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Freude an der Arbeit

Gute Museumsarbeit und Kulturvermittlung braucht engagierte MitarbeiterInnen

Waltraud Hofer ist über das St:WUK-Beschäftigungsprojekt „MUSIS" im Forstmuseum Silvanum in Großreifling beschäftigt und für Aufsicht und Museumsbetreuung verantwortlich. Frau Hofer wohnt in Wildalpen und war bislang im Gastgewerbe tätig, was jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war. Vom ersten Arbeitstag an war sie im Museum mit Feuereifer bei der Sache und freute sich sehr über ihr neues Betätigungsfeld, das sich als abwechslungsreich und vielseitig herausstellte.

„Ob ich das wohl alles kann und schaffe.", meinte sie zaghaft, bald jedoch wich die anfängliche Unsicherheit. Traude hat sich längst als verlässliche, pünktliche und lernbereite Mitarbeiterin gezeigt, die interessiert war und ist und sich auch nicht davor scheut, bei Unklarheiten nachzufragen. Sich selbst etwas zuzutrauen und mutiger zu werden, setzt immer gegenseitige Wertschätzung und Respekt voraus.

Eine besondere Aufgabe ist die Eingabe der auf Karteikarten erfassten Museumsobjekte und die Erfassung der Bibliotheksbücher/Zeitschriften mit dem Inventarisierungsprogramm IMDAS light. Nach einer ersten Einarbeitungsphase und Kennenlernen des Systems (ohne Programmschulung) waren die anfänglichen Ängste und Zweifel an der Computerarbeit bald überwunden und die Arbeit in der Bürgerservicestelle Palfau am Stand-PC ging gut voran. Sehr hilfreich war dabei der Besuch eines Grundlagenkurses EDV, welcher zusätzlich von Traude absolviert wurde.

Einige Arbeitstage wurden für die Bestandserhebung, für Prospektanforderungen und sonstige Vorbereitungsarbeiten im Museumsshop verwendet.

Die Coronakrise ab 15.3.2020 machte eine Übersiedelung ins Homeoffice erforderlich, wo die Inventarisierungsarbeiten unter Zuhilfenahme von Internetrecherche weitergeführt wurden, und darüber hinaus Holzeulen, Museumsvögel, Mäuse, Steinkäfer, Kerzenständer, Zirbenkissen sowie Mund-Nasenmasken in liebevoller Handarbeit entstanden.

Da die für 1. Mai geplante Saisoneröffnung verschoben werden musste, hat Traude die Grundreinigung von den Depoträumen im Dachgeschoß bis ins Erdgeschoß (samt der WC-Anlagen und 64 Fenstern!!!)  alleine bewerkstelligt und darüber hinaus die Pflege der Außenanlagen mit Rasenmähen, Knöterichbekämpfung, Reinigung des Clementiducks, Pflege des Barfußweges und der Blumen übernommen. Traudes Motto: Es ist sinnlos, fehlende Museumsbesucher*innen zu monieren, denn im Museum gibt es immer Arbeit!

Unter Einhaltung aller Sicherheitsauflagen im Museum wurde schließlich die Sonderausstellung „Funde erzählen" vom Nationalpark Kalkalpen angeliefert und aufgestellt.

Da alle vorangemeldeten Gruppen und Schulklassen coronabedingt ihre Museumsbesuche absagen mussten, wurde die Zeit gut genutzt, um Angebotsverbesserungen für Besucher*innen im Silvanum gemeinsam zu besprechen und umzusetzen: Angebote von Museumsgutscheinen für Einzelbesucher*innen und Familien, Kombicards mit Wasserlochklamm und Geodorf Gams, ein Sommerprogramm für Kids, Bankerlaustausch, Beteiligung am Projekt „Steiermark privat - Filme schreiben Geschichte" als regionale Abgabestelle, Angebote für Besucher*innen am Tag der Demenz Anfang August.

Traude und alle anderen Museumsmitarbeiter*innen freuen sich sehr auf den angekündigten Museumsbesuch der Kindergartenkinder aus Altenmarkt mit dem Schwerpunkt „Heiliger Nikolaus, Schutzpatron der Flößer, Schiffsleute und Reisenden", sowie auf kommende Zusammenkünfte, Feste und Vereinsbesprechungen mit Traudes Mehlspeisen!

Gut geschützt © MUSIS
Gut geschützt
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Kinderführung © MUSIS
Kinderführung
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aus dem Verkauf © MUSIS
aus dem Verkauf
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