Gleichstellung in Zahlen 2025
Alle drei Jahre erscheint das Heft „Gleichstellung in Zahlen" in der Reihe Steirische Statistiken. Hier finden Sie die Ausgabe
„Gleichstellung in Zahlen 2022" mit den Zahlen zum Stichjahr 2022 und die aktualisierte Ausgabe für das Stichjahr
2025.
Die Statistiken wurden aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen und bieten einen tieferen Einblick in die aktuelle Lage der Gleichstellung der Geschlechter. Die Fakten und Zahlen zeigen auf, wo es die größten Handlungsbedarfe gibt und wo wir beim Themenbereich Gleichstellung stehen. Daher ist „Gleichstellung in Zahlen" eine der wichtigsten Grundlagen für die evidenzbasierte Gleichstellungsarbeit in der Steiermark.
Gleichstellung in Zahlen 2025 ist eine Grundlage für ...
- ... die Gleichstellungsarbeit des Landes Steiermark
- ... den
Steirischen Aktionsplan - ... zukünftige Entscheidungen zu Gleichstellungsthemen
- ... Informationen zum Stand von Frauen und Männern in der Steiermark
Sehen Sie unten einige Zahlen und Fakten zum Thema Gleichstellung und finden Sie
hier das ganze Heft 2025 zum Download!
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11,9 % von 1981 auf 2020 beträgt der Zuwachs an tertiären Abschlüssen bei Frauen. |
1981 hatten 64,9 % aller Frauen und 44,3 % aller Männer die Pflichtschule als höchsten Ausbildungs-abschluss. |
2023 hatten 26,1 % aller Frauen und 18,4 % aller Männer die Pflichtschule als höchsten Ausbildungs-abschluss. |
11.130 Schüler besuchten 2023/24 eine Berufsschule, im Vergleich zu 5.472 Schülerinnen. |
52,3 % der Studierenden an Universitäten sind Frauen. An Fachhochschulen sind 54,6%, an pädagogischen Fachhochschulen sogar 74,5%. |
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Frauen holen in der Bildung auf, immer mehr erreichen höhere Abschlüsse. Vor ca. 45 Jahren hatten noch 64,9 % der Frauen ab 15 Jahren (44,3 % der Männer) lediglich einen Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung. 2023 liegt dieser Anteil bei den Frauen nur mehr bei 26,1 % und bei den Männern bei 18,4 %. |
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| 36,7 % verdienen Frauen weniger als Männer (Median Jahresbruttobezug). |
55,6 % aller erwerbstätiger Frauen arbeiteten 2024 in Teilzeit (2010 waren es 45,4 %). |
39,6 % der Befragten Frauen in Teilzeit, geben Betreuungspflichten (häufigster Grund) als Grund für die Teilzeitanstellung an. |
28,9 % der Befragten Männer in Teilzeit, geben an, dass sie aus eigenem Wunsch (häufigster Grund) keiner Vollzeittätigkeit nachgehen. |
38,7 % weniger Pension bekommen Frauen als Männer. |
| Immer mehr Frauen nehmen am Erwerbsleben teil (2001: 35,8 %, 2023: 44,2 %). Frauen verdienen im Mittel um 36,7 % weniger als Männer (27.430 Euro vs. 43.335 Euro - Median des Jahresbruttobezugs). Frauen arbeiten aber eher in Teilzeit (mit 55,6 %; von den Männern nur 12,2 %). Als Grund wurde laut Mikrozensus 2024 von mehr als einem Drittel der Frauen in Teilzeit die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen angegeben. Von den 28,9% Männern in Teilzeit gab nur ein so geringer Prozentsatz an, dass sie wegen Betreuungspflichten in Teilzeit sind, dass diese Zahl statistisch nicht erfassbar ist. | ||||
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39,7 % aller Führungskräfte sind Frauen. |
60,3 % der Führungskräfte sind Männer. |
285 Gemeinden hat die Steiermark. |
25 Gemeinden haben eine Bürgermeisterin (2025), 260 einen Bürgermeister. |
15 % macht der Frauenanteil in der ersten Führungseben der Top 100 Unternehmen aus. |
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Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert, lediglich jede dritte Führungskraft war laut Mikrozensus 2021 weiblich. Politische Vertretungen sind ebenfalls kaum weiblich besetzt, z.B. gibt es eine Frau als Bürgermeisterin nur in 25 der 285 steirischen Gemeinden (8,8 %) und nur 27,1% der Gemeinderatsmitglieder sind Frauen. |
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8.530 Frauen sind 2023 in Karenz gegangen. |
2.528 Männer sind 2023 in Karenz gegangen. |
95 % der Männer gehen höchsten drei Monate in Karenz. Nur 0,2% gingen länger als ein Jahr in Karenz. |
Zwischen 6 und 7 Stunden Öffnungszeit haben die meisten (38,8 %) institutionellen Kinderbetreuungs- einrichtungen. |
