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BEGLAUBIGUNG UND APOSTILLE

DIE BEGRIFFE BEGLAUBIGUNG UND APOSTILLE

Was ist eine Beglaubigung?

Eine Beglaubigung (Legalisation) ist eine auf einer öffentlichen Urkunde angebrachte amtliche Bestätigung der Echtheit dieser in Österreich ausgestellten öffentlichen Urkunde.

Die Beglaubigung bestätigt die Echtheit der Unterschrift, des Siegels und des Stempels auf einer Urkunde, sowie die Funktion des Unterzeichners.

Man benötigt eine Beglaubigung, wenn sie nach dem Recht des Staates, in dem die Urkunde vorgelegt werden soll, vorgeschrieben ist und kein zwischenstaatliches Übereinkommen existiert, das diesen Legalisationszwang aufhebt oder einschränkt.

Was ist eine Apostille?

Eine Apostille ist eine auf einer öffentlichen Urkunde angebrachte amtliche Bestätigung der Echtheit dieser in Österreich ausgestellten öffentlichen Urkunde.

Die Apostille ersetzt in bestimmten Fällen die Beglaubigung.
Österreich ist seit 1968 dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Beglaubigung (BGBl. Nr. 1968/27) beigetreten.
Das Haager Übereinkommen sieht die Überbeglaubigung öffentlicher Urkunden durch eine international standardisierte Apostille vor.

Die Apostille bestätigt die Echtheit der Unterschrift, des Siegels und des Stempels auf einer Urkunde, sowie die Funktion des Unterzeichners.

Man benötigt eine Apostille, wenn der Staat, in dem die Urkunde vorgelegt werden soll, dem Haager Übereinkommen beigetreten ist.

Wer ist für Beglaubigungen zuständig?

Für Beglaubigungen von österreichischen Personenstandsurkunden (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Sterbeurkunde) ist zunächst die Bezirksverwaltungsbehörde, in deren Bezirk die Urkunde ausgestellt wurde, zuständig.
Danach erfolgt die sogenannte "Überbeglaubigung" durch den Landeshauptmann bzw. die Landesregierung (Abteilung 3).
Schließlich werden die Urkunden, die von der Abteilung 3 zwischenbeglaubigt wurden, vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (Außenministerium) legalisiert (Büro für Konsularbeglaubigungen, Minoritenplatz 9, 1014 Wien).
Im Anschluss daran ist die Urkunde der Botschaft des betreffenden Landes vorzulegen.

Wer ist für Apostillen zuständig?

Das Bundesgesetz vom 31.05.1967, BGBl. Nr. 1967/28, regelt die Zuständigkeit für die Ausstellung von Apostillen. Zur Anbringung der Apostille auf von Personenstandsbehörden ausgestelten Urkunden (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Sterbeurkunde) ist in der Steiermark der Landeshauptmann zuständig.

 

 

AUSSTELLUNG

Welche Kosten entstehen für die Ausstellung?

€ 14,30 Bundesgebühr und € 3,20 Bundesverwaltungsabgabe (bzw. € 6,20 Landesverwaltungsabgabe) sind im Falle einer Ausstellung zu bezahlen.
Anträge auf Ausstellung einer Beglaubigung oder Apostille können auch schriftlich eingebracht werden, hierfür ist zusätzlich eine Eingabegebühr von € 14,30 zu entrichten.

Schriftliche Anträge sind an das

Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 3 Personenstand, Veranstaltung, Innerer Dienst
Paulustorgasse 4
8010 Graz

zu adressieren.

Beglaubigungsweg in Österreich

Internationale Vereinbarungen / Länderübersicht

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin für Informationen zu Beglaubigungen und Apostillen ist

Nicole Pichler-Kandler
Tel.: (0316) 877 - 2093
Fax: (0316) 877 - 2123
E-Mail: abteilung3@stmk.gv.at 

 

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