Information Sprachförderung

Informationen zu COVID-19 Maßnahmen für Sprachförderkräfte

Mit der neuen Verordnung des Landeshauptmannes von Steiermark, mit der zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen getroffen werden (LGBl. Nr. 87/2021), ist es Sprachförderkräften ab 13.09.2021 möglich, steirische Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen zu besuchen. 

Hinsichtlich der Arbeit in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen gilt Folgendes:

Sprachförderkräfte müssen einen Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr vorweisen. Die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 ("FFP2-Maske") ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard gemäß §1 Abs. 1 gilt nicht.

Als Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr gilt:

  1. Nachweis über ein negatives Ergebnis eines Antigentests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 48 Stunden zurückliegen darf.
  2. Nachweis über ein negatives Ergebnis eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf. 
  3. Nachweis über Zweitimpfung, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf.
  4. Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, be idenen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf.
  5. Impfung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf.
  6. Genesungsnachweis über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV_2 bzw. ärztliche Bestätigung darüber.
  7. Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage ist.
  8. Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierte Person ausgestellt wurde.

Kann kein Nachweis über Punkt 3-8 erbracht werden, so ist ein Nachweis gemäß Punkt 1 und 2 zumindest einmal pro Woche der Anwesenheit vorzulegen.

Die aktuellsten Informationen zu Rundschreiben und Verordnungen finden Sie  hier.


Mögliche Auswirkungen durch SARS-CoV-2

Folgende Informationen können nach Rücksprache mit der Abteilung 4, Elementarpädagogik, Sozialpädagogik und vorschulische Integration des Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, mit Stand September 2021 gegeben werden, wenn es z.B. aufgrund einer Angehörigkeit zur Risikogruppe, Schließung aufgrund von Quarantäne, Verdachtsfall-Einstufung dazu kommt, dass eine Sprachförderkraft nicht mehr im Kindergarten tätig sein kann:

  • Behördlich verordneter Absonderungsbescheid
    Werden Sprachförderkräfte aufgrund eines Zusammentreffens mit SARS-CoV-2-infizierten Personen von der Gesundheitsbehörde als Kontaktperson 1 (K1) oder Kontaktperson 2 (K2) eingestuft und erhalten daraufhin einen Absonderungsbescheid, ist ihnen folgerichtig das Betreten von elementarpädagogischen Einrichtungen untersagt. Für die Dauer des behördlich verordneten Absonderungsbescheides können diese Sprachförderkräfte dann einer Tätigkeit als Sprachförderkraft im Home-Office (Aufbereitung von Materialien, Fort- und Weiterbildung, digitale Tätigkeiten) nachgehen.

  • Schließung einer Einrichtung
    Werden Einrichtungen in der Steiermark aufgrund von SARS-CoV-2-Fällen geschlossen, kann es zutreffen, dass es Sprachförderkräften (die über keinen Absonderungsbescheid verfügen) nicht möglich ist, in diesen Einrichtungen die Sprachförderung durchzuführen. Sollten keine alternativen Einrichtungen für die Sprachförderkräfte zur Verfügung stehen, in denen Stunden geleistet werden können, können Sprachförderkräfte für die Dauer der behördlich verordneten Schließung der Einrichtung einer Tätigkeit als Sprachförderkraft im Home-Office (Aufbereitung von Materialien, Fort- und Weiterbildung, digitale Tätigkeiten) nachgehen.
  • Risikogruppe
    Die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz über die Definition der allgemeinen COVID-19-Risikogruppe (COVID-19-Risikogruppe Verordnung), listet medizinische Gründe für die Zugehörigkeit einer Person zur COVID-19-Risikogruppe auf. Aufgrund dieser definierten Indikationen kann durch eine Ärztin/einen Arzt ein besonderer Schutz durch ein Sars-COVID-19-Risiko-Attest begründet werden; ArbeitgeberInnen müssen daraufhin gemeinsam mit den Betroffenen abwägen, ob besondere Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz möglich sind. Ist dies nicht der Fall, kann auch für Sprachförderkräfte, die der COVID-19-Risikogruppe  zugehören, Home-Office in Anspruch genommen werden.

  • Verdachtsfall
    Würde eine Sprachförderkraft im Rahmen des Vorgehens bei einem Verdachtsfall als Kontaktperson identifiziert werden, kann es dabei zu einem Absonderungsbescheid (Quarantäne) kommen. Folglich ist es der Sprachförderkraft dann nicht mehr möglich, für eine bestimmte Zeit eine Einrichtung zu besuchen. Sofern es der gesundheitliche Zustand der Sprachförderkraft zulässt, kann auch hier für die Dauer des Absonderungsbescheids Home-Office in Anspruch genommen werden; Das Vorgehen ist jedoch situationsbedingt einzuschätzen.

Sollte einer der angeführten Punkte bei einer Sprachförderkraft zutreffen, wird ersucht, mit der zuständigen Fachberatung "Frühe Sprachförderung" Kontakt aufzunehmen.


