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Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)

Erscheinungsbild

Die Signalkrebse erreichen eine Körperlänge von etwa 15 bis 18 cm. Die Maximalwerte liegen bei 25cm Körperlänge. Die Weibchen sind deutlich kleiner, etwa 12 cm groß. Der Körperbau ist gedrungen und nicht bedornt; auch die Scheren sind ohne Bedornung. Der Signalkrebs hat eine hellbraune Färbung. Die Scheren sind mächtig und an der Unterseite, gleich wie beim Edelkrebs, rot bis orange gefärbt. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal ergibt sich aus den auffallenden, weiß bis hellblau gefärbten Scherengelenken (Name).
Körperbau Flusskrebs © http://flusskrebse-in-sh.hammes.at/images/Habitus_mit_Beschreibung.jpg
Körperbau Flusskrebs
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Signalkrebs © http://www.fv-heilbronn.de/Krebse/signalkrebs.jpg
Signalkrebs
© http://www.fv-heilbronn.de/Krebse/signalkrebs.jpg

Verwechslungsarten

Edelkrebs © http://www.oefg1880.at/fischarten/fotos/Edelkrebs.jpg
Edelkrebs
© http://www.oefg1880.at/fischarten/fotos/Edelkrebs.jpg
Wie bereits erwähnt besteht Verwechslungsgefahr mit dem Edelkrebs. Jedoch besitzt der Edelkrebs im Unterschied zum Signalkrebs Dornen hinter der Nackenfurche als auch ein rotes Scherengelenk. Desweiteren hat der Edelkrebs gekörnte Scheren und einen gezähnten Rostrumkiel.

Einbringungswege

Der Signalkrebs stammt ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas und wurde etwa Mitte des 20. Jahrhunderts nach Europa eingeführt. Der Grund für die Einführung war ein durch die Krebspest verursachtes Sterben der Edelkrebse in Schweden. Auf Grund seiner Teilresistenz gegenüber der Krebspest wurde der Signalkrebs als Ersatz für den Edelkrebs importiert. (vgl. http://members.aon.at/mstrass7/krebs/signalkrebs.htm)

Lebensraumansprüche

Der Krebs besiedelt alle Lebensräume, die auch der Edelkrebs besiedelt und dringt z.T. sogar in höhere Regionen vor. In Fließgewässern gräbt er sich Wohnhöhlen in die Uferböschung, unter Steinen oder Baumwurzeln. Bei Temperaturen über 25 °C stellt er das Wachstum ein. Der Signalkrebs hat eine höhere Toleranz gegenüber organischen und chemischen Belastungen der Gewässer als der Edelkrebs. Der Signalkrebs zählt zu den Allesfressern. Er verwertet sämtliches organisches Material, genauso Aas. Desweiteren zeigt er eine hohe Aggression, nicht nur gegenüber anderen Krebsarten, sondern auch gegenüber den eigenen Artgenossen.
Die Paarung erfolgt im Herbst, das Schlüpfen der Larven im Mai. Die Geschlechtsreife erfolgt im zweiten oder dritten Jahr.

Problematik und Bekämpfungsmöglichkeiten

Der Krebs breitet sich in Österreich rasant aus und besiedelt schon ganze Gewässersysteme. Der Signalkrebs ist teilresistent gegenüber der Krebspest, was bedeutet, dass er nach der Erkrankung noch lange überleben kann und somit eine höhere Übertragungsrate erreicht wird. Neben der Übertragung der Krebspest auf heimische Arten führt auch die Überlebensfähigkeit in unterschiedlichsten Gewässern zu einer starken Verbreitung des Signalkrebses.
Krebspest:
Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion, ausgelöst durch den Fadenpilz Aphanomyces astaci SCHIKORA, der vermutlich um 1860 über Italien nach Europa eingeschleppt wurde. Der Erreger stammt aus Nordamerika und wurde mit dem Signalkrebs eingebracht.
Alle Krebsarten können Wirt für den Pilz sein; Nordamerikanische Arten entwickelten eine Resistenz bzw. Teilresistenz gegen den Erreger. Bei allen europäischen und somit auch den heimischen Arten kommt es zu einem endemischen Auftreten mit einer 100% igen Sterberate (ARGE ProFisch, 2009).
Signalkrebs © Wiener Fischereiausschuss
Signalkrebs
© Wiener Fischereiausschuss
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