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Förderangelegenheiten

Vertragsnaturschutz ist eine Zauberformel, um wertvolle Biotope zu erhalten: Durch ein Miteinander von Bauer und amtlichem Naturschutz wird die Erhaltung ökologisch wertvoller Flächen sichergestellt. Dabei soll dem Landwirt der ökologische Wert seiner Flächen bewusst sein, damit er diese mit Fördermitteln des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung aus eigenem Interesse erhält.

Die verschiedenen Förderprogramme sind:
   • BEP
   • Öpul 2000
   • Öpul 2007
   • Biosa

Biotop Erhaltungs- und Förderungs-Programm (BEP)
Bereits im Jahr 1987 wurde von der Fachstelle Naturschutz beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 13C, gemeinsam mit den Landwirtschaftskammern das Biotop-Erhaltungs- und Förderungs-Programm eingerichtet. Beim BEP handelt es sich um ein für das Bundesland Steiermark spezifisches Naturschutz-Förderprogramm. Ziel dieses Programmes ist die Erhaltung wertvoller extensiv bewirtschafteter Wiesenflächen, das sind Wiesen, die nicht gedüngt und 1-2 x pro Jahr gemäht werden. Im Rahmen der Förderung erfolgt eine Leistungsabgeltung bzw. ein teilweiser finanzieller Ersatz von Ertragsentgang durch die Einhaltung verschiedener Auflagen.

Wozu extensive Bewirtschaftung?
Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind auf extensiv bewirtschaftete Wiesenflächen angewiesen. Viele Pflanzenarten können nur in ungedüngten Wiesen überleben. Bei Nährstoffzufuhr verschwinden sie, da sie sich gegen Gräser und Kräuter, die durch Düngung gefördert werden, nicht durchsetzen können. Die Vielfalt geht ebenso verloren, wenn die Wiesen zu oft gemäht werden. Durch zu frühe Mahd können beispielsweise die Samen manch seltener, gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Arten nicht ausreifen und sich somit nicht vermehren. Übrig bleiben jene Arten, die sich auf mehrmaliges Mähen einstellen und eine schnelle Samenproduktion aufweisen. Die bunte Vielfalt von Gräsern und Kräutern muss dann einem eintönigen Pflanzenbestand weichen. Aber auch Tiere, die auf ein reichhaltiges Kräuterangebot angewiesen sind, verschwinden in der Folge.

Artenreiche Wiesen dienen aber auch als Reservoir für Heil- und Gewürzkräuter. Sie liefern gesundes Heu für Vieh, aber auch wertvolle Kräuter für uns Menschen. Artenreiche, insbesondere magere Wiesen festigen zudem das Erdreich auf Hängen. Durch unterschiedliche Bewurzelungstiefe und -intensität von Gräsern und Kräutern festigen sie den Boden und verhindern somit Rutschungen und Abschwemmungen.

Wer kann beim BEP mitmachen bzw. welche Flächen sind geeignet?
Grundeigentümer, Pächter oder Bewirtschafter von Wiesen- und Weideflächen, Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Magerstandorten, Hutweiden und Feuchtwiesen mit verschiedenen Landschaftselementen (Einzelbäume, Flurgehölze, Hecken usw...) können einen Antrag stellen. Wiesen- und Weideflächen, die eine besondere Bedeutung als Brut- und Nahrungsraum für geschützte Tiere aufweisen, werden ebenso ins Programm aufgenommen wie floristisch interessante Streuobstwiesen, die ungedüngt und artenreich sind. An dieser Stelle sei auch auf die Möglichkeiten der Förderung von naturschutzrelevanten Flächen durch EU-Landwirtschaftsprogramme (ÖPUL: Kleinräumige erhaltenswerte Strukturen WS; Kleinschlägigkeit auf Ackerflächen KS; Pflege ökologisch wertvoller Flächen WF; Neuanlegung von Landschaftselementen K; Naturschutzplan NP) verwiesen.

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