Tätigkeiten im Home-Office

Förderplan für Sprachförderkräfte
Förderplan für Sprachförderkräfte© Land Steiermark

Ist es nun aufgrund individueller bzw. obig genannten Faktoren, die stets mit der Fachberatung Frühe Sprachförderung abgesprochen werden müssen, notwendig, dass Sprachförderkräfte erneut Home-Office-Tätigkeiten verrichten, können Arbeiten im Home-Office herangezogen werden.

Über diese Tätigkeiten ist jedenfalls detailliert Protokoll zu führen: Dabei ist in der Zeiterfassung "Home Office" anzuführen. Im Kinderdienstprotokoll, dass in den Einrichtungen aufliegen soll, ist der Vermerk "Home-Office" und eine genaue Auflistung der Tätigkeiten zu notieren. 


Erstellung eines individuellen Förderplans

Zur Erstellung eines individuellen Förderplans für Kinder mit Sprachförderbedarf auf Basis der BESK KOMPAKT/BESK-DaZ KOMPAKT-Erhebungen in Kindergärten kann das Excel-Dokument "Förderplan Sprachförderkräfte" verwendet werden. Übersichtlich sind darin die Bereiche des BESK KOMPAKT/BESK-DaZ KOMPAKT, Beispiele von möglichen Äußerungen der Kinder sowie Zielformulierungen angelegt. Ein solcher Förderplan kann für jedes Kind mit Sprachförderbedarf erstellt werden. 

Es ist aus datenschutzrechtlichen Gründen darauf zu achten, dass nur mit der ID-Nummer des Kindes gearbeitet werden darf!

Die Vorlage zum  Download

Update: Ideen zur praktischen Umsetzung der spezifischen Sprachförderung lassen sich auch dem Leitfaden des Landes Vorarlberg, erstellt von Mag.a Dr.in Barbara Rössl-Krötzl, entnehmen. Das Dokument wurde freundlicherweise vom Land Vorarlberg zur Verfügung gestellt und ist  hier online zu finden.


Online-Fortbildungen und Literaturstudium

Im Home-Office wird Sprachförderkräften auch die Teilnahme an fachspezifischen Fortbildungen nahegelegt. Eine Übersicht an Online-Fortbildungen ist  hier zu finden. Anmeldungen zu Austauschtreffen und Informationen zu sonstigen Fortbildungen sind zusammengefasst  hier zu finden.

Update: Ein empfehlenswerter Online-Votrag von Dr.in Renate Zimmer zu "Sprechfreude wecken - Ressourcen entdecken" ist aktuell  hier nachzusehen. 

Kostenlose Webinare und Online-Fortbildungen lassen sich auf der Seite " Praxis-Kita" entdecken. Das Angebot überzeugt durch eine Vielfalt an interessanten Themen: Sprachbildung, alltagsintegrierte Sprachförderung sowie COVID-19-spezifische Fortbildungen sind nur einige davon.

Eine Linksammlung rund um Sprachlerntagebücher, Arbeitshinweisen und sprachliche Bildung ist  hier zu finden. Alle besuchten Online-Fortbildungen und das Literaturstudium sind jedenfalls in einer Kurzreflexion zu dokumentieren. Eine Anleitung zu dieser Dokumentation ist  hier zu finden. 


Aus dem Alltag von Sprachförderkräften

Drei Beispiele aus dem Alltag von Sprachförderkräften zeigen gelungene ganzheitliche sprachliche Förderung im Kindergarten. Sie können als Reflexionsgrundlage der eigenen Arbeit dienen. 

 Beispiel 1

 Beispiel 2

 Beispiel 3


Anregungen von Sprachförderung für Eltern 

Für Eltern sollen nachvollziehbare Anregungen zur Sprachförderung erstellt werden, damit Kindern mit Sprachförderbedarf auch zu Hause qualitative Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Zur Planung kann das bereits vorhandene Spektrum an gesammelten Ideen, Hinweisen und Anregungen der Plattform " DigiPlay" des Landes Steiermark genutzt, aber auch eigene, neue Inhalte gewählt werden. 

Zur Vermittlung für Eltern können Online-Tools wie zum Beispiel " Padlet" verwendet werden. Ausführliche Erklärungen rund um dieses simple Tool sind  hier zu finden, eine kostenlose Anmeldung hierfür ist erforderlich. Ein Muster-Pad, wie die Gestaltung einer solchen Seite für Eltern aussehen könnte, ist  hier zu sehen. 

Durch diese Art der Online-Kommunikation werden PädagogInnen auf einem innovativen Weg darin unterstützt, die Verbindung zu Kindern und Familien während des Lockdowns zu halten. Auch diverse andere Online-Kommunikationsmöglichkeiten wie „Skype", „Zoom" oder „Cisco Webex" können bei vorhandenen technischen Möglichkeiten genutzt werden, um die Sprachförderkraft den Kindern zum Beispiel „live" zuzuschalten.

Update: Die App "Sprachspiele mit BiSS" des bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik ist eine Anwendung, die Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Spiele und Aktivitäten im Kindergarten-Alltag zur gezielten Förderung verschiedener sprachlicher Bildungsbereiche bietet. Sie ist dank einer engagierten Sprachförderkraft nun auch im  Google-Playstore kostenlos erhältlich. Mehr Informationen zu dieser App sind  hier zu finden. 


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