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Ausübungsbefugnis

Allgemeine Informationen

Berg- und Schiführerinnen- bzw. Berg- und Schiführer sind Personen, die zu Erwerbszwecken Berg- und Schitouren führen oder begleiten, wozu insbesondere Fels- und Eistouren und hochalpine Schitouren zählen. Die erwerbsmäßige Ausübung dieser Tätigkeit bedarf einer Befugnis. Sie darf nur natürlichen Personen verliehen werden.

Voraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit:
    • Österreich
    • EU-Mitgliedstaat
    • EWR-Vertragsstaat
    • Drittstaat, soweit nach dem Recht der Europäischen Union oder auf Grund eines Staatsvertrages dieselben Rechte für den Berufszugang zu gewähren sind wie Inländerinnen bzw. Inländern
  • Volljährigkeit
  • Verlässlichkeit: einwandfreies Vorleben
  • gesundheitliche Eignung
  • fachliche Befähigung:
    • durch die erfolgreiche Ablegung der Berg- und Schiführerprüfung
      • zur Ausbildung als Berg- und Schiführerin bzw. Berg- und Schiführer sind nur Personen zuzulassen, die bergsteigerische und schifahrerische Kenntnisse nachweisen können (Berichte über die in den letzten zwei Jahren durchgeführten Touren)
      • die Ausbildung gliedert sich in einen Felslehrgang, einen Eislehrgang und einen Winterlehrgang, wobei die Lehrgänge jeweils einen theoretischen und praktischen Teil umfassen Hinweis: Für detailliertere Auskünfte zur Ausbildung wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde.
    • durch die erfolgreiche Ablegung der Schiführerprüfung nach dem Steiermärkischen Schischulgesetz und die erfolgreiche Ablegung der Vorprüfungen und der kommissionellen Teilprüfungen des Fels- und Eislehrganges

Hinweis: Einer Berg- und Schiführerausbildung und -prüfung sind Ausbildungen und Prüfungen an Einrichtungen des Bundes, eines Bundeslandes oder des österreichischen Berg- und Schiführerverbandes gleichzuhalten, bei welchen der Lehrstoff (Prüfungsstoff) mit jenen Lehrgegenständen (Prüfungsgegenständen) der Berg- und Schiführerausbildung übereinstimmt und bei welchen für die Aufnahme in den Ausbildungslehrgang die Volljährigkeit und der Nachweis ausreichender bergsteigerischer und schiläuferischer Kenntnisse gefordert sind.

Zuständige Stelle

  • Bezirkshauptmannschaft
    • in Graz: der Magistrat


Verfahrensablauf

Der Antrag ist schriftlich einzubringen. Dem Antrag sind die erforderlichen Belege zum Nachweis der persönlichen Voraussetzungen beizulegen. Liegen der Behörde sämtliche Unterlagen vor und sind die persönlichen Voraussetzungen gegeben, wird die Befugnis mit Bescheid erteilt. Anschließend erfolgt die Aufnahme der Berg- und Schiführerin bzw. des Berg- und Schiführers in das Berg- und Schiführerverzeichnis.

Liegen der Behörde sämtliche Unterlagen vor und entscheidet sie nicht binnen einer Frist von drei Monaten, gilt der Antrag als genehmigt (Genehmigungsfiktion). Das ist dann nicht der Fall, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller von der Behörde rechtzeitig über eine Fristverlängerung informiert wurde.

Die Genehmigungsfiktion kann aber nur dann eintreten, wenn

  • eine Zustellbevollmächtigte bzw. ein Zustellbevollmächtigter im Inland gegeben sind, oder
  • eine Abgabestelle im Inland besteht, oder
  • eine Anmeldung beim Zustelldienst nach § 33 Zustellgesetz vorliegt, oder
  • im Verfahren eine elektronische Zustelladresse und ein Passwort bekanntgegeben wurden.

Hinweis: Die Behörde ist verpflichtet, über den Eintritt der Genehmigungsfiktion eine schriftliche Bestätigung auszustellen.



Erforderliche Unterlagen

Nachweise über die persönlichen Voraussetzungen, insbesondere:

  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit (bei Österreicherinnen bzw. Österreichern: Staatsbürgerschaftsnachweis, Geburtsurkunde oder gültiges Reisedokument)
  • ärztliches Zeugnis
  • Nachweis der fachlichen Befähigung
    • durch die erfolgreiche Ablegung der Berg- und Schiführerprüfung oder
    • durch die erfolgreiche Ablegung der Schiführerprüfung nach dem Steiermärkischen Schischulgesetz und die erfolgreiche Ablegung der Vorprüfungen und der kommissionellen Teilprüfungen des Fels- und Eislehrganges

Kosten

  1. EINGABEGEBÜHR
    Für die Einbringung des Antrages ist eine Gebühr von 14,30 Euro zu entrichten. Für Ansuchen um Erteilung einer Befugnis oder die Anerkennung einer Befähigung oder einer sonstigen gesetzlichen Voraussetzung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit ist eine Gebühr von 47,30 Euro zu entrichten.
  2. BEILAGENGEBÜHR
    Für jede Beilage, die dem Antrag anzuschließen ist, ist eine Gebühr zu entrichten. Sie beträgt 3,90 Euro je Din A3-Blatt*. Ist die Beilage größer als ein DIN A3-Blatt, dann beträgt die Gebühr je Papierblatt 7,20 Euro. Die Gebühr beträgt höchstens 21,80 Euro.
    * Das Gesetz verwendet den Begriff "Bogen", das ist Papier dessen Seitengröße das Ausmaß von zwei mal 210 mm x 297 mm nach einer oder nach beiden Richtungen nicht überschreitet.
  3. LANDESKOMMISSIONSGEBÜHR
    Sind für die Behandlung des Antrages Amtshandlungen der Behörden außerhalb des Amtes erforderlich, so sind hier für Kommissiongebühren zu entrichten. Die Höhe der Kommissionsgebühr beträgt für jede angefangene halbe Stunde je teilnehmendes Amtsorgan
    • für Amtshandlungen der Bezirksverwaltungsbehörden: 17,00 Euro
    • für Amtshandlungen sonstiger Behörden des Landes: 23,70 Euro


Rechtsgrundlagen

Zuständigkeit

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