Verwaltung

FAQ

Die FAQ orientieren sich an der „Verordnung über das Betretungsverbot von externen Personen sowie Auflagen und Bedingungen in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19, LGBl. Nr. 132/2020, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 20/2021", Stand Februar 2021.

Testungen

Werden vom Land Steiermark Selbsttests zur Verfügung gestellt?

Ja. Die Selbsttests können ab Montag, dem 15.02.2021, bei allen Bezirksverwaltungsbehörden von den Gemeinden abgeholt werden. Bei manchen ist dies schon am Freitag, dem 12.02.202, möglich, aber nur nach telefonischer Rücksprache mit der zuständigen BH. Die Gemeinden mögen bitte die Tests für alle Einrichtungen, auch für die privaten, mitnehmen und diese verteilen oder abholen lassen. Es wird ersucht, dass jeweils nur eine Vertreterin/ein Vertreter je Träger die Tests für alle KollegInnen bei der Gemeinde bzw. beim Magistrat abholt.

Sind diese Selbsttests kostenpflichtig?

Nein, die Selbsttests sind kostenlos.

Für welche Personengruppen sind die Selbsttests vorgesehen?

Selbsttests werden für PädagogInnen, BetreuerInnen und Sprachförderkräfte in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie für Tageseltern zur Verfügung gestellt.

Sind Selbsttests ein gültiger Nachweis für eine Testung?

Nein. Die Selbsttests dienen nur der Selbstkontrolle und sind kein gültiger Nachweis, da aufgrund der Verordnung des Bundes Beschäftigte aus dem elementaren Bildungsbereich verpflichtet sind, sich zumindest alle sieben Tage testen zu lassen und einen (schriftlichen) Nachweis durch medizinisch geschultes Personal (Teststraßen, ÄrztInnen, ApothekerInnen) vorzulegen (siehe dazu in den Erläuterungen der Abteilung 8).

Welche Testungen werden anerkannt bzw. dienen dazu, mich von der FFP2 Masken/MNS Pflicht den Kindern gegenüber zu entbinden?

Prinzipiell ist jeder Antigentest oder PCR-Test als Nachweis gültig. Auch die Nasenvorraumtests (Selbsttests) sind prinzipiell Antigentests. Um jedoch von der FFP2-/MNS-Maskenpflicht befreit zu werden, bedarf es einem (schriftlichen) Nachweis durch medizinisch-geschultes Personal. Dies sind die Personen, die an den Teststraßen arbeiten, oder auch ÄrztInnen und ApothekerInnen.

Sind Testungen auch für Kinder vorgesehen?

Für Kinder, die eine Schule besuchen, ja. Hinweis: Diese Testungen werden in der Schule durchgeführt.

Für Kinderkrippenkinder und Kindergartenkinder: Nein.

Wie alt darf ein Antikörpertest sein, so dass keine Testung erforderlich ist?

Der „neutralisierende Antikörpertest" darf max. sechs Monate alt sein. 

Müssen sich Personen, die an SARS-CoV-2 erkrankt und wieder gesund sind, wöchentlich testen lassen?

Personen, die eine SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht haben, sind von der wiederholenden Testverpflichtung für sechs Monate befreit. Eine ärztliche Bestätigung über die durchgemachte Erkrankung oder ein „neutralisierender Antikörpertest" muss hierfür vorgelegt werden.  Hinweis: der Absonderungsbescheid ist nicht ausreichend.

Impfungen

Ist die Abfrage der „Impfbereitschaft" durch die A6 zugleich eine Anmeldung zur Impfung oder muss dieser Bedarf an anderen Stellen (nochmal) bekanntgegeben werden?

Eine Anmeldung über die Impfseite des Landes ist trotz Erhebung durch die A6, erforderlich: Externe Verknüpfung https://anmeldung.steiermark-impft.at/voranmeldung/index.html

Bei Fragen zur Impfung kann die Impfhotline unter 0800-555621 kontaktiert werden oder sie stellen ihre Fragen an corona-impfung@stmk.gv.at

Die A8 ist nicht für die Registrierung und Impfkoordination zuständig. Dies unterliegt der Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung. (Fachabteilungsleiter Hr. Mag. Harald Eitner; steirischer Impfkoordinator Hr. Mag. Michael Koren)

FFP2 Masken/MNS/Abstandsregel

Welche Maske muss ich tragen?

