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Lärmschutz

LÄRMSCHUTZWAND IM SELBSTBAU (LSB)

VORAUSSETZUNGEN
Grundvoraussetzung für eine Selbstbauförderung sind:
  • Das betreffende Wohnobjekt muss an einer Landesstraße (B oder L) liegen.
  • Der betroffene Anrainer muss seit mindestens 10 Jahren im betreffenden Objekt wohnen,
     bzw. seit 10 Jahren Eigentümer sein.
  • Die Lärmgrenzwerte müssen überschritten werden
    (Lärmcheck) ➜ www.verkehr.steiermark.at/laermcheck


PLANUNG
Das Land Steiermark übernimmt in Absprache mit den betroffenen Anrainern die Dimensionierung einer zu errichtenden Lärmschutzwand. Weiters werden alle notwendigen Unterlagen in Form einer Projektmappe zur Verfügung gestellt welche auch als Einreichunterlage im Baugenehmigungsverfahren verwendet werden kann. In dieser Mappe ist alles Wissenswerte über das Baugesetz, Akustik, Statik, Baumaterialien, Gestaltung und vieles mehr enthalten. Teile dieser Mappe sind hier als Download zur Verfügung gestellt.


FÖRDERUNG
Im Falle der Errichtung einer Lärmschutzwand im Selbstbau wird im Regelfall ein Kostenzuschuss in Höhe von € 6.000,- gewährt. Eine grobe Abschätzung Ihrer Lärmsituation können Sie mittels eines Lärmchecks ONLINE selbst abfragen.
www.verkehr.steiermark.at/laermcheck


KOSTEN
Die Errichtungskosten für eine Lärmschutzwand betragen je nach erbrachter Eigenleistung
ca. € 130,- bis € 200,-/m2 Wandfläche.

LÄRMSCHUTZ - FENSTER (LSF)

VORAUSSETZUNGEN
• Das betreffende Wohnobjekt muss an einer Landesstraße liegen.
• Die Lärmgrenzwerte müssen überschritten werden.
• Der betroffene Anrainer muss seit mindestens 10 Jahren im betreffenden Objekt wohnen bzw. seit 10 Jahren Eigentümer sein (Meldezettel,Kaufvertrag etc.).


ANTRAGSTELLUNG
Das Ansuchen ist mittels Antragsformular an die zuständige Dienststelle der Landesstraßenverwaltung (siehe Basisinfo-Folder) zu richten. Die Angaben zum Objekt sind entweder von der Gemeinde zu bestätigen oder im Zuge der örtlichen Erhebung den Organen der Landesstraßenverwaltung durch Vorlage der entsprechenden Belege (Grundbuchsauszug, Baubewilligungs-/Benützungsbewilligungsbescheid, Mietvertrag, Übergabevertrag,
Erbvertrag, Meldezettel, etc.) nachzuweisen.


ANTRAGSBERECHTIGT
Ist der Eigentümer des Gebäudes, die Hausverwaltung oder der Mieter mit Zustimmung des Eigentümers (Nachweis durch Grundbuchsauszug, Mietvertrag, etc.).


FÖRDERUNG
  • Sämtliche Kosten für Fenster, Türen und Montagen werden nach einer amtlich festgelegten
     Grenzwertliste gefördert. Die nachstehenden Prozentsätze beziehen sich auf diese Preise.
  • Die Kosten für die Lieferung der Lärmschutzfenster und -türen für Wohn- und Schlafräume
     werden abzüglich 1,5 % pro Bestandsjahr der Altfenster als Beihilfe vergütet, wobei die
     Beihilfe mindestens 50 % der anerkannten Lieferkosten beträgt.
  • Montagekosten werden laut Grenzwertliste vergütet.
  • Die Kosten für die Lieferung und den Einbau von Schalldämmlüftern in Schlafräumen werden laut Grenzwertliste gefördert.
  • Zusätzlich wird eine Beihilfe für die Sanierung der Hausfassade, Fensterlaibungen, etc. in der
     Höhe von 8 % der anerkannten Fensterkosten gewährt.
  • Der Austausch von Balken, Jalousien, Rollos und Fensterbänken wird nicht gefördert.
  • Eine schalltechnische Sanierung (Glasaustausch) von bestehenden Fenstern und Türen wird
     vergütet, sofern diese Adaptierung den Förderungsrichtlinien entspricht (mind. 38 dB
     Schalldämmmaß, 2 umlaufende Dichtungen etc.).
  • Für die Berechnung der Beihilfe ist die Vorlage eines Angebotes erforderlich.
     Nach Überprüfung dieses Kostenvoranschlages wird von Seiten der Landesstraßenverwaltung
     eine grundsätzliche Zustimmung in Form einer Vereinbarung erteilt, wenn die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.
  • Sollte der Einbau der Schallschutzmaßnahmen vor dieser schriftlichen Beihilfenzusage
     vorgenommen  werden, so beträgt das Förderungsausmaß nur mehr 50 % der Lieferkosten
     der Fenster und Türen.
  • Die Auszahlung der Beihilfe erfolgt nach Vorlage der Schlussrechnung und Überprüfung der
     Arbeiten durch die Landesstraßenverwaltung.
  • Etwaige nachträgliche Preisnachlässe oder Preisänderungen werden bei der Endabrechnung
     berücksichtigt.


Bei begrenzten finanziellen Mitteln wird eine Dringlichkeitsreihung nach den Kriterien Datum des Antrages und Lärmbelastung durchgeführt. Dadurch ist mit zeitlichen Verzögerungen zu rechnen.
Die Förderungszusage hat eine Gültigkeitsdauer von 12 Monaten (ab
Vereinbarungsdatum). Nach Ablauf dieser Frist ist ein neuerliches Ansuchen
an die zuständige Baubezirksleitung zu richten.


ANGEBOTE
Die Lieferfirma hat im Angebot ein bewertetes Schalldämmmaß der Fenster bzw. Türen nach ÖNORM B 8115 von 38 dB zu garantieren.


  • Bei einer Lärmbelastung von 60 dB und mehr in der Nacht ist der Einbau eines
    Schallschutzfensters mit mindestens 42 dB Schalldämmmaß zwingend vorgeschrieben.
  • Bei 42 dB-Fenstern muss ein Zeugnis einer Prüfanstalt vorgelegt werden.
  • Das betreffende Prüfzeugnis muss von einer Prüfanstalt aus dem EU-Raum ausgestellt
     und in deutscher Sprache abgefasst sein.
  • Die Einheitspreise sind in €uro anzugeben.


Die Landesstraßenverwaltung behält sich vor, vom Antragsteller weitere Kostenvoranschläge zu verlangen, wenn der Kostenvoranschlag unangemessen hoch erscheint und der Antragsteller nicht bereit ist, die Kostendifferenz (in Bezug auf die Grenzwertliste) zu tragen.

 

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