Beginn/Fortsetzen der Tätigkeit

Allgemeine Informationen

Eine Tätigkeit als Besamungstechnikerin bzw. als Besamungstechniker oder als Eigenbestandsbesamerin bzw. als Eigenbestandsbesamer muss der Behörde im Vorhinein schriftlich angezeigt werden.

Dasselbe gilt für die erstmalige Aufnahme einer vorübergehenden Tätigkeit von Besamungstechnikerinnen bzw. Besamungstechnikern, die in einem EU-Mitgliedstaat, Vertragsstaat oder Drittstaat rechtmäßig niedergelassen sind. Wird die Tätigkeit fortgesetzt, muss jährlich eine Fortsetzungsmeldung an die Behörde abgegeben werden. Diese Meldung muss auch wesentliche Änderungen in Bezug auf die geforderten persönlichen und fachlichen Voraussetzungen beinhalten.

Voraussetzungen

  • Staatsangehörigkeit:
    • Österreich
    • EU-Mitgliedstaat
    • Vertragsstaat
    • Drittstaat, soweit nach dem Recht der Europäischen Union oder auf Grund eines Staatsvertrages dieselben Rechte für den Berufszugang zu gewähren sind wie Inländerinnen bzw. Inländern
  • fachliche Befähigung:
    • zur Berufsausübung berechtigte Tierärztinnen und Tierärzte
    • absolvierter Ausbildungslehrgang in einer Ausbildungseinrichtung für Besamungstechnikerinnen und Besamungstechniker bzw. Eigenbestandsbesamerinnen und Eigenbestandsbesamer oder
    • Anerkennung eines Ausbildungsnachweises nach dem Recht der Europäischen Union
    • Verlässlichkeit: in den letzten fünf Jahren weder rechtskräftige gerichtliche Verurteilung wegen Tierquälerei oder Übertretung von tierschutz-, tierzucht- oder veterinärrechtlichen Vorschriften, noch mehr als einmalige Bestrafung wegen Übertretung von tierschutz-, tierzucht- oder veterinärrechtlichen Vorschriften

Zuständige Stelle

Landwirtschaftskammer Steiermark

Verfahrensablauf

Die Anzeige über die Aufnahme der Tätigkeit ist schriftlich einzubringen. Die Nachweise über die erforderlichen persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sind der Anzeige anzuschließen.

Liegen die Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Besamungstechnikerin bzw. Besamungstechniker oder als Eigenbestandsbesamerin bzw. Eigenbestandsbesamer vor, stellt die Behörde eine Bescheinigung über die Anzeige aus. Liegen die Voraussetzungen nicht vor, untersagt die Behörde die Tätigkeit mit Bescheid.

Hinweis: Die erstmalige Aufnahme einer vorübergehenden Tätigkeit von Besamungstechnikerinnen bzw. Besamungstechnikern, die in einem EU-Mitgliedstaat, Vertragsstaat oder Drittstaat, rechtmäßig niedergelassen sind, ist der Behörde im Vorhinein schriftlich und unter Nachweis der geforderten persönlichen und fachlichen Voraussetzungen anzuzeigen. Die Behörde hat auch in diesem Fall die Möglichkeit, die unrechtmäßige Ausübung der Tätigkeit zu untersagen.

Erforderliche Unterlagen

Nachweise über die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen, insbesondere:

  • Nachweis der Staatsangehörigkeit (bei Österreicherinnen bzw. Österreichern: Staatsbürgerschaftsnachweis, Geburtsurkunde oder gültiges Reisedokument)
  • Nachweis der fachlichen Befähigung
  • Nachweis über die Verlässlichkeit (diese dürfen nicht älter als drei Monate sein):
    • Eigenbestandsbesamerinnen und Eigenbestandsbesamer: schriftliche Erklärung, dass innerhalb der letzten fünf Jahre keine rechtskräftige gerichtliche Verurteilung wegen Tierquälerei oder Übertretung von tierschutz-, tierzucht- oder veterinärrechtlichen Vorschriften bzw. nicht mehr als eine einmalige Bestrafung wegen Übertretung von tierschutz-, tierzucht- oder veterinärrechtlichen Vorschriften vorliegt
    • Besamungstechnikerinnen und Besamungstechniker: zusätzlich zu dieser oben genannten schriftlichen Erklärung ein Strafregisterauszug oder bei Unionsbürgerinnen bzw. Unionsbürgern und Vertragsstaats-, Drittstaats- und Familienangehörigen, soweit diese hinsichtlich der Anerkennung von Berufsqualifikationen gleichzustellen sind, ein entsprechender Nachweis der Verlässlichkeit oder eine Bescheinigung über eine eidesstattliche Erklärung vor einer Justiz- oder Verwaltungsbehörde, einem Notar oder einer entsprechend bevollmächtigten Berufsorganisation des Herkunftsmitgliedstaates