Liegt kein Test vor, der innerhalb der letzten sieben Tage durchgeführt wurde, muss für die gesamte Dauer in der Einrichtung eine FFP2-Maske getragen werden. Wurde dieser Test durchgeführt, entfällt die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske und MNS im Umgang mit den Kindern.

Im Umgang mit anderen erwachsenen Personen muss trotzdem immer eine FFP2-Maske getragen und der Abstand von 2-Metern eingehalten werden.

Kann man weitere kostenfreie Masken für KBB-Personal erhalten?

Dies ist derzeit nicht vorgesehen.

Müssen Kinder einen Mundschutz tragen?

Aufgrund des nicht gewährleisteten sicheren und hygienischen Umgangs mit Schutzmasken der Kinder im Alter von 0-6 Jahren ist das Tragen im Krippen-und Kindergartenalter gesundheitsbehördlich nicht zu empfehlen.

Für Hortkinder besteht in den Gruppenräumen keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, im restlichen Gebäude schon. Während dem Essen und im Freien muss natürlich kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Muss das Reinigungspersonal, welches außerhalb der Öffnungszeit anwesend ist, während der Reinigung eine FFP2 Maske tragen?

Die Verordnung für elementare Kinderbildungs.-und betreuungseinrichtungen gilt während der Öffnungszeit der Einrichtung. Da Reinigungsarbeiten nach der Öffnungszeit stattfinden, kommt die Verordnung hier nicht zum Tragen.

Ankommen/Eingewöhnen/Bring-und Abholsituationen

Dürfen Eltern/Bezugspersonen ihre Kinder in der Einrichtung während der Eingewöhnung begleiten?

Ja, die Eingewöhnung des Kindes kann durch die Anwesenheit eines Elternteils/einer Bezugsperson unterstützt werden. Allerdings darf es immer nur von derselben Person gemäß § 2 Abs. 2 Z 5 begleitet werden. Während der Eingewöhnungsphase hat sich diese Person an einem vom Erhalter der Einrichtung zu kennzeichnenden Bereich einzufinden und für die gesamte Dauer des Verbleibens in der Einrichtung eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard zu tragen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Eltern ausschließlich die Eingewöhnung mit ihrem Kind gestalten sollen und sich nicht aktiv in Kontakt mit den anderen Kindern der Gruppe begeben sollen

Die Eingewöhnung ist pro Tag und Betreuungsgruppe nur für ein Kind zulässig.
(Verordnung A8)

Darf den Eltern der Zutritt zur Einrichtung verwehrt werden?

Weiterhin herrscht ein partielles Betretungsverbot, das bedeutet, es dürfen externe Personen aufgrund der verschärften COVID-19-Situation Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen nicht mehr betreten. Folglich haben auch Eltern als externe Personen grundsätzlich keinen Zutritt zur Einrichtung, und die Kinder sind bereits am Eingang abzugeben.

Ist es weiterhin möglich, Kinder an der Eingangstüre zu übernehmen, damit die Eltern die Einrichtung nicht betreten?

Die Übergabe und Übernahme des Kindes hat am Eingang der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung zu erfolgen, wobei der Erhalter der Einrichtung hierbei für einen geordneten, den gleichzeitigen Zustrom vermeidenden Ablauf zu sorgen hat. Ist dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich, hat der Erhalter für einen zeitlich gestaffelten Ablauf zu sorgen.
(Verordnung A8)

Kann die KBBE von interessierten Eltern, die ihr Kind in dieser Einrichtung einschreiben wolle, besichtigt werden?

Ein Besichtigen der Räumlichkeiten der Einrichtung ist nur außerhalb der Öffnungszeiten nach Terminvereinbarung für das einzuschreibende Kind und einer Begleitperson, im unbedingt erforderlichen Ausmaß möglich. Erwachsene haben dabei eine FFP2-Maske zu tragen. Die formelle Einschreibung (Datenerhebung, ...) ist entweder in externen Räumlichkeiten (z.B. in Räumlichkeiten des Erhalters) oder Online abzuhalten.

Soweit möglich, sollte die Einschreibung und vor allem die Besichtigung der Einrichtung, zeitlich gesehen nach hinten verschoben werden.

Gibt es Vorgaben für Kinder, die mit dem Bus in die Einrichtung gebracht werden?

