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Biotoperhaltungsprogramm (BEP)

Biotoperhaltungsprogramm (BEP)

Beispiel1 © Mag.Klipp
Beispiel1
© Mag.Klipp
Beispiel2 © Mag. Krapf
Beispiel2
© Mag. Krapf

Vertragsnaturschutz ist eine Zauberformel, um wertvolle Lebensräume (Biotope) zu erhalten.

Durch ein Miteinander von BewirtschafterIn und amtlichem Naturschutz wird die Erhaltung ökologisch wertvoller Flächen sichergestellt. Neben dem finanziellen Anreiz soll den VertragspartnerInnen der ökologische Wert ihrer Flächen bewusstgemacht werden (sofern sie diesen nicht bereits ohnehin kennen und schätzen), damit sie die Lebensräume aus eigenem Interesse weiterhin erhalten.

Zu diesem Zweck wurde bereits im Jahr 1987 das Biotop-Erhaltungs- und Förderungs-Programm eingerichtet. Dabei handelt es sich um ein für das Bundesland Steiermark spezifisches Vertragsnaturschutzprogramm.

Ziel dieses Programmes sind der Erhalt bzw. die Entwicklung ökologisch wertvoller Offenlandflächen, von Streuobstbeständen, von Trittstein-/Verbundlebensräumen und darüberhinausgehend von weiteren, funktionell bedeutsamen Naturräumen.

Im Rahmen des Programmes erfolgt eine Leistungsabgeltung bzw. ein teilweiser finanzieller Ersatz vom Ertragsentgang durch die Einhaltung verschiedener notwendiger Bewirtschaftungsauflagen wie zum Beispiel:

  • jährlich einmalige bzw. zweimalige spätere Mahd
  • Entfernung von Mähgut
  • Erhaltung oder Anlage von Feldrainen oder Flurgehölzen
  • Erhaltung von Streuobstbäumen
  • Verzicht auf jegliche Düngung
  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel
  • Verzicht auf Beweidung von Weichböden
  • Verzicht auf Entsteinung
  • Verzicht auf Geländekorrektur
  • Verzicht auf Entwässerung
  • Verzicht auf Aufforstung
  • Auszäunen

Wozu extensive Bewirtschaftung?

Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind auf extensiv bewirtschaftete Flächen angewiesen.

Viele Pflanzenarten können z.B. nur in ungedüngten Wiesen überleben. Bei Nährstoffzufuhr verschwinden sie, da sie sich gegen Gräser und Kräuter, die durch Düngung gefördert werden, nicht durchsetzen können. Die Vielfalt geht ebenso verloren, wenn die Wiesen zu oft gemäht werden. Durch zu frühe Mahd können beispielsweise die Samen manch seltener, gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Arten nicht ausreifen und sich diese somit nicht vermehren. Übrig bleiben jene, die sich auf mehrmaliges Mähen einstellen und eine schnelle Samenproduktion aufweisen. Die bunte Vielfalt von Gräsern und Kräutern weicht dann einem eintönigen, artenarmen Pflanzenbestand. Aber auch Tiere, vor allem viele Insekten, die auf ein reichhaltiges Kräuterangebot angewiesen sind, verschwinden in der Folge.

Artenreiche Wiesen dienen auch als Reservoir für Heil- und Gewürzkräuter. Sie liefern gesundes Heu für Vieh, und wertvolle Kräuter für uns Menschen. Insbesondere magere Wiesen festigen zudem das Erdreich auf Hängen. Durch unterschiedliche Bewurzelungstiefe und -intensität von Gräsern und Kräutern stabilisieren sie den Boden und verhindern somit Rutschungen und Abschwemmungen.

Welche Flächen sind geeignet?

Artenreiche Wiesen- und Weideflächen, Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Magerstandorte, Hutweiden und Feuchtwiesen mit verschiedenen Landschaftselementen (Einzelbäume, Flurgehölze, Hecken usw.), Wiesen- und Weideflächen, die eine besondere Bedeutung als Brut- und Nahrungsraum für geschützte, gefährdete und/oder seltene Tiere aufweisen, Moore und Schwingrasen, Seggenrieder sowie Quellfluren werden ebenso ins Programm aufgenommen wie floristisch interessante Streuobstwiesen, die ungedüngt und artenreich sind.

