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Stadtgarten Deutschlandsberg

Respekt im Umgang mit der Natur und den Ressourcen

Im Frühjahr 2015 war der Start für die Arbeiten am Deutschlandsberger Stadtgarten. Auf einem ehemaligen brach liegendem Areal im Stadtgebiet von Deutschlandsberg - nur wenige Gehminuten vom Haus der Energie entfernt - ist eine nun ca. 3.000m2 große Gartenanlage entstanden. Ziel war es einen Stadtgarten mit alten Gemüsekulturen und -raritäten, Küchen-, Gewürz- und Heilkräutern, Wildobststräuchern, bunten Staudenbereichen sowie Anzuchtbeeten zu schaffen und diesen langfristig in seiner Sortenvielfalt zu erhalten. Dabei wird bei uns auch die Tradition, das Saatgut aus dem eigenen Garten für das nächste Jahr selbst zu sammeln, sorgfältig gepflegt. Wir gewinnen so jedes Jahr aufs Neue perfekt an die örtlichen Boden- und Klimaverhältnisse angepasste Pflanzen. Durch Samen- und Pflanzentausch mit anderen GärtnerInnen aus der Region wird die Vielfalt der Pflanzen gewährleistet.

In zahlreichen Arbeitsschritten wurde nach den Prinzipien des naturnahen Gärtnerns (fast) alles verwendet, was im Areal an- bzw. abfällt. So wird Gehölz als Unterkonstruktion für Hügelbeete, Steine für Beetumrandungen oder ausgefrästes Wurzelstockmaterial statt Rindenmulch verwendet. Viele der eingesetzten Pflanzen stammen aus eigener Kultur (z. B. aus dem Hausgarten). Das Haus der Energie kultiviert darüber hinaus auch eine Haltung: Respekt im Umgang mit der Natur und den Ressourcen. Dass diese Kulturinitiative in Deutschlandsberg auf fruchtbaren Boden fällt, zeigt sich im Zuspruch der aufmerksamen PassantInnen und AnrainerInnen. Der Stadtgarten ist so bereits im ersten Jahr seines Bestehens zum Treffpunkt für Garteninteressierte, NaturliebhaberInnen und Schulen geworden, ein Ort der Begegnung für Klein und Groß, für alle Generationen. Der Garten ist aber auch ein Ort der Gespräche und der Bewusstseinsbildung in Hinblick auf erneuerbare Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Durch zahlreiche Veranstaltungen, wie Pflanzen- und Samentauschmärkte oder Solarcamps für unsere MitarbeiterInnen im Beschäftigungsprojekt, aber auch für Schulen, wird nicht nur die unmittelbare Zielgruppe angesprochen, sondern ein Bewusstsein für nachhaltige Bewirtschaftung der zur Verfügung stehenden Grünflächen im Stadtgebiet unter der Bevölkerung geschaffen.

Stadtgarten Monarda-Ernte © Energieagentur Weststeiermark
Stadtgarten Monarda-Ernte
© Energieagentur Weststeiermark
Bau der Hochbeete © Energieagentur Weststeiermark
Bau der Hochbeete
© Energieagentur Weststeiermark
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