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Spezialforschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien

Abteilung 3 - Wissenschaft und Forschung

Ausgehend von der Tatsache, dass die Nanowissenschaften und Nanotechnologien in den kommenden Jahren verstärkt in die verschiedensten wirtschaftlichen Anwendungen einfließen und maßgeblich die Entwicklung neuer Materialien, Technologien und Produkte beeinflussen, ja überhaupt ermöglichen werden, wurde der Spezialforschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien des Landes Steiermark ins Leben gerufen. Darauf basierend werden in den breit angelegten, nationalen und internationalen Programmen massive Anstrengungen unternommen, um die Entwicklung, Erforschung und Anwendung der Nanowissenschaften voranzutreiben.

Die österreichische Forschung und Wirtschaft nimmt an dieser Entwicklung regen Anteil und gestaltet sie mit, wobei sie von nationalen und regionalen Nanotechnologieinitiativen hilfreich unterstützt wird. In diesem Sinne möchte das Land Steiermark durch die Schaffung des Forschungspreises für Nanowissenschaften und Nanotechnologien ein sichtbares Zeichen der besonderen Bedeutung und Anerkennung für hervorragende Forschungsleistungen und Errungenschaften auf diesem Gebiet setzen und insbesondere junge Wissenschafter und Wissenschafterinnen in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen motivieren.

Die Kategorien

Sowohl Grundlagenforschung, als auch die wirtschaftliche Anwendung und Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs sind von großer Bedeutung. In diese Sinne möchte das Land Steiermark mit dem Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien hervorragende Leistungen in folgenden drei Kategorien separat auszeichnen:

  1. Kategorie 1: Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien - Grundlagenforschung

    Für die Preiszuerkennung kommt eine exzellente wissenschaftliche Publikation aus dem Gesamtgebiet der Nanowissenschaften ( Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften, Medizin oder Pharmazie), die in den vorangegangenen zwei Kalenderjahren erschienen sein, in Betracht. In der zu prämierenden Arbeit sollen entweder eine neu entwickelte experimentelle Methodik, oder auch eine neuartige Theorie im Rahmen der Nanowissenschaften erforscht und beschrieben worden sein.

  2. Kategorie 2: Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien - Wirtschaftliche Anwendungen

    Für die Preiszuerkennung kommt eine Arbeit aus dem Gesamtgebiet der Nanowissenschaften (Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften, Medizin, Pharmazie) in Betracht, in der die Überführung von wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw. die Anwendung von Nanotechnologien in einen Demonstrator, eine Technologie, einen Prozess oder bereits in ein Produkt vollzogen wurde. Dies sollte insbesondere in den letzten zwei Kalenderjahren realisiert worden sein.

  3. Kategorie 3: Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien - Nachwuchsförderung

    Für die Preiszuerkennung kommt eine herausragende abgeschlossene Diplomarbeit, Dissertation oder Habilitation, deren Thema im Gesamtgebiet der Nanowissenschaften (Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften, Medizin, Pharmazie) angesiedelt ist und insbesondere im letzten Kalenderjahr abgeschlossen worden sein soll, in Betracht. In Sinne der Nachwuchsförderung soll die Preisträgerin bzw. der Preisträger maximal 30 Jahre alt sein.

Kriterien

  • Die auszuzeichnende Arbeit, die Bewerberin/der Bewerber und das Land Steiermark müssen zueinander in starker Beziehung stehen.

  • Die Bewerberin/der Bewerber und ihre/seine auszuzeichnende Arbeit müssen insbesondere in folgenden Bereichen angesiedelt sein:
    • Pulver/Werkstoffe
    • Beschichtungen
    • Organische Elektronik/Funktionalisierte Werkstoffe
    • Bionanotechnologie
    • Analytik
    • Devices

  • Der Spezialforschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien kann sowohl physischen als auch juristischen Personen zuerkannt werden. Bewerberinnen und Bewerber können auch von Dritten vorgeschlagen werden.

  • Der Spezialforschungspreis wurde im Statut vom 26. April 2002 öffentlich verlautbart; somit wurde ein Instrument geschaffen, das hochbegabten, jungen Nanowissenschafterinnen und Nanowissenschaftern die verdiente Anerkennung und Würdigung für ihre herausragenden Leistungen zuteil werden lässt.

  • Die Zuerkennung des Preises erfolgt über Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung nach fachlicher Prüfung der Bewerbungen und Antragstellung durch das speziell eingerichtete Nominierungskomitee.