An dieser Stelle sei auch auf das EU - Landwirtschaftsprogramm ÖPUL - Naturschutzmaßnahmen (  ÖPUL: Pflege ökologisch wertvoller Flächen WF) verwiesen.

Flächen, mit ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen (WF und/oder ENP) - oder Natura 2000-Vertragsnaturschutz, können in das BEP nicht aufgenommen werden.

Wie erfolgt die Aufnahme ins Programm?

Interessierte BewirtschafterInnen können sich an die Abteilung 13 wenden, die danach wiederum die für den jeweiligen Bezirk zuständigen Bezirksnaturschutzbeauftragten beauftragt, die ökologische Wertigkeit der Fläche(n) und damit eine etwaige Eignung zur Aufnahme ins Biotoperhaltungsprogramm festzustellen.


Kontakt:

Gölles Ursula
Abteilung 13 Umwelt und Raumordnung
Stempfergasse 7
8010 Graz

Telefon: +43 (316) 877-2134
Fax: +43 (316) 877-3490
E-Mail-Dst: abteilung13@stmk.gv.at
Mairhuber Christian, Mag. Dr.
(Bezirk Graz-Umgebung, Voitsberg)
Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum
Bahnhofgürtel 77
8020 Graz

Telefon: +43 (316) 877-5130
Fax: +43 (316) 877-5160
Mobil: +43 (676) 86665130
E-Mail-pers: christian.mairhuber@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-sz@stmk.gv.at
Neubauer Wolfgang, Ing. Mag.
(Bezirk Leibnitz, Deutschlandsberg)
Baubezirksleitung Südweststeiermark
Marburger Straße 75
8435 Wagna

Telefon: +43 (3452) 82097-638
Fax: +43 (3452) 82097-666
Mobil: +43 (676) 86643638
E-Mail-pers: wolfgang.neubauer@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-sw@stmk.gv.at

Pfeiler Johann, Mag.
(Bezirk Südoststeiermark)
Baubezirksleitung Südoststeiermark
Bismarckstraße 11-13
8330 Feldbach

Telefon: +43 (3152) 2511-334
Fax: +43 (3152) 2511-345
Mobil: +43 (676) 86643234
E-Mail-pers: johann.pfeiler@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-so@stmk.gv.at
Pölzler-Schalk Elisabeth, Mag.
(Hartberg-Fürstenfeld, Weiz)
Baubezirksleitung Oststeiermark
Rochusplatz 2
8230 Hartberg

Telefon: +43 (3332) 606-360
Fax: +43 (3332) 606-870
Mobil: +43 (676) 86643360
E-Mail-pers: elisabeth.poelzler-schalk@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-os@stmk.gv.at
Prenner Ferdinand, Mag.
(Bezirk Liezen)
Baubezirksleitung Liezen
Hauptstraße 43
8940 Liezen

Telefon: +43 (3612) 22111-44
Fax: +43 (3612) 22111-29
Mobil: +43 (676) 86643144
E-Mail-pers: ferdinand.prenner@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-li@stmk.gv.at
Stefanzl Gerd, Ing. Dr.
(Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, Leoben)
Baubezirksleitung Obersteiermark Ost
Dr.-Theodor-Körner-Straße 34
8600 Bruck an der Mur

Telefon: +43 (3862) 899-323
Mobil: +43 (676) 86643023
E-Mail-pers: gerd.stefanzl@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-oo@stmk.gv.at
Walcher Franz, Mag.
(Bezirk Murau, Murtal)
Baubezirksleitung Obersteiermark West
Kapellenweg 11
8750 Judenburg

Telefon: +43 (3572) 83230-360
Fax: +43 (3572) 83230-390
Mobil: +43 (676) 86641360
E-Mail-pers: franz.walcher@stmk.gv.at
E-Mail-Dst: bbl-ow@stmk.gv.at
Windisch Wolfgang, Dr.
(Graz-Stadt)
Naturkundliche Beratungsstelle des Magistrates Graz
Europaplatz 20
8020 Graz
Telefon: +43 (316) 872-4040
Mobil: +43 (676) 86641360
E-Mail-pers: wolfgang.windisch@stadt.graz.at
E-Mail-Dst: gruenraum-gewaesser@stadt.graz.at

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