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Wildnisgebiet

Informationsseite zum geplanten Wildnisgebiet Lassingtal

Wildnisgebiet © Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein
Wildnisgebiet
© Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein

Das Wildnisgebiet Dürrenstein ist ein einzigartiges Naturjuwel. Davon zeugt auch die Erhebung zu Österreichs erstem UNESCO Weltnaturerbe, das den größten noch vorhandenen Urwald des Alpenbogens bewahrt. Dieser gilt als einer der letzten Lebensräume, die seit der jüngsten Eiszeit auf sich gestellt sind, und stellt einen wichtigen Baustein im Ökosystem mit seinen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten dar. Nach langjährigen Verhandlungen haben wir nun die einmalige Gelegenheit, das Wildnisgebiet auf das steirische Lassingtal auszudehnen und so die Schutzfläche auf 7000 ha zu erweitern. Im Wissen, dass dieses Projekt für die Bürgerinnen und Bürger auch eine reibungsvolle Entstehungsgeschichte hatte, wollen wir Sie hier über die Weiterentwicklung und den Stand des für die gesamte Region bedeutenden Projekts informieren.

Das Lassingtal – Wild und unbändig

Durch einen Zusammenschluss des 3.500 ha großen Lassingtales mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein könnte ein einmaliges Schutzgebiet entstehen. Der Lassingbach ist ein weitgehend unregulierter, dynamischer Alpenfluss von europäischer Bedeutung. Seine ausgedehnten Schotterflächen und seine einmalige Begleitvegetation würden unter besonderen Schutz gestellt werden. Dieser Umstand ist bedeutend, weil der Urwald „Rothwald" in den Lassingbach entwässert und sich entlang von Bächen und Flüssen wichtige Migrationswege für verschiedene Organismen finden. Damit könnte ein ganzes Ökosystem umfassend geschützt werden. Auch die naturnahen und teilweise lange ungenutzten und wenig erschlossenen Hangwälder entlang des Lassingbaches bieten infolge ihrer Naturnähe großes Potential für den Naturschutz. Nicht vergessen sollte man die Trittstein-Funktion des Schutzgebietes als Verbindung zu den Nationalparken Gesäuse und Kalkalpen. Die weit nach Westen reichenden Gebiete würden deutlich aufgewertet werden.

Ein Schutzgebiet – zwei Bundesländer

Erweiterungsgebietes © Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein
Erweiterungsgebietes
© Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein

Mit der Verbindung beider Gebiete zu einem gemeinsamen Schutzgebiet könnte eine einzigartige, wertvolle Symbiose entstehen! Waldökosysteme weisen eine besonders hohe Biodiversität auf und sind andererseits einem enormen Nutzungsdruck durch den Menschen ausgesetzt. Der über 7.000 ha große, überwiegend aus Waldfläche bestehende Naturraum eines zukünftigen Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal wäre in Europa einzigartig.

Naturschutzlandesrätin Ursula Lackner lädt Sie gemeinsam mit Bürgermeisterin Karin Gulas und Bürgermeister Bernhard Moser sowie den Kooperationspartnern zu einer (coronabedingt virtuellen) Informationsveranstaltung

 am Mittwoch, dem 14. April 2021, um 18 Uhr ein.

Externe Verknüpfung Link zur Youtube-Seite des Livestreams:

Regionalentwicklung, nachhaltiger Tourismus

Ein Wildnisgebiet ist mehr als nur Naturschutz. Ein solches Schutzgebiet bietet für die Region sowie die Gemeinden Landl und Wildalpen große Chancen, die Wertschöpfung im Tourismus durch Qualitätssteigerung zu erhöhen. Der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen bietet eine ideale Vernetzungsplattform, um Förderprojekte für beide Gemeinden und die gesamte Region abzuwickeln. Für die Bevölkerung bleibt der hohe Erholungsfaktor im Naturraum gesichert. Durch Schutz und gleichzeitige Aufwertung können neue qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Leuchtturmprojekte ab 2022

  • Informationszentrum Fachwerk mit Bewirtschaftung: Parkplätze, Gästelenkung, Outdoorund BesucherInnenprogramm
  • Informations- und Erlebnisstationen z.B. Naturbadeplatz oder Themenwege
  • Ausbau der Gästeinformation sowie der Steiganlage Wasserlochklamm Palfau
  • Vernetzung des Wanderwegs zwischen Fachwerk und Wasserlochklamm
  • Erweiterung des touristischen Jahresprogramms inklusive Winterangebote in der Region
  • Pilotphase Outdoorshuttle für WassersportlerInnen, RadfahrerInnen und WanderInnen zwischen Landl - Wildalpen in der Sommersaison

Die Chancen

  • Schaffung von Infrastruktur und Arbeitsplätzen
  • Steigerung von Wertschöpfung für Gaststätten, Beherbergungsbetriebe, Outdooranbieter
  • Alleinstellungsmerkmal - dementsprechende Positionierung nach außen und Verlängerung der Tourismussaison
  • Ausbau der Bildungsangebote für Kinder (speziell Schulen und höhere Bildungseinrichtungen) und Erwachsene

 Informationsbroschüre
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 Fragen und Antworten
Externe Verknüpfung Hier geht´s zu den häufigsten Fragen
 und Antworten


Serviceline

Telefon: 0 316/877-3181
(werktags von 9 bis 12 Uhr)
E-Mail: naturschutz@stmk.gv.at

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