Dotierung, Antragstellung

Der Preis besteht aus jeweils einer Urkunde und einem Preisgeld in der Höhe von € 10.000,-- für Kategorie 1, einem Preisgeld von € 15.000,-- für Kategorie 2 und € 2.000,-- für den Kategoriebereich 3.

  • Als Geschäftsstelle des Nominierungskomitees fungiert die Abteilung 3 – Wissenschaft und Forschung, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Trauttmansdorffgasse 2, 8010 Graz.

  • An diese sind die  nachstehend angeführten Bewerbungsunterlagen jeweils innerhalb der öffentlich verlautbarten Ausschreibungsfrist in deutscher Sprache einzureichen:

    • auszuzeichnende wissenschaftliche Arbeit bzw. aussagekräftige Beschreibung des Werkes
    • institutsexternes, internationales und wissenschaftlich-qualifiziertes Gutachten über die eingereichte Arbeit
    • veröffentlichungsfähige, populärwissenschaftliche Kurzfassung der eingereichten Arbeit (15 Zeilen) sowie eine anschauliche Darstellung des eigenen wissenschaftlichen Umfeldes für nachfolgende Medienarbeit bzw. Beschreibung der Unternehmenstätigkeit im Falle von physischen Personen, im Falle von juristischen Personen Firmenbuchauszug oder Ähnliches.
    • Lebenslauf
    • Publikationsliste

Einreichung - Ansprechpartnerin und Ansprechpartner

Abteilung 3 - Wissenschaft und Forschung
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Trauttmansdorffgasse 2, 8010 Graz

Maria Ladler
Tel: 0316/877-2003
Fax: 0316/877-3998
E-mail: maria.ladler@stmk.gv.at

Mag. Michael Teubl
Tel: 0316/877-2798
Fax: 0316/877-3998
E-mail: michael.teubl@stmk.gv.at

ForschungspreisträgerInnen 2003

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 1: „Grundlagenforschung“

    • Mag. Dr. Joachim Krenn (Institut für Experimentalphysik, Karl-Franzens-Universität Graz) für seine eingereichte Arbeit „Near-Field Optics of Metal Nanoparticles“

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 2: „Wirtschaftliche Anwendungen“

    • Dipl.-Ing. Ulrich Santner (Anton Paar GmbH) für seine eingereichte Arbeit „SAXSess High Flux Small Angle X-ray Scatterin Instrument (Hochleistungsröntgenkleinwinkelmesseinrichtung)“
    • austriamicrosystems AG für die eingereichte Arbeit „High Performance Accelerometer based on CMOS Technologies with Low Cost Add-Ons“
  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 3: „Nachwuchsförderung“

    • Dipl.-Ing Egbert Zoyer (Institut für Festkörperphysik, Technische Universität Graz) für seine eingereichte Arbeit „Exictation Processes in Conjugates Organic Materials“

ForschungspreisträgerInnen 2004

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 1: „Grundlagenforschung“

    • Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Emil J.W. List (Institut für Festkörperphysik, Technische Universität Graz) für seine eingereichte Arbeit „Fundamental Properties and Applications of Organic Semiconductors"

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 2: „Wirtschaftliche Anwendungen“

    • Porzellanfabrik Frauenthal GmbH, Projektleitung Dieselkatalysatoren F & E, 8523 Frauental, für die eingereichte Arbeit "Hochtemperaturstabiler SCR-Dieselkatalysator mit Nanostruktur"

    • EPCOS OHG, Keramische Bauelemente, 8530 Deutschlandsberg, für die eingereichte Arbeit „Nanobeschichtete Pulver für Vielschichtkondensatoren mit hoher Volumenkapazität“

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 3: „Nachwuchsförderung“

    • Dipl.-Ing. Dipl. NDS Dr. Georg Schitter für seine eingereichte Arbeit "Model-Based Control of Atomic Force Microscopes"

ForschungspreisträgerInnen 2005

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 1: „Grundlagenforschung“

    • Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Christian Mitterer (Metallkunde & Werkstoffprüfung Montanuniversität Leoben) für seine eingereichte Arbeit "Selbstadaptive Nanostrukturierte Hartstoffschichten für den Verschleißschutz"

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 2: „Wirtschaftliche Anwendungen“

    • Alicona Imaging GmbH, Dr. Stefan Scherer, 8074 Grambach, für die eingereichte Arbeit "Berührungslose Vermessung von Microvias - InfiniteFocus in der Leiterplattenindustrie"

    • AVL LIST GmbH, Dr. Peter Prenninger, 8020 Graz, für die eingereichte Arbeit "Sensor zur Bestimmung des Redox-Zustandes von Hochtemperaturbrennstoffzellen auf der Basis nano-beschichteter Galliumphosphat-Kristall-Mikrowaagen"