In Bussen gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie für den öffentlichen Verkehr. Einen MNS müssen alle Personen über 6 Jahre tragen, der Mindestabstand ist einzuhalten. In Schulbussen gilt jedoch die Ausnahme, dass auf die Abstandsregel verzichtet werden kann, wenn sonst ein Transport aller Kinder nicht möglich wäre
(vgl. Covid Maßnahmengesetz).

 

Der pädagogische Alltag

Können Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr zuhause betreut werden?

Die aktuelle Coronasituation gilt nicht als außergewöhnliches Ereignis für besuchspflichtige Kinder gemäß § 38 Abs. 2 StKBBG 2019, LGBl. Nr. 95/2019, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 8/2021. Kinder im verpflichtenden Kinderbetreuungsjahr müssen daher ab 15.2. in der Steiermark wieder in die Einrichtungen gebracht werden.

Für die nicht besuchspflichtigen Kinder kann die aktuelle Coronasituation jedoch als eine gerechtfertigte Verhinderung gemäß § 32 StKBBG 2019 gesehen werden, da es aus gesundheitlicher Sicht zu rechtfertigen ist, dass diese Kinder auf Grund der nach wie vor herrschenden Pandemie auf Basis einer Interessensabwägung nicht in der sonst geforderten Regelmäßigkeit in die Einrichtungen gebracht werden. Sollten nicht besuchspflichtige Kinder jedoch gar nicht mehr in die Einrichtung gebracht werden, sind sie abzumelden.

Dürfen sich Kinder aus unterschiedlichen Gruppen vermischen?

Nein! Neben der Umsetzung der allgemeinen Hygienekonzepte und Leitfäden des Landes sind zudem seitens der Erhalter organisatorische Vorkehrungen zu treffen, um einen gruppenübergreifenden Einsatz des Personals sowie ein Durchmischen der Kinder zu vermeiden. Sport in Gruppen und gemeinsamer Gesang sollen ins Freie verlegt werden, Veranstaltungen sind nur innerhalb der Betreuungsgruppe, somit auch ohne Eltern, zulässig. Dies bedeutet nicht, dass nicht alle Räume (zB Turnsäle) der Einrichtung genutzt werden können und sollen.

Darf der Garten weiterhin genutzt werden?

Ja. Der Aufenthalt in geschlossenen Räumlichkeiten soll so oft wie möglich reduziert werden.

Wie können Hygienemaßnahmen eingehalten und den Kindern im gleichen Zusammenhang Sicherheit und Geborgenheit vermittelt werden?

Grundsätzlich ist die Einhaltung des Abstandes für Kinder im Alter von 0-6 Jahren aufgrund der Bedürfnisse des Kindes nach Nähe und Geborgenheit und Unterstützung im Alltag nicht durchgängig möglich. Sofern möglich, sollte jedoch auch im pädagogischen Alltag versucht werden, Distanz zu halten. Wenn in emotional aufwühlenden Situationen für das Kind oder während der notwendigen Unterstützungsleistungen (z.B. An-und Ausziehen, Essensausgabe...) die Einhaltung des körperlichen Abstandes nicht gewährleistet werden kann, so ist der Kontakt auf gleicher Gesichtshöhe zu vermeiden. Im allgemeinen ist auf angemessene Hygienemaßnahme zu achten.

Soll ich im pädagogischen Alltag die SARS-CoV-2-Situation nochmals aufgreifen oder den Kindern einen „freien" Raum schaffen?

Empfohlen wird eine altersadäquate Aufklärung über Hygiene. Den Kindern soll erklärt werden, warum Hygiene aktuell besonders wichtig ist. In diesem Zusammenhang ist besonders der Hinweis des Niesens und Hustens in die Armbeuge oder in Taschentücher, des Vermeidens von Berührungen im Gesicht (speziell von Augen, Nase, Mund) sowie von körperlichen Nahkontakten, sofern möglich, wichtig.

Aktuelle pädagogische Anregungen, Materialien, Poster etc. finden Sie auf der Covid Plattform unter dem Punkt „Externe Verknüpfung Informationen".

Wie verhält es sich im Hort?

Die Regelungen im Hort sind jenen in der Schule nachempfunden. Es dürfen nur Kinder in den Hort, welche vormittags auch in die Schule dürfen. Dies bedeutet, dass nur Kinder in den Hort dürfen, die am Vormittag den Selbsttest durchgeführt haben. In den Klassen/Gruppenräumen besteht für Kinder keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, im restlichen Gebäude schon. Während dem Essen und im Freien muss natürlich kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Wie kann die Reinigung des Spielmaterials gut gelingen?

