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Naturschutz: Problem Rasenschnitt

Problem Rasenschnitt

©bblhb 
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Viele von uns haben ein Haus mit Garten und wo ein Garten ist, ist auch meist ein Rasen. Wegen der häufigen Regenfälle im heurigen Sommer wurde die Wüchsigkeit der Rasengräser, allen voran des italienischen Raygrases, verstärkt. Nicht nur in Privatgärten, auch in öffentlichen Anlagen (Fußballplätze, Grünflächen etc.) wird der Rasenschnitt zum Problem, das heißt die ordnungsgemäße Entsorgung.
Gleichzeitig scheint die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Entsorgung vielen nicht bewusst zu sein. Bei diversen (Gewässer)-Begehungen findet man daher in Siedlungsnähe in jedem Graben, an jedem Bachufer, deponierten Rasenschnitt. Die Biomasse beginnt zu faulen, ein unangenehmer Geruch ist schon in einigen Metern Entfernung zu bemerken. Oft ist eine Entfernung solcher Deponien schwierig, weil das Material mit Strauchschnitt gemischt eingebracht wurde, eine steile Hanglage besteht oder das Material bereits einwächst. Durch diese Form der Entsorgung werden die Standorte mit Stickstoff überdüngt bzw. kann das angrenzende Gewässer verschmutzt werden.
Der Stickstoffanfall durch Rasenschnitt stellt sich wie folgt dar:
40,00 kg Rasenschnitt/100 m²=1,4 kg Stickstoff/100 m². Aus diesen 1,4 kg Stickstoff (N) können mehr als 6,2 kg Nitrat (NO3) entstehen. Diese Menge kann viel Wasser vergiften und ein Fischsterben verursachen.
Pflanzliche Biomasse kann ein wertvolles Naturgut sein, sachgerechte Kompostierung erzeugt wertvollen Humus. Das illegale Deponieren verunstaltet unsere Landschaft, schadet der Natur und verschmutzt unsere Gewässer. Da die derzeitige „Entsorgungspraxis" oft aus Unwissenheit passiert (ist ja nur natürliches Material, das schadet der Natur nicht) sollte man, wann immer möglich, Freunde , Nachbarn etc. aufklären.

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