Navigation und Service
[Alt + 0] - Zum Inhalt[Alt + 1] - Zur Startseite[Alt + 2] - Zur Suche[Alt + 3] - Zur Hauptnavigation[Alt + 4] - Zur Subnavigation[Alt + 5] - Kontakt
Verwaltung
SUCHE
Link zur Startseite
© Land Steiermark
 
  • Dienststellen
    • Verein Weltsteirer
    • News aus der Steiermark
    • Wichtige Links
    • Landesamtsdirektion
    • A1 Organisation und Informationstechnik
    • A2 Zentrale Dienste
    • A3 Verfassung und Inneres
    • A4 Finanzen
    • A5 Personal
    • A6 Bildung und Gesellschaft
    • A7 Gemeinden, Wahlen und ländlicher Wegebau
    • A8 Gesundheit und Pflege
    • A9 Kultur, Europa, Sport
    • A10 Land- und Forstwirtschaft
    • A11 Soziales, Arbeit und Integration
    • A12 Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und Forschung
    • A13 Umwelt und Raumordnung
    • A14 Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit
    • A15 Energie, Wohnbau, Technik
    • A16 Verkehr und Landeshochbau
    • A17 Landes- und Regionalentwicklung
    • Agrarbezirksbehörde für Steiermark
    • Baubezirksleitungen
  • Bezirks­hauptmannschaften
    • BH Bruck-Mürzzuschlag
    • BH Deutschlandsberg
    • BH Graz Umgebung
    • BH Hartberg-Fürstenfeld
    • BH Leibnitz
    • BH Leoben
    • BH Liezen
    • BH Murau
    • BH Murtal
    • BH Südoststeiermark
    • BH Voitsberg
    • BH Weiz
  • Leitbild
  • Ausschreibungen
    • Liegenschaften
    • Bau-, Dienstleistungs- und Lieferaufträge
    • Jobportal
    • Lehre beim Land Steiermark
    • Versteigerung von Fahrzeugen und Geräten.
  • Themen
    • Bauen / Wohnen / Energie
    • Bildung / Kultur
    • Dokumente / Ausweise
    • Europa / International
    • Familie / Generationen
    • Verkehr / Freizeit
    • Gesundheit / Pflege
    • Landwirtschaft / Umwelt / Klima
    • Aufenthalt / Sicherheit
    • Menschen mit Behinderung
    • Soziales und Notfälle
    • Wirtschaft / Tourismus
  • Politik
    • Landesregierung
    • Landtag
  1. Sie sind hier:
  2. Verwaltung
  3. Dienststellen
  4. A9 Kultur, Europa, Sport
  5. Referat Europa und Internationales
  6. Verein Weltsteirer
  • News aus der Steiermark
  • Wichtige Links
  • Seite vorlesen
    Vorlesen
Vorlesen
  • Seite drucken
    Drucken
Feedback verschicken

Ein Steirer im Dienst des Zaren

Geschichten zur Geschichte - von Rüdeger Frizberg

Als Auslandsösterreicher schrieb er eine unglaubliche Erfolgsgeschichte - nicht im klassischen Wunderland Amerika sondern in Russland: In seiner österreichischen Heimat verfolgt, war der steirische Bauernsohn Benedikt Hermann zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Dienst der russischen Zaren einer der ersten großen Industriemanager und Anlagenbauer für Stahlwerke im Ural.
Bergwekssituation um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert
Durch seine Flucht ist dem Bergbau und Stahlindustrieland Steiermark einer der großen Pioniere verloren gegangen. 1755 in Mariahof bei Neumarkt in der Steiermark geboren, sollte er Pfarrer werden. Er fühlte sich jedoch zu Anderem berufen und trat bereits mit 14 Jahren als „Agentiekanzley-Junge" in die Schwarzenbergsche Kanzlei in Murau ein. Im Laufe seiner weiteren Tätigkeit hatte er die Gelegenheit, 0rganisation und Technologie der Schwarzenbergschen Bergwerke auf der Turrach, die verschiedenen Hammer- und Schmelzwerke und die Köhlereien kennen zu lernen.

Nach einigen Zwischenstationen wurde er an die Schwarzenbergsche Hofkanzlei nach Wien berufen. Von seiner neuen Aufgabe unerfüllt, reichte er bald seine Entlassung ein. Er unternahm nun ausgedehnte Reisen durch die Steiermark, Kärnten, Oberitalien, später auch nach Salzburg und Bayern, auf denen er umfangreiche geognostische (älterer Ausdruck für „geologisch") Untersuchungen der Landschaft durchführte. Seine Kenntnisse hatte er sich durch private Studien und über Kontakte zu den damaligen namhaften Fachleuten auf dem Gebiet des Berg- und üttenwesens erworben.