Das Bildungsmaterial sollte bei Kontakt mit Speichel oder Abstoßungen des Körpers (z.B. Niesen) regelmäßig gereinigt bzw. desinfiziert werden. Wichtig ist das regelmäßige, ausreichende Lüften der Räumlichkeiten. Dieses sollte mindestens stündlich für 5 Min. erfolgen.

Wie soll in Zukunft mit betriebsfremden Personen umgegangen werden?

Auf Grund der weiterhin angespannten Situation bzgl. SARS-CoV-2 Infektionen, ist die Mitwirkung von Betriebsfremden Personen, sowie die Durchführung extern Angebote nicht gestattet.

Grundsätzlich dürfen aufgrund des in §2 deklarierten Betretungsverbotes keine externen Personen die Einrichtung betreten. Ausgenommen sind all jene Personen, die zur Aufrechterhaltung des ordentlichen Betriebs und zur Unterstützung der Kinderbetreuung notwendig sind.

Dazu zählen:
1. Personen der 1:1-Betreuung für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf, Integrative Zusatzbetreuungs-Teams (IZB-Teams), Sprachförderkräfte,

2. Personen zur Durchführung unaufschiebbarer, ausbildungsrelevanter Praktika, die für die angestrebte Tätigkeit in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen erforderlich sind, ( Berufspraktika, die zum Abschluss eines Berufes in einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung erforderlich sind, d.h. SchülerInnen von BAfEPs inkl. Kollegs, Studierende im UNI-Lehrgang „Vorbereitungskurs zur ExternistInnenprüfung an BAfEP" und Personen, die in Ausbildung zur/zum Kinderbetreuer/in stehen. Auf Grund des fortschreitenden Personalmangels an ElementarpädagogInnen wird dringend ersucht, die Absolvierung der Praktika in Ihrer Einrichtung zu ermöglichen.

3. Zivildiener, die ihren Dienst in der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung verrichten,

4. Sozialarbeiter im Rahmen von Kriseninterventionen,

5. Erziehungsberechtigte bzw. erwachsene Begleitpersonen eines Kindes für die Dauer der Eingewöhnung.

Einmalige Angebote, die dringend notwendig sind (Reparaturen etc.) sind natürlich weiterhin unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen gestattet.

Auch die Pädagogische Fachaufsicht, sowie die Pädagogische Fachberatung darf die Einrichtungen weiterhin unter Einhaltung der aktuell vorherrschenden Sicherheitsvorkehrung betreten.
(Verordnung A8)

Darf die 1:1-Betreuung in die Einrichtung kommen?

Eine 1:1-Betreuung, die zur Ermöglichung des Kindergartenbesuchs eines Kindes notwendig ist, kann dann in der Einrichtung sein, wenn sie ausschließlich zur Betreuung dieses Kindes eingesetzt wird und nicht zwischen unterschiedlichen Gruppen, Kindergärten bzw. Institutionen wechselt. Unter diesen Bedingungen kann diese Person so gesehen werden, als wäre sie Teil des Betreuungsteams der Einrichtung.

Können Transitionsprojekte bzw. Austauschtermine für Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr durchgeführt werden?

Gegenwärtig können keinen Projekte durchgeführt werden, bei denen ein persönlicher Kontakt mit externen Personen besteht. Alternativ bieten sich aber zum Beispiel Videobotschaften einer/an eine Lehrperson, Rundgänge durch die Schule/Einrichtung per Video etc. an.

Dürfen BAfEP SchülerInnen auch an 4 Tagen praktizieren?

An den Regelungen hat sich nichts geändert.

Blockpraktikum (d.h. immer dieselbe SchülerIn) - JA

Tagespraktikum (d.h. täglich andere SchülerInnen) - NEIN; diese Regelung dient dem Schutz der Gruppe und den Abläufen woran auch die aktuelle  COVID -Situation nichts ändert.

Dürfen Lehrpersonen von der VS zum Screening der Kinder im verpflichtenden KGJahr in den Kindergarten?

NEIN - Betretungsverbot lt. Verordnung

Ist das pädagogische Team der Einrichtung verpflichtet, Kontakt zu jenen Kindern zu suchen, die nicht anwesend sind?

