Link zur Startseite

STEIRISCHE LANDESHYMNE

Landeshymne abspielen

Wir bieten Ihnen das Dachsteinlied in drei unterschiedlichen Qualitäten, sowie in einer Instrumentalversion an:

64 kbit Externe Verknüpfung Abspielen 128 kbit Externe Verknüpfung Abspielen 256 kbit Externe Verknüpfung Abspielen

Externe Verknüpfung Instrumentalversion (Copyright: ORF, Landesstudio Steiermark)

Text

1. Hoch vom Dachstein an, wo der Aar noch haust,
bis zum Wendenland am Bett der Sav'
und vom Alptal an, das die Mürz durchbraust,
bis ins Rebenland im Tal der Drav'
Dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes teures Heimatland,
dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland!

2. Wo die Gemse keck von der Felswand springt
und der Jäger kühn sein Leben wagt;
wo die Sennerin frohe Jodler singt
am Gebirg, das hoch in Wolken ragt
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

3. Wo die Kohlenglut und des Hammers Kraft,
starker Hände Fleiß das Eisen zeugt
wo noch Eichen stehn, voll und grün von Saft
die kein Sturmwind je noch hat gebeugt
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

 

Wo der Mais und Haid`n herbstlich duftend blühn
Und des Obstes Füll` so lachend keimt;
Wo im Unterland süße Trauben glühn,
Deren edles Blut wie Perlen schäumt
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo am Kirchweihfest noch alter Weis
Sanfter Zither Ton und Hackbrett klingt
Und der wackre Bursch rasch und flink im Kreis
Holde Dirnen froh im Tanze schwingt
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo noch deutsches Wort und Handschlag gilt
Frommer Sinn noch herrscht und Tugend währt;
Wo auf Mädchenwang noch das Schamroth spielt
Und die Hausfrau klug den Segen mehrt
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo`s im schlichten Rock, wie im Fürstengewand
Edle Männer gibt voll weisem Rath,
Die ein Schitz und Schirm frü das treue Land
Rüstig vorwärts gehn in reger That
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo in jedem Arm die geerbte Kraft
Habsburgs Enkeln blüht voll alter Treu
Für den Kaiser gern jeder sich rafft
Und dann eisern steht in Schlachtenreih`
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo des Dampfes Kraft nun mit Sturmgewalt
Alles fortbewegt auf eis`ner Bahn
Und sich Fleiss und Müh`  zeigen vielgestalt
Und ein neuer Geist als ihr Gespann
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland!

4. Wo sich lieblich groß eine Stadt erhebt
hart am Atlasband der grünen Mur,
wo ein Geist der Kunst des Wissens lebt,
dort im hehren Tempel der Natur
Dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes teures Heimatland
dieses schöne Land ist der Steirer Land
ist mein liebes, teures Heimatland! 

Strophen in Kursivschrift  zählen nicht zur offiziellen Hymne, sondern sie waren Bestandteil des Originaltextes.

Worte: Jakob Dirnböck, geb. 1809 in Graz, gest. 1861
Buchhändler und Verleger
Weise: Ludwig Carl Seydler, geb. 1810 in Graz-St.Leonhard,
gest. 1888
Grazer Domorganist

 

Historie

Der in 1809 als Sohn eines Bäckers in Graz geborene Buchhändler und Verleger Jakob DIRNBÖCK dichtete anläßlich des 25jährigen Bestehens der Steiermärkischen Landwirtschafts-Gesellschaft den Text in zehn Strophen.
Der Grazer Domorganist Ludwig Karl SEYDLER, als Sohn eines Schulmeisters 1810 in Graz geboren, verfasste einen vierstimmigen Chorsatz mit 16taktiger Melodie. Bei diesem Festakt der Landwirtschafts-Gesellschaft im Jahre 1844 wurde die Melodie erstmals aufgeführt.
Hier brachte ein vierstimmiger Männerchor dieses Lied in G-Dur dar
Anläßlich der ersten drahtlosen Übertragung in Graz erklang dieses Lied durch die Radioversuchsanlage von Otto Nußbaumer.
Am 3. Juli 1929 wurde vom Steiermärkischen Landtag Melodie und Text (die ersten drei sowie die letzte der ursprünglich zehn Strophen) zur Landeshymne erhoben.
War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).