Eine bedeutende Wendung in seinem Leben trat ein, als ein Mitarbeiter Schwarzenbergs eine seiner Aufzeichnungen über ein spezielles Schmelzverfahren als Verrat von Betriebsgeheimnissen auffasste und Maßnahmen gegen Hermann forderte. Dieser fürchtete ernste Konsequenzen und flüchtete über Krakau nach St. Petersburg.

In Russland stieg er rasch die Karriereleiter empor: Bald nach seiner Ankunft hatte er sich als Mineraloge, Bergingenieur und „Statistiker" unter anderem mit seiner Schrift „Abriss der physikalischen Beschaffenheit der Österreichischen Staaten" einen guten Ruf erworben. Als Zarin Katharina II von seinen Schriften erfuhr, befahl sie 1783 die Errichtung eines Stahlwerkes im Ural nach Hermanns Plänen. Bereits im Jahr 1784 legte er der russischen Staatskanzlei die Pläne für ein Stahlwerk in Katharinenburg im Ural vor. Nachdem die Zarin diese Pläne genehmigt hatte, wurde er zum Hofrat befördert, mit dem Bau des Werkes beauftragt und auch zu dessen Direktor ernannt. In welchen großen Zusammenhängen Hermann dachte, beweist auch seine Schrift „Versuch einer mineralogischen Beschreibung des Uralischen Erzgebirges", in der er sich mit der Wechselwirkung zwischen Bergbautechnologien und wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten auseinandersetzte. Im Jahr 1789 wurde er auch Mitglied der Akademie in St. Petersburg. Ab nun wurde er auch immer wieder zum Ehrenmitglied von Akademien im Ausland ernannt. Etwa zur selben Zeit wurde er mit der Durchführung eines Programms zur Industrialisierung Sibiriens beauftragt. Neben seiner Tätigkeit im Rahmen dieser Industrialisierung entdeckte er dort auch eines der weltweit größten Steinkohlevorkommen. Hermann erkannte als erster die wirtschaftsstrategische Bedeutung nahe beieinander liegender Eisenerz- und Kohlevorkommen.

Mit der zusätzlichen Ernennung zum Mitglied des russischen Reichs-Bergkollegiums, dessen Aufgabe es war, die Suche nach Mineralien zu überwachen, stieg er in den Rang eines Oberberghauptmanns vierter Klasse auf. Das entsprach dem Rang eines russischen Generalmajors. Mittlerweile hatte er zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten in deutscher, französischer und russischer Sprache veröffent-licht. Einen weiteren Schritt in seiner Karriere bedeutete seine Ernennung zum Befehlshaber der katharinenburgischen Berghauptmannschaft, der alle Berg- und Hüttenwerke des Ural mit einer Belegschaft von mehr als 10.000 Bergleuten unterstanden. Er kümmerte sich aber auch um deren soziale Belange: So war er bestrebt die extrem hohe, durch Pocken verursachte Säuglingssterblichkeit zu bekämpfen. Er kümmerte sich um Kranken-Pflegeanstalten für arbeitsunfähig gewordene Arbeiter. Auch die Einrichtung von Schulen in jedem der Bergarbeiterdörfer geht auf seine Initiative zurück. 1807 beförderte ihn Zar Alexander I zum General-Bergintendanten, einem der höchsten Ämter in der Bergwerkshierarchie des damaligen Russland.

Trotz seiner Erfolge in seiner neuen Heimat trug er sich um 1784 mit dem Gedanken, nach Österreich zurück zu kehren. Ein diesbezügliches Angebot wurde jedoch von Josef II auf Anraten des Hofes abgelehnt. So trat er in die lange Reihe der Auslandsösterreicher, die im Ausland erfolgreich sein mussten, weil man sie in ihrer Heimat nicht schätzte.

Helmut W. Flügel hat das Leben von Benedikt Hermann in der Zeitschrift des Historischen Vereins für Steiermark (Ausgabe 96/2005) ausführlich beschrieben.

 

 

MEDIENINHABER:

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
8010 Graz-Burg

Telefon: +43 (316) 877-0

QUICKLINKS:

  • Verwaltung & Serviceportal
  • Dienststellen & Organigramm
  • Bezirkshauptmannschaften
  • Themen & Fachportale
  • Politik
  • News Portal

Finden Sie Ihre Ansprechperson

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Übermitteln Sie Beschwerden & Hinweise

Bewerben Sie sich auf unserem Job-Portal

Abonnieren Sie unseren Newsletter

© 2026 Land Steiermark | Impressum | Datenschutz | Barrierefreiheitserklärung | Sitemap
FacebookInstagramLinkedInYoutube

Bildergalerie