Gegenwärtig herrscht Regelbetrieb, aber unter höchsten Schutzmaßnahmen. Kinder im letzten verpflichtenden Kindergartenjahr können der Kinderbildungs-und betreuungseinrichtung in dieser Phase fern bleiben. Diese Möglichkeit endet aber Gemäß den Vorgaben des Bundes nach dem Ende der Semesterferien ab 15. Februar 2021. Somit tritt dann wieder das verpflichtende Kindergartenjahr inkl. Besuchspflicht in Kraft.

Bei Kindern, die dem Kindergarten fernbleiben ist es besonders wichtig, mit den Eltern in digitalem Kontakt zu bleiben, um grundlegende Informationen mit ihnen zu teilen. Erfahrungen des Lockdowns haben gezeigt, dass das Halten des Kontaktes zu Eltern und Kindern, die nicht in der Einrichtung sind, die Erziehungspartnerschaft enorm gestärkt haben. 

Als Anregungen und Tipps für PädagogInnen können nach wie vor 12 beeindruckende Praxisberichte steirischer PädagogInnen, die seit Beginn der Corona - Maßnahmen auf kreativen und innovativen Wegen die Verbindung zu Kindern und Familien gehalten haben, herangezogen werden. Diese Anregungen sind Externe Verknüpfung hier zu finden.

Können Ausflüge und Veranstaltungen am Standort durchgeführt werden?

Ausflüge können unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht stattfinden. Veranstaltungen am Standort sind nur innerhalb der geschlossenen Betreuungsgruppe zulässig und können unter Einhaltung der Hygienevorgaben stattfinden. Eine Durchmischung der Gruppen ist nicht erlaubt. Aktivitäten sind, wo dies pädagogisch sinnvoll und organisatorisch möglich erscheint, ins Freie zu verlagern. Sport in Gruppen und gemeinsamer Gesang sind jedenfalls im Freien durchzuführen.
(Verordnung A8)

Können Kinder die einer Risikogruppe angehören bzw. mit Grunderkrankungen die Einrichtung besuchen?

Grundsätzlich werden Risikogruppen durch das Gesundheitsministerium definiert (Covid-19 Risiko-Attest). Bei individuellen Erkrankungen aber auch bei Grunderkrankungen entscheidet der zuständige Arzt über einen Besuch in der Einrichtung.

Mahlzeiten

Was gilt es bei gemeinsamen Mahlzeiten zu beachten?

Es soll möglichst unter Aufsicht der Fachkraft gegessen werden, damit sichergestellt werden kann, dass jedes Kind nur sein Trinkglas verwendet oder das Essen nicht getauscht wird. Da keine Durchmischung von Gruppen stattfinden darf, ist die Verabreichung von Speisen zeitlich zu staffeln bzw. räumlich zu trennen.

Auf Jausenbuffets muss derzeit verzichtet werden.

 

Elterninformation/Austausch/Elternabende

Was gilt es in Zukunft bei Entwicklungsgesprächen zu beachten?

Die in Kinderbildungs-und -betreuungseinrichtungen durchzuführenden Entwicklungsgespräche sollen bis Ende Juni des jeweiligen Kinderbetreuungsjahres abgeschlossen sein, damit die entsprechenden Protokolle zeitgerecht an die Schule übermittelt werden können.
Wenn von Eltern Entwicklungsgespräche bereits jetzt eingefordert werden, besteht die Möglichkeit, diese Online bzw. per Telefon durchzuführen.

Können Elternabende, Faschingsfeste, diverse Ausstellungen, ... durchgeführt werden?

Gegenwärtig können während der Öffnungszeit keine Veranstaltungen mit externen Personen durchgeführt werden. Faschingsfeste dürfen nur  pro Gruppe stattfinden, da eine Durchmischung der Gruppen nicht erlaubt ist. Aktivitäten sind, wo dies pädagogisch sinnvoll und organisatorisch möglich erscheint, ins Freie zu verlagern. Sport in Gruppen und gemeinsamer Gesang sind jedenfalls im Freien durchzuführen.

Um die aktuellen Vorgaben abzurufen, nutzen Sie folgenden Link:
Externe Verknüpfung sozialministerium.at - Informationen-zum-Coronavirus

Aus pädagogischer Sicht empfehlen wir Ihnen, die Notwendigkeit von Veranstaltungen, die Sie abhalten möchten, zu reflektieren und gegebenenfalls neue Wege zu gehen. 

Hygiene

Müssen Räume/Oberflächen mehr/öfter desinfiziert werden?

