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L 416 Stützmauer 44034 und Reiherbachbrücke

Stützmauer © bblhb
Stützmauer
© bblhb
Stützmauer © bblhb
Stützmauer
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Reiherbachbrücke © bblhb
Reiherbachbrücke
© bblhb
Im Jahr 2011 wurde die Fahrbahn auf der L416 bei ca. km 3,2 aufgrund massiver Schäden bei der Stützmauer 44034 (im Bereich des Sportplatzes Waldbach) halbseitig für den Verkehr eingeschränkt. Nach zahlreichen Planungsbesprechungen sowie Ausführungsvarianten-Untersuchungen entschied man sich für eine Vorsatzschale aus Betonfertigteilen welche in den Bestand der Mauer verankert wird. Das Einengen des Bachbettes um ca. 40cm (durch das Vorsetzen der Fertigteilwand) und des damit verbunden Anstieg des Wasserpegels im Hoch-wasserfall wurde im Zuge einer Wasserrechtlichen Bewilligung als geringfügig angesehen. Somit stand der Realisierung nichts mehr im Wege.

Die Reiherbachbrücke mit einer Stützweite von 60,0 m bei km 0,956 (Baujahr 1975) erhielt bei ihrer letzten Prüfung 2008 sowie bei der Kontrolle 2010 jeweils die Note 4, weshalb man sich entschied die Brücke auch in das Bauvorhaben der Stützmauer aufzunehmen und gemeinsam auszuschreiben.

Im Juni 2012 konnte die Ausschreibung veröffentlich werden, aus der die SSB BauGmbH aus Kärnten als Billigstbieter hervorging.

Baubeginn: 13.08.2012
Bauende voraussichtlich: Ende Oktober 2012

Im Zuge des Bauvorhabens wurden bei den Aushubarbeiten unter anderem einige Kriegsrelikte (Wurfgranaten) gefunden, sodass der Entminungs-dienst einige Male nach Waldbach ausrücken musste. Da bei dieser wie auch bei fast allen anderen Stützmauern keine Bestandspläne vorhanden sind mussten wir jederzeit mit Unvorhergesehenem rechnen. So musste z.B. das Fundament der Stützmauer in einigen Teilabschnitten unterfangen werden, da dies um ca. 1,0 m höhenmäßig über dem neuen zu errichtenden Fundament lag.

Bei der Reiherbachbrücke mussten wir nach Abräumen der Brücke leider feststellen, dass der Zustand des Tragwerks wesentlich schlechter war als wir erwartet hatten, sodass eine Totalsperre (für ca. 3 Wochen) der Brücke und somit der Strecke von der Kreuzung L408/L416 (Sagbauer) bis Waldbach unumgänglich wurde. Letzteres war sicherlich für einige Betriebe in dieser Gegend, sowie für den Linienverkehr schmerzlich, da die Umleitung über St. Jakob doch wesentlich länger und zeitintensiver war. Die Schulkinder wird's gefreut haben, da wir doch mit der Sperre eine Woche in die Schulzeit hineinkamen und somit der Schulbus aufgrund der Umleitung die Kinder um ca. 15 min zu spät zur Schule brachte. In der Zeit der Totalsperre wurde die Tragwerksuntersicht eingeschalt, die Tragwerksplatte schonend mit Hochdruckwasser (ca. 2000 bar) abgetragen (Bewehrung musste erhalten bleiben), die Bewehrungsergänzung durchgeführt sowie ab-schließend der Beton C40/50 eingebracht. Somit konnte am 14.09.2012 die Totalsperre wieder aufgehoben werden.

Derzeitiger Stand der Bauarbeiten:
bei der Stützmauer wurden bereits alle Wände versetzt und die Baufirma ist mit dem Ankern der Vorsatzschale sowie mit den Schalungsarbeiten für den Randbalken beschäftigt. Bei der Reiherbach-brücke wurde in der 2. Bauphase die Isolierung fertiggestellt.

Ing. Richard Kaltenegger Oktober 2012

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