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Frauenleben – Was bisher geschah…

Das Projekt Frauenleben startete im September. Zunächst ging es darum, die beteiligten Gruppen - Studierende, Hochbetagte und junge Migrantinnen - zu bilden. Jede dieser Gruppenarbeitet zunächst an ihrem Zugang zum Thema.

Die jungen Frauen sind in erträumte und reale Frauenrollen geschlüpft und haben von ihrem tatsächliches Leben erzählt. Texte wurden geschrieben, Collagen gestaltet.


Die Gruppe der hochbetagten Frauen unterhielt sich über das Thema Frauenleben früher und heute, über Veränderungen, die sie erlebt haben, über die eigene Jugend, die erste Liebe, die Musik von damals, die einstigen Lebensentwürfe und was daraus geworden ist. Sie zeigten die Freude über das, was gelungen ist und Bestand hat.

Dann kam es zu den ersten Begegnungen. Die anfängliche Scheu der jungen Frauen vor den alten Damen ist rasch gewichen, „weil sie uns mit Herz und Lächeln aufgenommen haben", wie eine Neunzehnjährige meint. Die Treffen zwischen jungen und alten Frauen sind seither ein wichtiger Fixpunkt im Leben beider Gruppen geworden. Über vieles wurde schon gesprochen und es zeigt sich immer wieder, dass beide Gruppen viel verbindet.
„Herz und Lächeln" bestimmten auch die gemeinsame Weihnachtsfeier. Ein Mädchen schrieb anschließend: „Die Gäste haben sich sehr gefreut, dass wir sie zu uns eigeladen haben. Sie waren sehr glücklich, und sie haben sich bei uns ziemlich wohl gefühlt. Weil wir sie herzlich angenommen haben. Es hat denen sicherlich sehr gut gefallen. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, weil wir mit unserer Gruppe zusammen waren und mit den Damen."

Frauenleben – Was bisher geschah… © Lore Hindinger
Frauenleben – Was bisher geschah…
© Lore Hindinger
Und dann gibt es noch die Gruppe der Studierenden. Sie sind zwischen 17 und 77, beschäftigten sich im Vorfeld mit klassischen Dramenfiguren; jede hat sich eine bestimmte ausgesucht. Sie erforschten das Regelwerk, dem diese Figuren unterworfen sind und gingen der Frage nach, ob es eine Verbindung zu ihrer eigenen Realität und ihren eigenen Lebensentwürfen gibt. Es entstanden kurze Szenen, die den jungen Frauen und den Teilnehmerinnen aus dem Seniorenheim vorgespielt wurden. Themen, wie Liebe, Heimat, Geschlechterkampf, Religion, Mut, Träume, Pflicht und Sexualität wurden aufgegriffen und darüber lange gesprochen. Diese Themen werden nun von allen weiter behandelt.

Am Freitag, den 8. Februar 2013 um 13.00 öffnet sich das Projekt zum ersten Mal nach außen: Im Caritas Wohnheim werden Frauenrollen präsentiert und es wird zum Gesprächen darüber eingeladen. Nichts was dort gesprochen wird geht verloren, es wird seinen Platz im weiteren Prozess finden. Deren Dokumentation wiederum Basis für die Weiterbeschäftigung mit dem Thema darstellt.

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