185 Anträge auf Pensionssplitting wurden 2024 gestellt. 2021 waren es noch 97. |
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Über elftausend Personen in der Steiermark waren 2023 in Mutterschutz bzw. in Elternkarenz. Fast jedes fünfte Mal war ein männlicher Elternteil in Karenz. Deutlich öfter als 10 Jahre davor, wo dies nur in circa 5 % der Karenzbeendigungen der Fall war. Der Familienzeitbonus (auch genannt: „Papamonat"), der 2017 nur in 7,1% der Geburten in Anspruch genommen wurde, wurde 2024 schon von 52 % der Eltern beansprucht. Bei Männern dauerte die Karenz aber zumeist höchstens drei Monate (5 % der männlichen Karenzbeendigungen). Frauen hingegen gehen größtenteils mindestens ein Jahr in Karenz (53,7 % aller weiblichen Karenzbeendigungen). Von den jüngsten Kindern (0 bis unter 3 Jahre) werden 22,9 % in Kinderbetreuungseinrichtungen betreut und 4,3 % bei Tageseltern (2014: 13,4 % bzw. 5,1 %). Laut Gesundheitsbefragung 2019 unterstützen mehr Frauen (20,3 %) als Männer (11,4 %) - ab 15 Jahren - mindestens einmal pro Woche eine oder mehrere Personen mit altersbedingten bzw. chronischen Gesundheitsproblemen (insgesamt 16,5 % der steirischen Bevölkerung). |
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20,3 % aller Personen in der Steiermark. 3,8 % weniger Frauen als Männer rauchen. |
24,0 % aller in der Steiermark lebenden Menschen betreiben Ausdauer- und Muskelkräftigungsaktivitäten. 3,6 % mehr Männer als Frauen. |
65,4 % der Männer sind zufrieden mit der medizinischen Versorgung. |
59,3 % der Frauen sind zufrieden mit der medizinischen Versorgung. |
84,8 Jahre ist die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen - von Männern 79,9. |
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Bei Frauen ist die vorzeitige Sterblichkeit (Alter unter 70 Jahre) seit jeher deutlich geringer als bei Männern (2021: 178 von 100.000 bei Frauen, 330 bei Männern). Frauen gehen öfter als Männer zur Vorsorgeuntersuchung (16,8% vs. 14,6%). Obwohl beide Werte von Jahr zu Jahr ansteigen (zum Vergleich: 2019 waren es 15% der Frauen und 13,1% der Männer), sind sie noch immer eher niedrig. |
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84,7 % der rechtskräftig verurteilten Delikte wurden von Männern verübt (2024). |
194 rechtskräftige Verurteilungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung wurden 2024 in der Steiermark vollzogen. |
97,0 % der rechtskräftig verurteilten Personen aufgrund von sexueller Integrität und Selbstbestimmung waren männlichen Geschlechts. |
10,9 % der erlebten Form von Gewalt im Netz waren sexuell anzügliche Mitteilungen. |
7,8 % der erlebten Form von Gewalt im Netz waren Beschimpfungen aufgrund des Geschlechts. |
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1.499 Betretungs- und Annäherungsverbote wurden 2024 gegen 1.117 Personen ausgesprochen. Damit wurden 1.427 Betroffene von Gewalt geschützt (davon 68,5 % weiblich). |
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+ 38,1 Personen pro 1.000 Personen zusätzlich sind in den steirischen Zentralraum gezogen. |
- 40,9 Frauen pro 1.000 Personen beträgt das Binnenwanderungssaldo der jungen Frauen in Bruck-Mürzzuschlag. Das ist die Region mit dem höchsten Minus (gefolgt von Murau und Deutschlandsberg). |
39,9 % der Grazer Bevölkerung haben einen Matura oder Hochschulabschluss. Damit liegt Graz bei der höchst abgeschloss-enen Ausbildung an erster Stelle. |
85,6 % der Kinderbetreu-ungseinrichtungen in Graz haben mindestens acht Stunden am Tag geöffnet (2021: 83,2 %). |
22,8 % beträgt der Einkommens-unterschied zwischen Frauen und Männern in Bruck-Mürzzuschlag. An zweiter Stelle ist Leoben mit 21,4%. |
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Regionale Unterschiede wie z.B. in der Altersstruktur können sich in vielen Themenbereichen wie Pflege, Haushalts- oder Familienstruktur auswirken. Der Gleichstellungsindex des Städtebundes und der Arbeiterkammer misst die Gleichstellung in allen österreichischen Städten/Gemeinden und Bundesländern anhand von 23 Indikatoren. Die Gemeinden mit dem höchsten Gleichstellungsindex in der Steiermark sind Graz (75), Bruck an der Mur (67), Sankt Marein im Mürztal (66), Kindberg (65), Pernegg an der Mur (62) und Leibnitz (61). Die Steiermark kommt auf einen Gleichstellungsindex von 48 Punkten. |
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