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Info-Tag Katastrophenschutz am 15.11.2010 in der BH Hartberg

Katastrophenschutz und Schadensbehebung aus Sicht der Bundeswasserbauverwaltung vertreten durch die Baubezirksleitung Hartberg, Referat Wasserwirtschaft.

Die wesentlichen wasserwirtschaftlichen Grundlagen hinsichtlich Katastrophenschutz decken sich mit den Ausführungen des Vertreters der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV). Insbesonders weise ich auf die raumplanerischen bzw. raumordnerischen Grundsätze hin, wonach durch Hochwasser gefährdete Bereiche von Bebauungen grundsätzlich freizuhalten sind. Ausnahmen davon bedürfen einer besonderen rechtlichen Betrachtung.
Im Unterschied zur WLV, die für die Wildbacheinzugsgebiete Gefahrenzonenpläne erstellen (u.a.rote, gelbe Zonen), sind an den Hauptgewässern des Bezirkes in der Zuständigkeit der Bundeswasserbauverwaltung (Lafnitz, Feistritz, Pinka, Safen, Saifen, zukünftig auch Lungitzbach) Abflussuntersuchungen vorhanden. Aus diesen sind die Abflussbereiche der jeweiligen Gewässer im Falle eines dreißig- bzw. hundertjährlichen Hochwasserereignisses ersichtlich.

Im eigentlichen Katastrophenfall hat das Referat Wasserwirtschaft mit seinen Mitarbeitern folgende Aufgaben zu erfüllen:

1) In unserer Funktion als Vertretung der Bundeswasserbauverwaltung sind wir für die Wiederherstellung von Schäden an Gewässern in unserem Zuständigkeitsbereich verantwortlich. Diese Schadensbehebungen erfolgen in der Regel über Eigenregiebaustellen , wobei Baugeräte bzw. Baumaterial angemietet bzw. zugekauft werden.
Als erste Ansprechpartner stehen die in den einzelnen Gemeinden jeweils zuständigen Wassermeister, die Herren Ziegerhofer, Kirchsteiger und Sommer, zur Verfügung.
Die Finanzierung derartiger Sofortmaßnahmen erfolgt über den Katastrophenfond, wobei derzeit in der Regel folgender Finanzierungsschlüssel zur Anwendung gelangt: 40 % Bund, 40 % Land, 20 % Gemeinde bzw. Wasserverband.

2) Schadensschätzungen auf Grund von Katastrophenschäden an wasserbaulichen Anlagen (z.B. Teichanlagen, Wasserversorgungsanlagen) erfolgen über Mitarbeiter unseres Referates. Im allgemeinen ist Herr Baumgartner der erste Ansprechpartner in derartigen Fällen. Der verwaltungstechnische Ablauf bei und für Schadensschätzungen wird in eigenen Referaten erläutert.

3) Während der „Hochwassersaison" hat jeweils ein Mitarbeiter unseres Referates Bereitschaftsdienst und steht im Katastrophenfall als wasserbautechnischer Amtssachverständiger zur Verfügung. Die Einberufung erfolgt über die Einsatzleitung.

Abschließend möchte ich auf unsere Hompage www.bbl-hartberg.steiermark.at hinweisen, wo unter dem Punkt Wasserwirtschaft weitere Informationen zu diesem Thema zu finden sind. Ebenso kann Aktuelles aus dem Bereich des vorbeugenden Hochwasserschutzes sowie die Kontakte der einzelnen Mitarbeiter entnommen werden.

 

Dipl.-Ing. Herwig Seibert
Hartberg, am 15.11.2010

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