Verwaltung

Fachbereich Tierschutz und Tierseuchen

Afrikanische Schweinepest (ASP)

ASP ist eine hochansteckende-, anzeigepflichtige Erkrankung der Wild- und Hausschweine mit oft tödlichem Ausgang. Ein Auftreten der Seuche bringt erhebliche Handelsrestriktionen für die Schweineindustrie in der jeweiligen Region. Zum Schutz der österreichischen Schweinewirtschaft wurden Biosicherheitsmaßnahmen für Jagd und Schweinehaltung erlassen. Zusätzlich werden verendete Wildschweine und im Freiland gehaltene Hausschweine vermehrt auf das ASP-Virus untersucht.

Weitere Informationen:

Externe Verknüpfung Homepage AGES

Externe Verknüpfung Homepage KVG

Externe Verknüpfung ASP-Merkblatt für Jäger

Hoch pathogene aviäre Influenza (HPAI)

Die HPAI (Geflügelpest oder Vogelgrippe) ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Sie wird durch verschiedene Influenzaviren (Grippeviren) ausgelöst, von denen einige Typen auch beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen können. Bei Hausgeflügel führt die Erkrankung oft zum Tod der Tiere. Der Eintrag der HPAI in Hausgeflügelbestände erfolgt zumeist durch Kontakt zu infizierten Wildvögeln. Dies passiert besonders häufig im Winterhalbjahr, da dann die in Nordosteuropa verbreiteten Wasservögel, die oft das Virus in sich tragen, bedingt durch die dortige Vereisung der Gewässer in den Süden ziehen. Wichtig ist, das Auftreten hochpathogener Influenzaviren in der Wildvogelpopulation möglichst rasch zu entdecken, um dann rechtzeitig Maßnahmen im Hausgeflügelbereich setzen zu können. Tot aufgefundene Wasservögel (z.B. Enten, Schwäne, Gänse, Reiher) und Greifvögel (z.B. Bussarde, Sperber, Falken) müssen daher der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet werden, damit diese eine Untersuchung auf HPAI veranlassen kann. Wird die HPAI bei Wildvögeln diagnostiziert, kann für gefährdete Gebiete eine Stallpflicht für Hausgeflügel verhängt werden, was den Eintrag der Seuche zumeist verhindert. Für Geflügelhalter ist es daher wichtig, stets einen ausreichend großen, tierschutzkonformen Stall zur Verfügung zu haben, um die Tiere nötigenfalls ohne Beeinträchtigung des Tierwohls aufstallen zu können.

Weitere Informationen:

Externe Verknüpfung Homepage AGES

Externe Verknüpfung Homepage KVG

Rauschbrand

Der Rauschbrand ist eine zumeist tödlich verlaufende Rinderseuche, die durch das Bakterium Clostridium chauvoei verursacht wird. Das Bakterium verbreitet sich über Sporen die sich, von an der Seuche erkrankten Tieren ausgehend, im Boden für Jahre halten. Aus diesem Grund besteht auf Weiden, auf denen Tiere an Rauschbrand verendet sind, ein erhöhtes Risiko während der Folgejahre. Eine laufend aktualisierte Liste mit bekannten Rauschbrandweiden wird von der Veterinärbehörde geführt und den jeweiligen Gemeinden übermittelt, damit Landwirte, die ihre Rinder auf diese Weiden auftreiben wollen, sich informieren können, welche Tiere vor dem Auftrieb gegen Rauschbrand zu impfen sind. Der Impfstoff wird von der Steirischen Tierseuchenkasse zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Beihilfen für durch Rauschbrand verursachte Viehverluste gewährt, wenn diese außerhalb der bekannten Rauschbrandweiden auftreten oder wenn die Tiere trotz einer Impfung an Rauschbrand verendet sind.

Lumpy Skin Disease (LSD) - Hautknotenkrankheit

Klinik-LSD © Dr. Tsviatko Alexandrov
Klinik-LSD
© Dr. Tsviatko Alexandrov

Die LSD ist eine virusbedingte Erkrankung der Wiederkäuer, die (in Europa) primär Rinder betrifft. Der Erreger kann auf direktem oder indirektem Weg übertragen werden, wobei Vektoren (z.B. Stechmücken) eine maßgebliche Rolle spielen. Die Infektion mit dem LSD-Virus hat in ihrer klinischen Ausprägung erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen betroffener Tiere und führt zu massiven wirtschaftlichen Verlusten. Die LSD ist eine anzeigepflichtige Erkrankung, die aber auf den Menschen nicht übertragbar ist.

Die ursprünglich primär in Afrika endemische LSD breitet sich seit einigen Jahren fortschreitend über die Länder des Nahen Ostens (Ägypten, Israel, Libanon, Jordanien, Irak, ...) in Richtung Europa aus. Im August 2013 wurde die Erkrankung erstmals in der Türkei festgestellt und gilt dort inzwischen als endemisch. Im Sommer 2015 fand der erste Seuchenausbruch auf europäischem Gebiet, im griechischen Evros Delta nahe der türkischen Grenze, statt. Im Jahr 2016 traten die ersten Fälle bereits im April in Bulgarien und Mazedonien auf. Im Laufe des Jahres kamen noch weitere Ausbrüche in Griechenland, Albanien, Montenegro, dem Kosovo und in Serbien hinzu. Durch die Durchführung intensiver Impfkampagnen in einigen Balkanstaaten konnte die Ausbreitung der LSD vorerst gestoppt werden.

Externe Verknüpfung LSD-Merkblatt für Tierärzte

Externe Verknüpfung LSD-Merkblatt für Landwirte

Externe Verknüpfung Artikel zur LSD im Vet journal

 
7
Treffer
1
Beitrag 1–7
7
Treffer
1
Beitrag 1–7