönlichen Budget:
Menschen mit Beeinträchtigungen suchen sich selbst aus,
welche Unterstützung sie wollen.

Externe Verknüpfung Antrag

Externe Verknüpfung Informations-Blatt

Externe Verknüpfung Verwendungs-Nachweis

Externe Verknüpfung Informations-Blatt Verrechnung


Magistrat Graz

Externe Verknüpfung Behinderten-Hilfe und Persönliches Budget

Externe Verknüpfung Persönliches Budget - Selbsteinschätzungsbogen

Externe Verknüpfung Persönliches Budget - Verwendungs-Nachweis

Externe Verknüpfung Persönliches Budget - Informationsblatt

Externe Verknüpfung Persönliches Budget - Hinweis auf Abrechnung

Externe Verknüpfung Behinderten-Hilfe - Merkblatt

Pflege

Pflegegeld

Was ist Pflegegeld?
Wann hat man Anspruch auf Pflegegeld?
Wie viel Pflegegeld kann man bekommen?
 

Das Pflegegeld ist ein Zuschuss
zu den Pflegekosten.
Es ist nicht dafür gedacht,
dass man davon
die gesamten Pflegekosten bezahlt.

Das Pflegegeld ist ein bestimmter Geld-Betrag,
den man jeden Monat bekommt.
Wie viel Geld ein Mensch bekommt,
hängt von der Pflegestufe ab.

Es gibt 7 Pflegestufen.
Pflegestufe 1 ist die niedrigste Pflegestufe,
Pflegestufe 7 ist die höchste Pflegestufe.

Je höher die Pflegestufe ist,
desto mehr Geld bekommt man.

Welche Pflegestufe man bekommt,
hängt davon ab,
wie schwer die Krankheit oder Behinderung ist. 

Pflegegeld bekommen Sie,
damit Sie sich Ihre Pflege kaufen können.
Dafür ist das Pflegegeld da.
Es ist deshalb egal,
wie viel Sie verdienen.
Das Pflegegeld bekommen Sie immer.

Welcher Sozial-Versicherungsträger ist für mich beim Pflegegeld zuständig?

Liste der Sozial-Versicherungsträger - Externe Verknüpfung zum Herunterladen
Word-Dokument, 48 KB 

Informationen

Externe Verknüpfung Pflegegeld - Erklärt in Leichter Sprache - Sozial-Ministerium, Stand März 2015
PDF-Dokument, 440 KB

Externe Verknüpfung Pflegegeld - Sozial-Ministerium-Service
PDF-Dokument, 180 KB  

Antrags-Formulare

Externe Verknüpfung BVA-Versicherungs-Anstalt öffentlich Bediensteter

Externe Verknüpfung PV-Pensionsversicherungs-Anstalt

Externe Verknüpfung SVB - Sozial-Versicherung der Bauern

Externe Verknüpfung SVA - Sozial-Versicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft

Externe Verknüpfung VAEB - Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau

Weitere Informationen zum Pflegegeld findet man unter: Externe Verknüpfung help.gv.at


Unterstützung für pflegende Angehörige - Bundespflegegeld-Gesetz

Viele Menschen pflegen nahestehende Verwandte zu Hause.
Aber auch diese Menschen benötigen dazwischen
zum Beispiel

  • einen Urlaub
  • einen Kur-Aufenthalt
  • einen Krankenhaus-Aufenthalt.

Wenn man gewisse Vorraussetzungen erfüllt,
kann man um eine Unterstützung für pflegende Angehörige
für die Zeit der Abwesenheit beantragen.
Es muss jedoch eine andere Person vorhanden sein,
welche den Menschen der Pflege benötigt, betreut.

Informationen:

Wann kann man um eine Unterstützung ansuchen?
Wie viel Geld bekommt man?

Externe Verknüpfung Pflegende Angehörige - Sozial-Ministerium-Service

Externe Verknüpfung Info-Blatt Pflegende Angehörige - Zuwendungen

Externe Verknüpfung Info-Blatt Pflegende Angehörige - Begünstigungen

{url:7:'Richtlinien Pflegende Angehörige'}

Antrags-Formular

Externe Verknüpfung Pflegende Angehörige - Sozial-Ministerium-Service


Selbstversicherung für die Pflege naher Angehöriger
Man kann sich zu begünstigten Bedingungen
Wenn eine Person einen nahen Angehörigen oder Angehörige pflegt,

 

Selbstversicherung in der Pensions-Versicherung
für die Zeiten der Pflege eines behinderten

Diese Selbst-Versicherung ist bis zu 10 Jahre rückwirkend und kostenlos.
Es gibt in Österreich Pflicht-Versicherungen für alle Menschen.
Die Regeln für die Pflicht-Versicherungen sind im
Allgemeinen-Sozial-Versicherungs-Recht geregelt.
Die Abkürzung ist ASVG.
Die Pflicht-Versicherungen sind aufgeteilt in:
Kranken-Versicherung
Unfall-Versicherung
Pensions-Versicherung.
Wenn man lange Jahre arbeitet
und an die Pensions-Versicherung Einzahlungen leistet,
erwirbt man Beitrags-Jahre.
Das ist sehr wichtig
damit man im Alter eine Pension erhält.
Schwierig wird es,
wenn man aus verschiedenen Gründen
keine ausreichenden Beitrags-Jahre
für die Berechnung der Pension hat.
Für die Versorgung behinderter Kinder,
braucht man oft sehr viel Zeit.
In vielen Fällen kann deshalb eine Mutter oder ein Vater
keinen Beruf ausüben.
Damit können auch keine Beitrags-Jahre
gesammelt werden.
Seit 1. Jänner 2013 gibt es eine neue Regelung
im ASVG.
Im Paragrafen 18a wird die Pensions-Versicherung
für die Zeiten der Pflege eines behinderten Kindes neu geregelt.
Es gibt für Betroffene die Möglichkeit,
sich freiwillig in der Pensions-Versicherung selbst zu versichern.
Es kann immer nur 1 Person für die Selbst-Versicherung
bei der Pflege eines behinderten Kindes berechtigt sein.
Das kann sein:
• Vater oder Mutter
• Groß-Mutter oder Groß-Vater
• Stief-Mutter oder Stief-Vater
• Pflege-Mutter oder Pflege-Vater
Voraussetzungen:
• der Wohn-Sitz muss in Österreich sein
• es darf keine Pflicht-Versicherung oder Weiter-Versicherung
in der Pensions-Versicherung bestehen
• es darf kein Pensions-Anspruch bestehen
Eine rückwirkende Selbst-Versicherung
ist jetzt bis zu 10 Jahren möglich.
Die rückwirkende Selbst-Versicherung
ist maximal bis zum Jahr 1988 möglich.
Für versicherte Personen entstehen dabei keine Kosten.
Die Selbstversicherung kann auch dann beantragt werden,
wenn bisher noch keine Pensions-Versicherung bestanden hat.

Wichtig:
Eine Selbst-Versicherung ist
höchstens bis zur Vollendung des 40. Lebens-Jahres
des behinderten Kindes möglich, wenn:
• die Person mit dem behinderten Kind im gemeinsamen Haushalt lebt und sich um das Kind kümmert
• erhöhte Familien-Beihilfe bezogen wird.

Antrags-Formular

Externe Verknüpfung Selbstversicherung bei Pflege eines behinderten Kindes
PDF-Dokument, 638 KB
 

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