Wichtig ist, dass das Bildungsmaterial bei Kontakt mit Speichel oder Abstoßungen des Körpers (z.B. Niesen) regelmäßig gereinigt bzw. desinfiziert wird. Eine Desinfektion von Gegenständen, mit welche die Personen häufig in Kontakt kommen (Türschnallen, Lichtschalter, ...) sind regelmäßig zu desinfizieren. Ebenso sollten Schlaf-und Kuschelecken entsprechend gereinigt werden. Die Verwendung von Wischdesinfektionstüchern wird für Möbel empfohlen (statt Sprühdesinfektion).

Regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten (mindestens stündlich für 5 Min., wenn möglich Querlüftung) sollte beachtet werden!

Was müssen wir bezüglich der Bettwäsche in der Einrichtung beachten?

Es gibt personengebundenes Bettzeug (Kopfkissen, Bettdecke, Leintuch). Das vollständige Bettzeug wird für jedes Kind gesondert aufbewahrt, verschmutztes Bettzeug wird sofort getauscht. Das Bettzeug wird nach Gebrauch in regelmäßigen Abständen gewechselt. Die Benutzung eines Schlafplatzes oder einer Decke durch mehrere Kinder soll dringend vermieden werden. Schlafplätze gilt es, entsprechend zu reinigen.

 

Organisatorisches

Was ist in den jeweiligen Teams für die Einrichtungen zu tun?
  • Erstellung eines Hygiene-und Präventionskonzeptes
  • Erstellung eines Raum-und Reinigungskonzeptes
  • Plan zusammenstellen, um das häufige Lüften der Räume sicherzustellen
  • Definition eines „Corona-Verantwortlichen", der die Umsetzung der Maßnahmen und Konzepte überwacht.
  • Sensibilisierung und Information (Präventive Information des gesamten Personals und besprechen der Vorkehrungen, Information der Eltern und -altersentsprechend- der Kinder)
  • Dokumentation und Nachverfolgung (Aktualisierung der Listen der Kontaktdaten, Dokumentation der anwesenden Kinder, des Personals und der betriebsfremden Personen)
  • Vorbereitung der Infrastruktur (Regelung zur Steuerung der Personenströme im Eingangsbereich)
  • Beschaffung Hygienemittel (ausreichend Desinfektionsmittel, Reservemasken, ...)
  • Personaleinsatz abklären (Wer gehört zur Risikogruppe?)
Sind Teamsitzungen erlaubt?

Teamsitzungen können derzeit nur gruppenintern bzw. online durchgeführt werden, da es ansonsten zur Vermischung des Personals kommen würde und eine Erkrankung eines einzelnen Teammitgliedes Folgen für den gesamten Personalstand hätte.

Werden Fortbildungen des Landes Steiermark weiterhin durchgeführt?

Fortbildungen werden derzeit ausschließlich online durchgeführt. Das aktuelle Fortbildungsprogramm und die dazugehörenden Richtlinien finden Sie unter folgendem LINK:

Externe Verknüpfung Pädagogische Qualitätsentwicklung - Fortbildungsprogramm

Krankheit

Was passiert bei einem SARS-CoV-2-Fall in einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung?

Wenn ein Kind, eine PädagogIn, eine BetreuerIn oder ein Elternteil Symptome (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Atemwegsentzündungen, plötzlicher Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns) hat und befürchtet erkrankt zu sein, ist die Nummer 1450 anzurufen. Wenn 1450 feststellt, dass ein Verdachtsfall vorliegt, wird eine Testung angeordnet und die Bezirksverwaltungsbehörde erlässt einen Absonderungsbescheid. Danach startet die Kontaktpersonennachverfolgung. Die Bezirksverwaltungsbehörde erhebt die Kontakte der Verdachtsperson und legt fest, wer einen engen Kontakt (Kategorie I) oder einen losen Kontakt (Kategorie II) hatte. Diese Festlegung wird einheitlich von der Bezirksverwaltungsbehörde des Standortes der Bildungseinrichtung durchgeführt. Solange es nicht sicher ist, dass die Person an SARS-CoV-2 erkrankt ist, gilt der Verdachtsfall als nicht bestätigt und die Kontaktpersonen werden nur registriert.

Was geschieht, wenn sich der Verdacht bestätigt?

