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Natura 2000 - Hartberger-Gmoos



GEBIETSBESCHREIBUNG

Hartberger Gmoos (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, Vogelschutzgebiet)

mittlere Seehöhe: 324 m
Fläche: 61 ha

Das Hartberger-Gmoos befindet sich am Ostrand des EU-Territoriums an der Grenze zum pannonischen Raum. In einer Flachen Senke auf einer Seehöhe von 319-328 Meter liegend grenzt es unmittelbar an das bebaute Stadtgebiet der Bezirkshauptstadt Hartberg. Das Flachmoor entwickelte sich durch Verlandung des "Edelsees", dessen Reste noch an den tiefsten Stellen zu finden sind. Miozäne Kalke wie auch Kristallin beeinflussen die Zusammensetzung von Sedimenten und Böden und somit den Lebensraumtypus. Das Gmoos befindet sich auf alluvialem Untergrund und ist mit Ausnahme einiger Kiesbänder aus Feinsedimenten mit überwiegend mineralischer Zusammensetzung aufgebaut. Neben Feinsedimenten findet sich gut zersetzter Niedermoortorf und Anmoor(mull)humus, mit engräumiger vertikaler und horizontaler Verteilung.

Die Naturfläche bietet ein relief- und bodenbedingtes Wechselspiel von Großröhricht (Phragmitetum vulgaris, Glycerietum aquaticae, Acoretum calami), Großseggen-Flachmoor (Caricetum acutiformis, Caricetum gracilis) und Flußröhricht (Rorippo-Phalaridetum).In wechselfeuchten Bereichen finden sich nasse Wiesen und Hochstaudenfluren (Molinieatalia) sowie oligotrophe Zonen (Caricetum davallianae). Zu den Randzonen hin und mit abnehmender Feuchtigkeit gehen die Bestände in Frischwiesen über. Im Randbereich finden sich botanisch hochwertige Quellmoorbereiche.

Strukturiert wird das Gebiet durch Reihen und Gruppen von Erlen und Weiden (Alnus glutinosa, A. incana, Salix cinerea, S. fragilis). Am Safenbach finden sich Reste einer Hartholzau mit Eichen , Ulmen und Eschen (Quercus robur, Ulmus laevis, Fraxinus excellsior).

Die Wasserversorgung des Feuchtlebensraumes ergibt sich aus hochstehendem Grundwasser, zwei Quellbereichen und dem in mehreren Kanälen geführten Brühlbach. Bedingt durch Entwässerungs-maßnahmen, Intensivierung der Landwirtschaft und daraus resultierenden Einträgen von Nährstoffen und Pestiziden sowie Aufgabe traditioneller Nutzungsformen haben letztendlich den Flachmoorbereich und Sumpfgebiete eingeengt bzw. in seiner hydrologischen Funktion, Habitat-Funktion sowie der Funktion als Nährstoffspeicher, stark beeinträchtigt.


Gemeinde im Natura 2000-Gebiet:

Hartberg

 

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