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Ziele der Abteilung 14

Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit

Wasserwirtschaft

Die Lage und die Bedeutung der Wasserressourcen sind im gesamten Land ein sensibles raumrelevantes Kriterium für alle Planungen. Es ist daher die Sicherung der Trinkwasserversorgung aus Quellen und aus dem Grundwasser ein vorrangiges Ziel der Wasserwirtschaft. In den meist stark beanspruchten Tallagen benötigen die Grundwasserkörper entsprechenden Schutz, in den Berggebieten wird der natürliche Schutz durch anthropogene Einwirkungen immer stärker gefährdet.

Die Sicherung der einwandfreien Wasserversorgung muss aber auch in Krisenzeiten gewährleistet werden, weshalb ein schonender Umgang mit den Ressourcen sowie Kenntnisse über Gefährdungspotenziale des Wasserdargebots und Alternativen in der Versorgung unerlässlich sind.

Eine nachhaltige Wasserwirtschaft verlangt neben einer ordnungsgemäßen, gewässerverträglichen Bodenbewirtschaftung auch die Sammlung und Reinigung der Abwässer sowie Entsorgung und Verwertung der aus den Behandlungsverfahren hervorgehenden Reststoffe und Abfallprodukte.

Die Reinhaltung der Gewässer soll vor allem auch durch die Förderung von Maßnahmen des vorsorglichen Grundwasserschutzes der Siedlungswasserwirtschaft und der betrieblichen Abwasserbehandlung erreicht werden. Die Förderung von gewässerschutzorientierter Umweltberatung sowie der Vermeidung von diffusem Schadstoffeintrag soll die Qualität der Grundwasservorkommen nachhaltig schützen.

Die Zielsetzungen der Förderungsgesetze fordern eine ökonomische und ökologische Optimierung beim Ausbau von siedlungswasserwirtschaftlichen Maßnahmen. Damit sollen öffentliche Förderungen eine nachhaltige ökologische und soziale Wirkung erzeugen und eine zeitgemäße, leistungsfähige und zukunftsorientierte Infrastruktur zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in den steirischen Gemeinden letztlich auch zur Unterstützung von Wirtschaft und Tourismus dienen.

Dem durch klimatische Extremereignisse herausgeforderten Hochwassermanagement ist größte Bedeutung beizumessen, gilt es Ursachen zu erkennenund durch Präventivmaßnahmen (z.B. Sicherung von Retensionsräumen) volkswirtschaftliche und ökologische Schäden in Zukunft zu minimieren. Wesentliche Aufgaben hierbei werden diesbezüglich im Rahmen der Umsetzung der EU-Hochwasserrichtlinie, Hochwasserprognosen und -vorwarnsysteme, Ausweisungen von Überflutungsgebieten, schutzwasserwirtschaftliche Lösungsstrategien und Risikoanalysen sein.

Angesichts der Wasserrechtsgesetznovelle 2003 ergeben sich mit dem "Nationalen Gewässer-bewirtschaftungsplan" und den dazugehörigen Maßnahmenprogrammen neue Herausforderungen für das Wasserwirtschaftliche Planungsorgan, vor in einer verstärkten Kooperation innerhalb und außerhalb der Verwaltung.

Weiters verlangt die Parteienstellung des Wasserwirtschaftlichen Planungsorganes in allen wasserwirtschaftlich relevanten Verfahren einen qualitativen und quantitativen Ressourceneinsatz.

Abfall- und Ressourcenwirtschaft

Ein zentrales Ziel der steirischen Abfallwirtschaft ist die gezielte Lenkung der Stoffströme und die Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe, einhergehend mit einem möglichst hohen Nutzungsgrad, der von der Natur entnommenen Materialien. Durch eine weitgehende stoffliche Verwertung von Abfällen kann durch die Gewinnung von Sekundärrohstoffen der zunehmenden Rohstoffverknappung entgegengewirkt werden.

Im Landes-Abfallwirtschaftsplan 2010 wurde die Vision "Die Steiermark nimmt im Jahr 2010 eine Vorreiterrolle im nachhaltigen Ressourcenmanagement ein!" festgeschrieben und mit der Strategie "Implemetierung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements in Wirtschaft und Gesellschaft" ausgestattet. Die strategischen Ziele dabei lauten:

  1. Schonung/Bewahrung natürlicher Ressourcen (Wasser, Luft, Boden, Rohstoffe)
  2. Reduktion des natürlichen Ressourcenverbrauchs (Ressourceneffizienz)
  3. Nutzung von Abfällen als Sekundärrohstoffe oder Energieträger (Kreislaufwirtschaft)
  4. Verhaltensänderung bei Herstellern und Verbrauchern (Bewusstseinsbildung)

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein auf Langfristigkeit aufbauendes Leitbild der Umwelt-, Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik. Heißt übersetzt: "Eine intakte Umwelt, wirtschaftliche Prosperität und sozialer Zusammenhalt sollen gemeinsame Ziele der globalen, nationalen und lokalen Politik sein, damit die Lebensqualität für alle Menschen langfristig gesichert ist."

Nachhaltige Entwicklung ist daher die Antwort auf die Herausforderung, gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Prozesse verantwortungsbewusst zu steuern.

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