Wenn die Bestätigung der COVID-19 Erkrankung vorliegt, werden die Kontaktpersonen entsprechend den einheitlichen Vorgaben des Bundesministeriums von der Bezirksverwaltungsbehörde kontaktiert. Je nachdem, welcher Kontaktgruppe die jeweilige Person zugeordnet wurde (K I oder K II), werden von Seiten der Behörden Absonderungsbescheide bzw. etwaige andere Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen kommuniziert.

Wann wird man als Kontaktperson abgesondert?

Grundsätzlich wird man bei engem Kontakt mit einer COVID-19 positiven Person abgesondert. Wenn ElementarpädagogInnen, BetreuerInnen, Eltern, SchülerInnen ab der 5. Schulstufe an COVID-19 erkranken, werden diese zu einem bestätigten Fall und alle engen Kontakte (Kontaktperson 1) werden abgesondert. Die losen Kontakte (Kontaktperson 2) werden entweder in ihrem Verkehr beschränkt (erhalten einen Bescheid mit Auflagen, welche Orte sie nicht aufsuchen dürfen) oder über die einzuhaltenden Hygienemaßnahmen informiert. Das Gleiche passiert, wenn mehr als zwei Kinder bis zur 4. Schulstufe in einem Gruppenverband zu einem bestätigten Fall werden. Heißt, wenn zwei oder mehr Kinder COVID-19 positiv getestet wurden, ist jede Person der Gruppe automatisch Kontaktperson I und wird somit abgesondert.

Warum wird der Klassen- bzw. Gruppenverband eines Kindes bis zur 4. Schulstufe trotz engem Kontakt nicht abgesondert?

Wird ein Kind bis zur 4. Schulstufe positiv getestet, erhält dieses Kind einen Absonderungsbescheid. Nach den Vorgaben des Bundesministeriums sollen aber nicht alle Betreuungspersonen und Kinder des geschlossenen Klassen- bzw. Gruppenverbandes, die engen Kontakt zum positiv getesteten Kind hatten, auch abgesondert werden. Stattdessen werden diese Personen zehn Tage in ihrem Verkehr beschränkt (erhalten einen Bescheid mit Auflagen, welche Orte sie nicht aufsuchen dürfen).

Die Verkehrsbeschränkung wird aber streng ausgestaltet, weil ein enger Kontakt zu einem bestätigten Fall vorlag.

Die Verkehrsbeschränkung dient dazu, den BetreuerInnen und Kindern im geschlossenen Klassen- und Gruppenverband den Besuch der Bildungseinrichtung weiterhin zu ermöglichen. Alle Kontakte zu anderen Personen sind weitestgehend zu vermeiden. Freizeitaktivitäten (darunter fallen auch die Nachmittagsbetreuung in der Schule oder der Besuch im Hort, sofern dort ein Kontakt mit anderen Personen als jenen desselben Klassen- oder Gruppenverbandes stattfindet) sind nicht erlaubt.

Unabhängig von dieser Empfehlung werden weiterhin Einzelfallentscheidungen zu treffen sein. Aufgrund des jeweiligen Sachverhaltes kann der/die zuständige AmtsärztIn/EpidemieärztIn der Meinung sein, dass die Klasse/Gruppe bzw. die Betreuungsperson aufgrund des engen Kontaktes als Kategorie I Kontaktpersonen einzustufen sind und somit eine Absonderung als notwendig erachtet wird.

Es liegt somit auch zum Teil im Ermessen des zuständigen Arztes/der zuständigen Ärztin, welche Einstufung erfolgt, da auf jeden Einzelfall anders reagiert werden muss.

Achtung: Sobald zwei oder mehr Kinder derselben Klasse/Gruppe innerhalb von weniger als zehn Tagen positiv getestet werden, gibt es diese Regelung nicht mehr und die engen Kontaktpersonen können auch wieder zur Gänze normal, wie es sonst auch vorgesehen ist, abgesondert werden.

Alle Kontaktpersonen der Kategorie I werden hier, aufgrund des erhöhten Infektionsgeschehens, einen Absonderungsbescheid erhalten.

Beispiel: Wird in einem Kindergarten ein Kind positiv getestet, können die übrigen Kinder, PädagogInnen und BetreuerInnen der Gruppe als lose Kontaktpersonen (Kategorie II) eingestuft werden. Diese würden dann verkehrsbeschränkt werden und könnten mit Erlaubnis der Behörde weiterhin die Einrichtung besuchen. Wird eine erwachsene Person, oder ein Kind über zehn Jahre positiv getestet, sind alle Personen mit engem Kontakt automatisch Kontaktperson I (Kategorie I) und müssen für zehn Tage in Quarantäne.

