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So viele Ideen, so viel zu tun und kein Personal?

Der Mehrwert von Beschäftigungsprojekten

Eine Erfolgsstory
Eigentlich hat sie eine gute Ausbildung aus ihrem Heimatland in Afrika mitgebracht, aber diese wurde in Österreich nicht
anerkannt. Auch der eigene Frisörsalon ließ sich aufgrund der geltenden Vorschriften nicht realisieren. Nach einer Phase der Arbeitslosigkeit bekam sie dann eine Stelle in einem Beschäftigungsprojekt - als Reinigungskraft im Museum. Ein beruflicher Abstieg? Nein, eine Chance. „Die Arbeitszeiten sind optimal. So können meine Kinder nach der Schule heimkommen." Sie wurde vom Projektteam intensiv betreut, vom Museumsteam gut eingeschult und konnte sich während der sechs Monate Projektzeit unentbehrlich machen. Im Anschluss wurde sie von der Reinigungsfirma, die das Museum zu seinen Kunden zählt, unbefristet übernommen. Aus dem Museum ist sie nun nicht mehr wegzudenken.

Dieselbe Story aus der Sicht des Museums
Das Universalmuseum Joanneum gehört zu den großen Museen Österreichs. Schon seit Jahren kooperiert es mit
MUSIS, dem Steirischen Museumsverband im Rahmen des Beschäftigungsprojekts. Aber bekommt man denn da
verlässliche Leute? Oh ja. Die Projektmitarbeiter wurden schon an vielen Stellen im Museum eingesetzt:
Reinigung, Rahmung, Vermittlung, im Museumsshop - um nur einige Bereiche zu nennen. Während der geförderten, und daher sehr günstigen Projektzeit, können beide Seiten die Zusammenarbeit prüfen. Oft kommt es danach zu einer Übernahme des Mitarbeiters.

Was ist ein Beschäftigungsprojekt?
Das Gemeinnützige Beschäftigungsprojekt (GBP) „Professionalisierung und Vernetzung" wird vom Arbeitsmarktservice (AMS) und vom Land Steiermark gefördert. Das Geld wird zur Schaffung von zeitlich befristeten Arbeitsplätzen in gemeinnützigen Organisationen verwendet. Ziel ist es, arbeitsmarktferne Personen jobfit zu machen.
MUSIS, der Steirische Museumsverband, organisiert das Projekt, sucht passende Institutionen und für diese dann gemeinsam mit dem AMS die geeignete Mitarbeiterin bzw. den geeigneten Mitarbeiter. Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu garantieren, gibt es eine intensive inhaltliche und sozialpädagogische Betreuung. Kooperationspartner sind
Museen und andere gemeinnützige Institutionen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft. Eingebettet ist
das Projekt in eine Trägergesellschaft. Unter der Trägergesellschaft St:WUK (Steirische Wissenschafts-, Umwelt- und
Kulturprojektträgergesellschaft), die im Eigentum des Landes Steiermark ist, werden derzeit insgesamt 12 derartige GBP
zusammengefasst und strategisch sowie administrativ unterstützt. Diese Projekte decken ein breites inhaltliches Spektrum ab, von archäologischen Grabungen über die Betreuung von Naturparken bis zur Unterstützung von kulturellen Einrichtungen.

Ein Gewinn für alle
Seit seiner Gründung im Jahr 1999 waren über das MUSIS-Projekt mehr als 250 Personen in über 90 steirischen Museen und anderen Institutionen tätig. Rund 63% der Teilnehmer konnten nach dem geförderten Zeitraum vermittelt werden. So wurden nachhaltige und neue Arbeitsplätze in den steirischen Museen geschaffen. Ein schöner Erfolg und eine Win-win-Situation füralle Beteiligten.

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