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Grundlagen der Initiative

Allgemeine Informationen

Smybolbild © Shutterstock
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Die Steiermark mit dem Ressort Bildung und Gesellschaft hat sich für die Periode 2018-2020 das Ziel gesetzt, kommunale Präventionsketten entlang der Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen in fünf steirischen Gemeinden auf- und auszubauen. Diese Gemeinden sind: die Stadtgemeinde Feldbach, die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel, die Stadtgemeinde Judenburg, die Stadtgemeinde Leibnitz sowie die Stadtgemeinde Weiz.

Kindern und Jugendlichen in der Steiermark soll es trotz unterschiedlicher Startbedingungen und sozialer Umwelten möglich sein, gut und ihren Fähigkeiten entsprechend heranwachsen zu können (Chancengerechtigkeit). Das Referat Familie, Erwachsenenbildung und Frauen der Fachabteilung Gesellschaft ist mit der Konzeption sowie der Projektleitung und der Gesamtkoordinierung beauftragt.

Auf Basis einer integrierten kommunalen Gesamtstrategie mit Zielsetzungen und Maßnahmen sollen bestehende Systeme insofern verknüpft werden, als sich soziale AkteurInnen rund um Kinder, Jugendliche und deren Familien auf ein gemeinsames Ziel fokussieren und einzelne Angebote sinnvoll miteinander verknüpft werden, unabhängig davon, wer sie durchführt. Als Ausgangspunkt wird eine sozialräumliche Analyse durchgeführt, um eine Überblick zu den Lebensbedingungen von Familien und der örtlichen Gegebenheiten zu erhalten sowie ggf. bestehende Lücken zu identifizieren.

Verknüpfung der Angebote

Ein wesentlicher Bereich der Initiative „Gemeinsam stark für Kinder" ist die Verknüpfung von bestehenden Angeboten der Gesundheitsförderung; der frühkindlichen, schulischen und beruflichen Bildung, der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe sowie von Angeboten im Bereich Freizeit, Sport und Kultur für Kinder, Jugendliche und ihre Familien von der Schwangerschaft bis in den Beruf entlang der Bildungsbiographien. Hierbei wird die „Versäulung" der Angebote aufgebrochen, indem nicht institutionell, sondern lebenslauforientiert agiert wird. Das gemeinsame Commitment soll in einem abgestimmten und lückenlosen Miteinander resultieren, wobei die Erschließung unkonventioneller Wege sogar als notwendig erachtet wird. Der Zusammenschluss der sozialen AkteurInnen in einem kommunalen Netzwerk soll hierbei als Innovationsmaschine dienen.

Hauptamtliche Koordinationsstelle

Symbolbild © Shutterstock
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Um dies nachhaltig zu erreichen, bedarf es einer hauptamtlichen Koordinationsstelle in den teilnehmenden Gemeinden, welche die Kooperation und Vernetzung sicherstellt, Lobbyismus für das Themenfeld betreibt und als Informationsdrehscheibe agiert. Diese/r kommunale KoordinatorIn ist auf der Ebene der BürgermeisterInnen angesiedelt und wird in den jeweiligen Aufgaben vor allem in der Anfangsphase durch einen Coach unterstützt. Um voneinander zu lernen und einen Wissenstransfer sicherzustellen, wird vierteljährlich ein interkommunaler Austausch im Rahmen von Praxisforen durch die Gesamtkoordinationsstelle durchgeführt.

Zielgruppen

Die direkte Zielgruppe besteht aus den AkteurInnen entlang der Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen. Das sind z.B.: GynäkologInnen, Geburtenkliniken, Vereine, Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, Schulen, Beratungsstellen, PädagogInnen, Verwaltungseinheiten, Eltern-Kind-Zentren usw.

Kinder, Jugendliche und ihre Familien profitieren von der verknüpften sowie systematischen Zusammenarbeit der einzelnen AkteurInnen und stellen zusammen mit Schwangeren die indirekte Zielgruppe dar.

Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Familien

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Es ist essentiell, die Unterstützungsangebote und Maßnahmen nicht nur auf die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen auszurichten, sondern sich in die Lage von Kindern und Jugendlichen zu versetzen und lebensweltbasiert zu agieren. Die gelebte Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Familien ist somit ein definiertes Handlungsfeld.

Begleitende Evaluierung

„Gemeinsam stark für Kinder" wird bis Ende 2020 auf Landes- und Gemeindeebene begleitend evaluiert. Mit der Evaluierung ist das IFA Steiermark beauftragt und arbeitet eng mit der Gesamtkoordinierungsstelle des Landes zusammen.

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