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Begutachtung (Pickerl)

Allgemeine Informationen

Kraftfahrzeuge müssen in regelmäßigen Abständen auf Verkehrs- und Betriebssicherheit überprüft werden (sogenannte §57a-Begutachtung).

Von der regelmäßigen Begutachtung sind folgende Kraftfahrzeuge ausgenommen:

  • Anhänger, mit denen eine Geschwindigkeit von 25 km/h nicht überschritten werden darf
  • Zugmaschinen mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Transportkarren jeweils mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h
  • Motorkarren mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h

Fristen

Punkt Begutachtung Art des KFZ
1
  • drei Jahre nach der ersten Zulassung
  • zwei Jahre nach der ersten Begutachtung
  • ein Jahr nach der zweiten und nach jeder weiteren Begutachtung
  • Kfz der Klasse M1 (z.B. Pkw, ausgenommen Taxis, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge)
  • Zugmaschinen und Motorkarren mit einer Bauartgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h, aber nicht mehr als 40 km/h
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Transportkarren mit einer Bauartgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h, aber nicht mehr als 40 km/h
  • Anhänger, mit denen eine Geschwindigkeit von 25 km/h überschritten werden darf und die
    • ein höchstes zulässiges Gesamtgewicht von nicht mehr als 3.500 kg aufweisen oder
    • landwirtschaftliche Anhänger sind, mit denen eine Geschwindigkeit von 40 km/h überschritten werden darf 
2 jährlich alle Kfz und Anhänger, außer sie sind in Punkt 1,3 und 4 genannt
3 alle zwei Jahre historische Fahrzeuge
4
  • drei Jahre nach der ersten Zulassung
  • zwei Jahre nach der ersten Begutachtung
  • zwei Jahre nach der zweiten und nach jeder weiteren Begutachtung
Landwirtschaftliche Anhänger, mit denen eine Geschwindigkeit von 25 km/h, aber nicht 40 km/h überschritten werden darf

Der Überprüfungstermin für die § 57a-Überprüfung richtet sich nach dem Monat der ersten Zulassung . Fälligkeitstermin ist der auf der Begutachtungsplakette gestanzte Monat (Monat der Erstzulassung). Der Zeitraum für die Begutachtung beträgt sechs Monate: Die Begutachtung kann - ohne Wirkung für den Zeitpunkt der nächsten Begutachtung - auch in der Zeit vom Beginn des dem vorgesehenen Zeitpunkt vorausgehenden Kalendermonates bis zum Ablauf des vierten darauffolgenden Kalendermonates (oft als " Toleranzfrist" oder "Toleranzzeitraum" bezeichnet) vorgenommen werden.

Für Terminverschiebungen ist die Bezirksverwaltungsbehörde zuständig.

Zuständige Stelle

Eine vom Landeshauptmann ermächtigte Begutachtungsstelle, z.B.

  • Vereine wie Autofahrerclubs (z.B. ARBÖ, ÖAMTC)
  • Ziviltechnikerinnen/Ziviltechniker
  • Gewerbebetriebe (z.B. Kfz-Werkstätten)
  • Technische Büros - Ingenieurbüros

Verfahrensablauf

Das gereinigte Kraftfahrzeug muss bei einer Begutachtungsstelle untersucht werden.

Überprüft wird, ob das Fahrzeug den Erfordernissen der Verkehrs- und Betriebssicherheit entspricht. Im Einzelnen werden folgende Elemente des Kfz geprüft:

  • Ausrüstung
  • Beleuchtung
  • Sicherheitseinrichtungen
  • Fahrgestell und Karosserie
  • Reifen und Räder
  • Motor
  • Bremsen

Zusätzlich wird darauf geachtet, dass mit dem Fahrzeug nicht übermäßig Lärm, Rauch, übler Geruch oder schädliche Luftverunreinigungen verursacht werden können.

Hat Ihr Fahrzeug schwere Mängel, die sofort zu beheben sind, oder besteht "Gefahr im Verzug", muss eine Reparatur vor einer neuerlichen Vorführung des Fahrzeuges erfolgen. Erst wenn das Fahrzeug keine schweren Mängel aufweist, kann eine Begutachtungsplakette ("Pickerl") ausgefolgt oder angebracht werden.

Folgende Fahrzeuge erhalten ein weißes Pickerl:

  • Pkw, Kombi und Lkw bis 3,5 t mit Benzinmotor und Katalysator sowie abgasarme Dieselfahrzeuge (auch schwere Diesel-Lkw), Anhänger
  • Mopeds mit nationaler Typengenehmigung ab 1. Oktober 1988 oder Einzelgenehmigung zwischen 1. Jänner 1989 und 17. Juni 1999
  • abgasarme Motorräder
  • Elektrofahrzeuge

Alle anderen Kraftfahrzeuge erhalten ein grünes Pickerl.

Erforderliche Unterlagen

  • Zulassungsbescheinigung
  • bei Fahrzeugen mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.500 kg: zusätzlich Genehmigungsnachweis oder Genehmigungsdokument wie z.B. 
    • Typenschein oder
    • Einzelgenehmigung oder
    • Nachweis für die Zulassung oder
    • gültige Übereinstimmungsbescheinigung oder
    • Datenauszug aus der Genehmigungsdatenbank bei Fahrzeugen mit EG-Betriebserlaubnis bzw.
    • das bei der letzten Zulassung hergestellte Fahrzeug-Genehmigungsdokument

Bei Fahrzeugen, die mit einem Fahrtschreiber bzw. Kontrollgerät ausgerüstet sind, ist zusätzlich ein Nachweis über das Ergebnis der letzten durchgeführten Überprüfung der Fahrtschreiberanlage/des Kontrollgerätes vorzulegen.

Wenn Zweifel über den genehmigten Zustand des Kfz auftreten, kann auch bei Fahrzeugen mit weniger als 3.500 kg Gesamtgewicht der Genehmigungsnachweis oder das Genehmigungsdokument verlangt werden.

Kosten

Je nach Begutachtungsstelle fallen unterschiedlich hohe Kosten an.

Zusätzliche Informationen

In bestimmten Fällen, z.B. für Fahrzeuge, deren erstmalige Zulassung länger als zwölf Jahre zurückliegt, kann die Behörde eine besondere Überprüfung anordnen.

ACHTUNG
Auslandsfahrten sollten immer nur mit einem gültigen "Pickerl" (vor Beginn der Toleranzfrist) unternommen werden, da die nach österreichischem Recht geltende Toleranzfrist in anderen Staaten oft nicht anerkannt wird.

Weiterführende Links

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).


Zuständigkeit

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