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Perspektiven für unentdeckte Talente - Prävention und Intervention bei frühzeitigem Bildungsabbruch

Diskussionsrunde nach dem Vortrag © Barbara Siegl
Diskussionsrunde nach dem Vortrag
© Barbara Siegl

In Kooperation des Instituts für Erziehungs- und Bildungswissenschaft (Arbeitsbereich Weiterbildung) und dem Bildungshaus Retzhof wurde am 23. Mai 2019 ein Vortrag von Mag.a Doris Landauer (AMS Wien) an der Karl-Franzens-Universität Graz organisiert.

In ihrem Vortrag berichtete die Wiener Arbeitsmarktexpertin über das Externe Verknüpfung Projekt „Perspektiven für unentdeckte Talente - Prävention und Interventionen bei frühzeitigem Bildungsabbruch", das sich Jugendlichen bis 25 Jahren widmet, die keinen Sekundarabschluss II haben. Dazu präsentierte sie unter anderem auch Daten, wie sich Bildungsarmut auf den weiteren Lebensverlauf auswirkt bzw. wieviele Personen in den Bundesländern von einem frühen Ausbildungsabbruch betroffen sind. Obwohl der Prozentsatz von rund 10 % des FABA-Anteils(FrüheAusBildungsAbbrecherInnen) in den österreichischen Regionen 2015 im Vergleich zu anderen Ländern gering ist, ist dieser Wert angesichts eines Bildungssystems, das dem viertteuersten der Welt entspricht, sehr hoch. So zeigte Frau Landauer auch mögliche Ansatzpunkte für weitere Projekte und Forschungsarbeiten auf.

Ein weiteres Best-Practice-Beispiel wurde mit dem Projekt „Job Navi - Ausbildungswege für junge Mütter" vorgestellt. In diesem Projekt werden junge Mütter dabei unterstützt, eine Lehrausbildung zu absolvieren. Weitere Informationen dazu finden Sie Externe Verknüpfung HIER.

Die Initiativen verfolgen damit das Ziel, Jugendliche ohne abgeschlossene Ausbildung wieder ins „Boot zu holen" - was auch das wirtschaftliche Wachstum positiv beeinflussen würde. Eine Statistik der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass die Folgekosten unzureichender Bildung durch entgangenes Wirtschaftswachstum bis 2030 in Deutschland 69 Mrd. Euro betragen werden.

Mit dieser Aufstellung wurde die anschließende Diskussion eingeleitet, die von Univ.Prof.in Dr.in Elke Gruber und HR Dr. Joachim Gruber geleitet wurde.

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