Hinweis: Abweichendes gilt für Staatsangehörige von EU-, Vertrags- und Drittstaaten, die erstmalig in der Steiermark vorübergehend und gelegentlich als Besamungstechnikerinnen und Besamungstechniker tätig werden wollen:

  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit
  • Nachweis der fachlichen Befähigung
  • Nachweis über die rechtmäßige Niederlassung im Herkunftsmitgliedstaat, wenn der Beruf am Niederlassungsort reglementiert ist
  • Nachweis, dass die Tätigkeit während der letzten zehn Jahre mindestens zwei Jahre ausgeübt wurde, wenn der Beruf am Niederlassungsort nicht reglementiert ist

Kosten

  1. EINGABEGEBÜHR
    Für die Einbringung des Antrages ist eine Gebühr von 14,30 Euro zu entrichten. Für Ansuchen um Erteilung einer Befugnis oder die Anerkennung einer Befähigung oder einer sonstigen gesetzlichen Voraussetzung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit ist eine Gebühr von 47,30 Euro zu entrichten.
  2. BEILAGENGEBÜHR
    Für jede Beilage, die dem Antrag anzuschließen ist, ist eine Gebühr zu entrichten. Sie beträgt 3,90 Euro je Din A3-Blatt*. Ist die Beilage größer als ein DIN A3-Blatt, dann beträgt die Gebühr je Papierblatt 7,20 Euro. Die Gebühr beträgt höchstens 21,80 Euro.
    * Das Gesetz verwendet den Begriff "Bogen", das ist Papier dessen Seitengröße das Ausmaß von zwei mal 210 mm x 297 mm nach einer oder nach beiden Richtungen nicht überschreitet.
  3. LANDESKOMMISSIONSGEBÜHR
    Sind für die Behandlung des Antrages Amtshandlungen der Behörden außerhalb des Amtes erforderlich, so sind hier für Kommissiongebühren zu entrichten. Die Höhe der Kommissionsgebühr beträgt für jede angefangene halbe Stunde je teilnehmendes Amtsorgan
    • für Amtshandlungen der Bezirksverwaltungsbehörden: 17,00 Euro
    • für Amtshandlungen sonstiger Behörden des Landes: 23,70 Euro


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Datenschutzrechtliche Informationen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).


Authentifizierung und Signatur

Eine elektronische bzw. händische Unterfertigung des Antrages ist nicht vorgesehen. 



Für den Inhalt verantwortlich

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
8010 Graz, Hofgasse 16



Rechtsbehelfe

Gegen Bescheide kann Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht erhoben werden.

In der Beschwerde sind der angefochtene Bescheid und die Behörde, die ihn erlassen hat, zu bezeichnen. Sie hat ein Begehren zu enthalten und die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt, darzulegen. Die Beschwerde ist binnen vier Wochen ab Zustellung des Bescheides schriftlich bei der jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen und hat Angaben zu enthalten, die eine Beurteilung ihrer Rechtzeitigkeit möglich machen.

Die Beschwerde kann elektronisch eingebracht werden: Beschwerde im Verwaltungsverfahren.



Hilfs- und Problemlösungsdienste

EAP-Steiermark

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 12 - Wirtschaft und Tourismus
8020 Graz, Nikolaiplatz 3
Telefon: +43 316 877 4231
E-Mail: Homepage: https://eap.stmk.gv.at

 



Letzte Aktualisierung

11.12.2020

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