Was geschieht mit den Kontaktpersonen der Kontaktpersonen?

Als Kontaktpersonen werden nur jene Personen bezeichnet, die direkten Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten. Diese Kontaktpersonen werden, wie oben ausgeführt von der Bezirksverwaltungsbehörde abgesondert oder verkehrsbeschränkt. Eine Kontaktperson der Kontaktperson gibt es demnach aus behördlicher Sicht nicht. Somit können sich auch keine Verpflichtungen für das Umfeld einer Kontaktperson ergeben.

Dabei gibt es jedoch eine Ausnahme: Personen die im selben Haushalt mit Kontaktpersonen eines bestätigten Falls leben, bei dem der Verdacht auf eine neuartige Variante von SARS-CoV-2 (Mutation) festgestellt wurde, wird empfohlen, bei Verlassen des Hauses, eine FFP2-Maske zu tragen.

Beispiel: Wenn in der Arbeit oder im Büro eines Elternteils ein bestätigter Fall auftritt und diese engen Kontakt hatten, wird dieser Elternteil höchstwahrscheinlich als enge Kontaktperson (Kategorie I) eingestuft und muss in Quarantäne. Solange dieser Elternteil jedoch „nur" als Kontaktperson eingestuft ist und keine nachgewiesene Infektion auftritt, hat dies keine Auswirkungen auf den anderen Elternteil oder das Kind. Folglich gibt es keine Kontaktperson der Kontaktperson.

Wann wird eine Bildungseinrichtung geschlossen?

Schließungen von Bildungseinrichtungen finden grundsätzlich nur in Ausnahmefällen und nur für die tatsächlich erforderliche Zeit zur Abklärung des Infektionsgeschehens statt.

Falls der Betrieb eine KBBE aufgrund von mangelnder Personalausstattung nicht aufrecht erhalten werden kann, ist unbedingt die Förderstelle der A6 des Landes Steiermark zu informieren und um eine Stilllegung der Gruppe/Einrichtung anzusuchen.

Was tun im Krankheitsfall?

Leider lässt sich in vielen Fällen von „Infekten" auch durch eine ärztliche Untersuchung nicht eindeutig festlegen, welcher Erreger die Krankheitssymptome verursacht.

„Erkältungskrankheiten" entstehen in den allermeisten Fällen durch Viren. Kälte und Körpernähe / Menschenansammlungen begünstigen die Verbreitung derartiger Erkrankungen. Das Gleiche gilt für die relativ harmlosen „Schnupfenviren", aber auch für Influenza und letztlich SARS-CoV-2.

Wegen den zahlreichen Hygienemaßnahmen und der erhöhten Vorsicht ist es bisher gelungen, in der Herbst-Wintersaison 2020/21, die Infektionsrate GENERELL niedrig zu halten. Das gilt für alle Infektionskrankheiten. Auch ist die Grippesaison bisher ruhig verlaufen. Ob eine verspätete Grippewelle eintritt, lässt sich jetzt noch nicht ausschließen.

Damit es weiterhin so bleibt ist es wichtig, dass ALLE Personen (und insbesondere auch Kinder) mit ansteckenden „Infekten" Kontakte zu anderen Menschen möglichst vermeiden und Kontakte minimieren.

Das bedeutet, dass Kinder und Personal mit Krankheitszeichen GRUNDSÄTZLICH die Einrichtungen NICHT besuchen sollen. Eltern trifft hier sogar die Pflicht nach dem Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz, ihre Kinder nur frei von ansteckenden Krankheiten in die Einrichtung zu bringen. Wenn diese Handhabung KONSEQUENT eingehalten wird, kann auch insgesamt weiterhin mit einer niedrigen Infektionsrate gerechnet werden. Kinder werden dann voraussichtlich nicht fünf bis zehn „Infekte" pro Saison durchmachen, sondern nur ein bis zwei, vielleicht auch gar keinen!

Somit entfällt auch das Problem, dass Eltern wegen der Erkrankung ihrer Kinder wiederholt Pflegeurlaub nehmen müssen.

Wenn man krank ist oder sich kränklich fühlt, soll die Einrichtung nicht aufgesucht werden. Dies gilt sowohl für PädagogInnen und BetreuerInnen, als auch für Kinder. Schlussendlich dient dies dem Schutz aller Beteiligten.

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