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 3: „Nachwuchsförderung“

    • Dipl.-Ing. Ulrich Rant (Walter Schottky Institut der TU München) für seine eingereichte Arbeit "Dynamic Electrical Switching of DNA Layers on a Metal Surface"

  • Themenspezifischer Sonderforschungspreis im Rahmen des "Forschungspreises für Nanowissenschaften und Nanotechnologien" für eine exzellente wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Lebensmittelforschung bzw. Lebensmittelentwicklung

    • Mag. Dr. Liliana De Campo (Institut für Chemie und Physikalische Chemie, Karl-Franzens-Universität Graz) für ihre eingereichte Arbeit "Food goes Nano: Nanostructured Vehicle Systems for Functional Food"

ForschungspreisträgerInnen 2006

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 1: „Grundlagenforschung“

    • Univ.-Prof. Dr. Gerhard Dehm (Department Materialphysik, Montanuniversität Leoben) für seine eingereichte Arbeit "Mechanische Größeneffekte in modernen Materialien"

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 2: „Wirtschaftliche Anwendungen“

    • AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, Dr. Gregor Langer, 8700 Leoben-Hinterberg, für die eingereichte Arbeit "Realisierung von Leiterplatten mit integrierten optischen Verbindungen"

    • Boehlerit GmbH & Co KG, Schneidstoffentwicklung, Dipl.-Ing. Reinhard Pitonak / Dr. José Luis Garcia, 8605 Kapfenberg, für die eingereichte Arbeit "TiCN Nano-Komposit-Beschichtung"

  • Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien – Kategorie 3: „Nachwuchsförderung“

    • Dipl.-Ing. Dr. Dr. Jürgen M. Lackner (JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH) für seine eingereichte Arbeit "Industrially-scaled hybrid Pulsed Laser Deposition at Room Temperature"

ForschungspreisträgerInnen 2007

Die Nano-Forschungspreise 2007 wurden von Forschungslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder in feierlichem Rahmen am 13. November 2007 (Helmut-List-Halle) in Anwesenheit von Knut Consemüller, dem Vorsitzenden des Forschungsrates, verliehen.
 

  • Der Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien - Kategorie 1: „Grundlagenforschung" wurde geteilt und ging (mit einem Preisgeld zu jeweils € 5.000,--) an:    
  1. Herrn DI Dr. Georg Heimel (Institut für Festkörperphysik, Technische Universität Graz) für seine eingereichte Arbeit "Toward Control of the Metal-Organic Interfacial Electronic Structure in Molecular Electronics: A First-Principles Study on Self-Assembled Monolayers of π-Conjugated Molecules on Noble Metals"

  2. Herrn Univ.-Prof. Dr. Roland Würschum (Institutsleiter für Materialphysik, Technische Universität Graz) für seine eingereichte Arbeit „Nanoskalige Materialien mit durchstimmbaren Eigenschaften"
  • Der Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien - Kategorie 2: „Wirtschaftliche Anwendungen" wurde ebenfalls geteilt und ging mit einem Preisgeld zu jeweils € 7.500,-- an:    
  1. Grafitbergbau Kaisersberg GmbH, 8713 St. Stefan ob Leoben, und Advanced Polymer Compounds APC, 8712 Niklasdorf, für die eingereichte Arbeit: „Nanoskalige Grafite als leitfähige Füllstoffe in Kunststoffen"

  2. PIEZOCRYST Advanced Sensorics GmbH; 8020 Graz, für die eingereichte Arbeit: „Piezoelektrische Hochtemperatur-Drucksensoren auf Basis nano-funktionalisierter Galliumphosphat-Kristallelemente"
  • Der Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologien - Kategorie 3: „Nachwuchsförderung" wurde (mit einem Preisgeld von € 2.000,--) verliehen an:

Herrn DI Stefan Kappaun (seit 2007 Mitarbeiter der NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft mbH in Weiz) für seine eingereichte Arbeit: "Synthesis and Characterization of Electroluminescent Materials for Sensor Applications".

  • Das Preisgeld für den themenspezifische Sonderforschungspreis wurde von der Stadt Graz gestiftet und ging an:

Frau Universitätsdozentin Dr. Ruth Prassl (Institut für Biophysik und Nanosystemforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, 8042 Graz) für ihre eingereichte Arbeit "Association of vasoactive intestinal peptide with polymer-grafted liposomes: "Structural aspects for pulmonary delivery".

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