Link zur Startseite

Kinderbetreuer und Tagesmutter - Anerkennung

Allgemeine Informationen

Der Beruf der Kinderbetreuerin / des Kinderbetreuers und der Tagesmutter / des Tagesvaters darf in der Steiermark nur nach Absolvierung der entsprechenden Ausbildung ausgeübt werden.

Ausbildungslehrgänge für Kinderbetreuerinnen/Kinderbetreuer und Tagesmütter/Tagesväter richten sich nach dem Steiermärkischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (StKBBG) bzw. der Kinderbetreuungs-Ausbildungsverordnung 2010. Für die Tätigkeit als Tagesmutter/Tagesvater ist zusätzlich eine Betreuungsbewilligung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.

Kinderbetreuerinnen/Kinderbetreuer arbeiten in institutionellen Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen, in denen Kinder längstens bis zur Beendigung der Schulpflicht tagsüber betreut werden. Tagesmütter/-väter sind Personen, die grundsätzlich in ihrem Haushalt regelmäßig und entgeltlich Kinder längstens bis zur Beendigung der Schulpflicht betreuen.

Ausländische Befähigungs- und Qualifikationsnachweise können von der zuständigen Behörde anerkannt werden. Die Anerkennung richtet sich nach dem Steiermärkischen Gesetz über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (StGAB).

Zuständige Stelle

Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft

Verfahrensablauf

Die Berufsqualifikationen von Antragstellern / Antragstellerinnen, die über einen den o. a. Qualifikationsnachweisen entsprechenden Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis verfügen, werden - auf Antrag - als den landesgesetzlich festgelegten Voraussetzungen für die Aufnahme desselben Berufes entsprechend anerkannt, wenn der Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis

  • von der zuständigen Behörde des Heimatmitgliedstaates ausgestellt wurde und
  • im Heimatmitgliedstaat erforderlich ist, um in dessen Hoheitsgebiet die Erlaubnis zur Aufnahme und Ausübung dieses Berufs zu erhalten.

Ist die Aufnahme oder Ausübung eines Berufes im Herkunftsstaat nicht geregelt, wird die Berufsqualifikation des Antragstellers / der Antragstellerin auf Antrag anerkannt, wenn der Antragsteller / die Antragstellerin diesen Beruf in den vorhergehenden zehn Jahren durch ein Jahr vollzeitlich oder während einer entsprechenden Gesamtdauer in Teilzeit in diesem Mitgliedstaat ausgeübt hat, sofern er / sie im Besitz eines oder mehrerer Befähigungsnachweise ist, der oder die

  • von der zuständigen Behörde des Heimatmitgliedstaates ausgestellt wurden und
  • bescheinigen, dass der Inhaber / die Inhaberin auf die Ausübung des betreffenden Berufs vorbereitet wurde.

Ausgleichsmaßnahmen können dann vorgeschrieben werden, wenn sich

  • die Ausbildung im betreffenden Beruf auf Fächer bezieht, die sich inhaltlich wesentlich von jenen nach den jeweiligen Beruf regelnden landesgesetzlichen Vorschriften unterscheiden, oder
  • der Beruf nach den jeweiligen landesgesetzlichen Vorschriften reglementiert ist und eine oder mehrere reglementierte Tätigkeiten umfasst, die nach den Rechtsvorschriften des Herkunftsstaates des Antragstellers/der Antragstellerin nicht Teil des Berufsbildes sind und sich die geforderte Ausbildung auf Fächer bezieht, die sich inhaltlich wesentlich von der Ausbildung des Antragstellers/der Antragstellerin, unterscheiden.

Erforderliche Unterlagen

  • kurzes schriftliches Ansuchen
  • Ausbildungszeugnisse (Kopie)
  • Stundentafel/Curriculum der absolvierten Ausbildung - Anzahl der absolvierten ECTS/Wochenstunden/Unterrichtseinheiten muss ersichtlich sein (Kopie)
  • Praktikumsbestätigung/Dienstzeugnis - Stundenausmaß muss nachvollziehbar sein, mit Stempel und Unterschrift der Praktikumsstelle (Kopie)
  • Sozialversicherungsnummer
  • Reisepass (Kopie)
  • Lebenslauf (chronologische Auflistung der Schulausbildung und der Berufsausübung; wichtig: die Angabe von Postadresse, Telefonnummer, E- Mail-Adresse)
  • Bestätigung des zuständigen Ministeriums im Heimatland, worin bescheinigt wird, in welchem Bereich der Kinderbildungs- und-betreuungseinrichtungen mit der bereits abgeschlossenen Ausbildung im Heimatland gearbeitet werden darf, einschließlich der Angabe des Altersbereichs der Kinder, die betreut werden dürfen
  • Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse - ein B 1 Zertifikat Deutsch - gemäß den Vorgaben des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen - wenn Deutsch nicht die Erstsprache ist - ist empfehlenswert
  • Heiratsurkunde (bei Namensänderung)

Hinweis: Nicht deutschsprachige Unterlagen sind beglaubigt übersetzt in Kopie beizubringen.

Kosten

Es entstehen keine Kosten.

Zuständigkeit

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).